Kiloweise „Gras“ hat die Leipziger Polizei „gemäht“. Vier Betreiber einer illegalen Anbauvereinigung müssen sich nun wegen unerlaubten Drogenhandels verantworten. Die Klimaaktivisten von Fridays for Future gingen heute auch in Leipzig für eine gerechte Energiepolitik auf die Straße. Für die Fans ist es Konstrukt gegen Tradition – am Abend stehen sich RB Leipzig und Union Berlin im brisanten Duell gegenüber. Die LZ fasst zusammen, was am Freitag, dem 24. April 2026, in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.
Polizei schnappt vier Kilo Cannabis
Wie die Polizeidirektion Leipzig heute in einer Pressemeldung mitteilte, haben die Beamten bereits am Dienstag vier Kilogramm Cannabis aus dem Handelsverkehr gezogen. Auf Veranlassung der Staatsanwaltschaft Leipzig wurden an diesem Tag insgesamt vier richterliche Durchsuchungsbeschlüsse in Leipzig umgesetzt. Neben Beamten des Leipziger Rauschgiftkommissariats waren dabei auch der Fachdienst Einsatzzüge sowie die Diensthundestaffel im Einsatz.
Die Ermittlungen richten sich gegen vier Deutsche, die eine Cannabisanbauvereinigung in Leipzig betreiben, welche allerdings nicht über die nach dem Konsumcannabisgesetz erforderliche Erlaubnis der hiesigen Landesdirektion verfügt. Der Tatvorwurf lautet entsprechend: „unerlaubtes gewerbsmäßiges Handeltreiben mit Cannabis in nicht geringer Menge“.
Immerhin vier Kilogramm „Gras“ fiel den Ordnungshütern bei ihrem Einsatz in die Hände. Außerdem fanden sie Bargeld im fünfstelligen Bereich, das mutmaßlich aus bereits getätigten unerlaubten Cannabis-Verkäufen stammte. Die Beschuldigten wurden „strafprozessualen Maßnahmen“ unterzogen und durften dann wieder gehen. Die Ermittlungen gegen sie dauern allerdings noch an.
Bundesweiter Aktionstag von Fridays for Future
„Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit sind keine Nice-to-haves, sondern eine politische Pflicht!“ – diese Botschaft schickten die Klimaaktivist/-innen von Fridays for Future am heutigen Freitag in fast 70 Städten in Richtung Bundes- und Landespolitik, um gegen fossile Abhängigkeiten und gegen Rückschritte bei der Energie- und Wärmewende protestieren. Von A wie Aachen bis W wie Würzburg war alles dabei – natürlich auch Leipzig. Auf dem kleinen Wilhelm-Leuschner-Platz versammelten sich etwa 200 Menschen.
Die Klimabewegung fordert die Bundesregierung auf, den Ausbau der Erneuerbaren Energien weiter zu stärken und den Bau von Wärmepumpen weiter zu fördern. Auf einem großen Banner präsentierten sie der Klimapolitik von Katherina Reiche (CDU) eine symbolische Rechnung. Dabei rechneten sie beispielsweise vor, dass der Import fossiler Energien jährlich 80 Milliarden Euro kostet oder die Förderung neuer Gaskraftwerke 6,6 Milliarden Euro verschlingt. Dabei entstünden Klimaschäden in Höhe von bis zu 900 Milliarden Euro und es würden 400.000 Arbeitsplätz im erneuerbaren Sektor gefährdet. Entsprechend wurden auf der Kundgebung auch Wortspiele wie „Reiche stoppen“ dankbar mitgenommen.
Brisanz vor Bundesliga-Duell RB gegen Union
Nach einer Saison ohne jegliche Europapokalspiele, wollen die Bundesliga-Kicker von RB Leipzig endlich wieder zurück in die Champions League. Vier Spieltage vor dem Saisonende ist dieses Ziel zum Greifen nah. Auf dem 3. Tabellenplatz liegend haben die Rasenballer aktuell fünf Punkte Vorsprung auf den unbeliebteren Europa League-Platz 5. Im heutigen Heimspiel gegen Union Berlin – Anpfiff in der RB-Arena ist um 20:30 Uhr – sollen nun weitere Punkte eingefahren werden.
Der direkte Vergleich beider Rivalen ist nahezu ausgeglichen. Insgesamt 18 mal, darunter auch vier Spiele in der 2. Bundesliga, standen sich RB und Union auf dem Platz gegenüber. Dabei gingen acht Siege nach Leipzig und sieben nach Berlin, drei Partien endeten remis. Zwar hatte das Team aus Köpenick in dieser Saison ihr Heimspiel mit 3:1 für sich entscheiden können, doch scheint der aktuelle Trend eher in Richtung RBL auszuschlagen.

Immerhin hat die Truppe von Coach Ole Werner zuletzt eine Siegesserie von vier Spielen hingelegt, 11 Tore erzielt und nur zwei zugelassen. Die Unioner hingegen konnten keines ihrer letzten vier Spiele gewinnen. Um auf den letzten Metern nicht noch in den Sog eines Abstiegsstrudels zu geraten, braucht das Team aus der Hauptstadt dringend Punkte. Ordentlich Feuer auf dem Kessel sollte daher heute auf beiden Seiten vorhanden sein.
Eine Extra-Portion Glut steuerte im Vorfeld der emotional sowieso schon brisanten Begegnung ein unglücklicher Social-Media-Beitrag aus dem Hause RB bei. Auf eine Stichelei aus Köpenick hatte RBL mit einer Antwort gekontert, die von vielen Kommentierenden als sexistisch gegenüber der Berliner Interimstrainerin Marie-Louise Eta bewertet wurde. Der entsprechende Satz ist inzwischen aus dem Posting gelöscht worden.
Worüber die LZ heute berichtet hat:
Hallo Leipzig: So startet Freitag, der 24. April 2026
Leipzigs kommunale Fluglärm-Messstationen: Die Daten sind jetzt live abrufbar
Pressekonferenz und Gespräch mit Dirk Thärichen: Wahlprogramm ist „work in progress“
Kommentar: Signal-Konten “gehackt” – Warum sprechen Medien von Hacking?
Kürzungen an der Universität Leipzig: Fachschaften fordern Transparenz
Verschwundene Verlage: Wie 150 DDR-Verlage einfach von der Bildfläche verschwanden
Wohnungslosigkeit in Sachsen: 2025 fast sechs Wohnungen pro Tag zwangsgeräumt
UFZ-Team entwickelt neues Verfahren: Wie kriegt man Perfluorbutansäure aus dem Wasser?
Was sonst noch wichtig war:
Der Bundestag hat den kontrovers diskutierten Tankrabatt sowie die steuerfreie 1000-Euro-Entlastungsprämie beschlossen.
Auch Norwegen plant nun die Einführung eines Social-Media-Verbots für unter 16-Jährige. Das hat Ministerpräsident Jonas Gahr Støre angekündigt.
Laut eines internen Memos plane Meta, ein Zehntel der Belegschaft durch KI ersetzen zu wollen, berichtet n-tv. Das würde für 8.000 Mitarbeitende die Entlassung bedeuten.
Kurz vor dem Auslaufen der aktuellen Vereinbarungen hat US-Präsident Donald Trump die Waffenruhe zwischen Israel und dem Libanon um weitere drei Wochen verlängert.
Wegen zu hoher Kosten will der irische Billigflieger Ryanair alle seine Flugzeuge von seiner BER-Basis abziehen und in andere europäische Länder verlegen. Zudem halbiert Ryanair die Anzahl seiner Flüge von und nach Berlin.
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