Seit Sonntagabend lief eine großangelegte Razzia auf der Leipziger Eisenbahnstraße. Im Fokus stand die Aufklärung von Verbrechen im Sinne der Betäubungsmittelkriminalität. Außerdem: Rechtsextremistin Marla-Svenja Liebich möchte nicht nach Deutschland ausgeliefert werden und hat Beschwerde gegen das Urteil des Pilsener Landgerichts eingelegt. Die LZ fasst zusammen, was am Montag, dem 8. Juni 2026, in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war. 

Razzia auf der Eisenbahnstraße

Seit dem gestrigen Sonntagabend lief eine großangelegte Razzia auf der Leipziger Eisenbahnstraße. Auch am Montag dauerte der Einsatz noch an. Um 7 Uhr morgens beendeten die Einsatzkräfte – unter anderem auch eines Sondereinsatzkommandos – die Durchsuchungen mehrerer Wohnungen und Ladengeschäfte.

Gegenstand der Ermittlungen: Straftaten aus dem Bereich der Betäubungsmittelkriminalität. Rund vier Kilogramm Marihuana beschlagnahmten die Beamten weitere Mengen synthetischer Drogen. Im Zuge des Einsatzes wurden  bislang neun weitere Ermittlungsverfahren eingeleitet – unter anderem wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz sowie gegen das Waffengesetz.

Die Polizei nahm einen 52-jährigen Mann vorläufig fest. Er wurde auf Weisung der Staatsanwaltschaft aber am heutigen Vormittag wieder entlassen. Auch sprach die Polizei mehr als 20 Platzverweise aus, mehr als 30 Identitäten wurden festgestellt.

Zwei weitere Personen wurden festgenommen. Diese standen nicht mit dem Ausgangsverfahren im Zusammenhang, sondern es handelte sich um bereits bestehende Haftbefehle gegen einen 22-Jährigen und einen 37-Jährigen.

Verletzter nach Streit in Hildegardstraße

Wie die Polizei am heutigen Montag mitteilte, wurde am Sonntagabend, gegen 22 Uhr, ein 24-jähriger Mann schwer verletzt. In der Hildegardstraße in Leipzig-Volkmarsdorf kam es laut Angaben der Behörde zu einer Auseinandersetzung, an welcher mehrere Personen beteiligt gewesen waren.

Der 24-Jährige erlitt dabei so schwere Verletzungen, dass er stationär zur Behandlung ins Krankenhaus aufgenommen werden musste. Es laufen Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung.

Liebich beschwert sich

Die Rechtsextremistin Marla-Svenja Liebich, ehemals Sven Liebich, hat Beschwerde gegen die Auslieferung nach Deutschland eingelegt. Erst am vergangenen Montag hatte das Landgericht Pilsen darüber entschieden. In der tschechischen Stadt im Westen des Landes sitzt Liebich derzeit in Untersuchungshaft.

Unter anderem wegen Volksverhetzung und übler Nachrede war Liebich im Juli 2023 zu 18 Monaten hinter Gittern verurteilt worden. Damals war sie noch unter einem männlichen Namen bekannt, der Geschlechtseintrag wurde Ende 2024 auf Grundlage des neuen Selbstbestimmungsgesetzes geändert. Seit Jahren gilt sie als zentrale Figur der rechtsextremen Szene Sachsen-Anhalts.

Weitere Hintergründe gibt es auf der LZ hier.

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Iran beendet Angriffe auf Israel

Was heute außerdem wichtig war: Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und der französische Präsident Emmanuel Macron haben sich darauf verständigt, das gemeinsame Kampfflugzeugprojekt FCAS (Future Combat Air System) zu beenden. 

Noch am Morgen hieß es: Wegen wiederholter Verstöße gegen die Waffenruhe im Libanon – so die Aussagen aus der iranischen Hauptstadt Teheran – hat erneut Ziele in Israel angegriffen. Israel antwortete mit Gegenangriffen, man habe mehrere Ziele im Westen und Zentrum des Landes getroffen.

Am Montagnachmittag dann wurde bekannt: Der Iran hat seine Angriffe aus Israel vorerst für beendet geklärt. US-Präsident Donald Trump soll sowohl Israel als auch den Iran dazu aufgefordert haben, die Angriffe sofort zu stoppen. 

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