Bereits zum vierten Mal in diesem Jahr ist das CDU-Bürgerbüro in Möckern zum Ziel politischer Attacken geworden. Die Polizei ermittelt, hat aber auch noch zwei neue Brände auf den Tisch bekommen, die aufgeklärt werden wollen. Und: Die Handballer des SC DHfK haben ihr Trikot für die kommende Saison vorgestellt – ohne Schnickschnack. Die LZ fasst zusammen, was am Mittwoch, dem 15. Juli 2026, in Leipzig und darüber hinaus wichtig war.
Schmier-Attacke auf CDU-Büro
Mit Hammer und Sichel gegen die CDU: In der vergangenen Nacht wurde das gemeinsame CDU-Bürgerbüro der Leipziger Bundestags- und Landtagsabgeordneten Jens Lehmann und Rick Ulbricht an der Georg-Schumann-Straße in Möckern mit politischen Schmierereien attackiert. „Signiert“ wurden die Schriftzüge mit Hammer und Sichel – möglicherweise ein Hinweis auf mutmaßlich kommunistisch motivierte Urheber. Die CDU hat den Vorfall direkt zur Anzeige gebracht, Polizei und Staatsschutz haben die Ermittlungen aufgenommen.
„Das ist jetzt leider schon der vierte Vorfall in diesem Jahr.“, teilt der Landtagsabgeordnete Rick Ulbricht, der sein Wahlkreisbüro am Standort hat, in einer Presseinfo mit. „Ich habe mich für das Büro an zentraler Lage in der Georg-Schumann-Straße entschieden, da wir hier von den Bürgerinnen und Bürgern als Ansprechpartner gesehen werden und als Volksvertreter für die Menschen gut erreichbar sind.“ Ulbricht ergänzt: „Demokratie lebt vom Diskurs und unterschiedlichen Meinungen. Gewalt und Extremismus darf dabei niemals ein Mittel sein.“ In Betrieb ist das Bürgerbüro an dieser Stelle seit Januar 2025.

Zwei Brände in Leipzig
Gleich zweimal hat es gestern in Leipzig gebrannt. Das teilte die Polizeidirektion Leipzig heute mit. Am hellichten Tag, in der Mittagszeit, musste die Feuerwehr zunächst nach Grünau-Nord ausrücken. Hier war im Kellerbereich eines Mehrfamilienhauses aus bisher noch nicht bekanntem Grund ein Feuer ausgebrochen. Trotz dass es bereits im Anfangsstadium gelöscht werden konnte, war ein 17-Jähriger durch eine Rauchgasvergiftung verletzt wurden. Der Jugendliche wurde vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht und ambulant behandelt.
Am späten Nachmittag, gegen 17:40 Uhr, mussten die Einsatzkräfte dann erneut das Blaulicht anwerfen. Diesmal gab es in der Knautnaundorfer Straße, im Ortsteil Knautkleeberg-Knauthain, Flammen an einem Berufsschulzentrum. Mehrere Sträucher vor dem Gebäude waren in Brand geraten, wodurch auch die Fassade der Schule stark beschädigt wurde. Zur Schadenshöhe sind noch keine Zahlen bekannt. Das zuständige Fachkommissariat der Kriminalpolizeiinspektion Leipzig ermittelt.
Bodenständiges SC DHfK-Trikot präsentiert
Es war der Super-GAU für Handball-Leipzig: Nach elf Jahren durchgehender Zugehörigkeit zur „stärksten Liga der Welt“, also der Handball-Bundesliga, ist der SC DHfK abgestiegen. In der bevorstehenden neuen Spielzeit in der 2. Liga soll nun der direkte Wiederaufstieg gelingen – mit Ehrlichkeit, Demut, Teamgeist und der engen Verbundenheit mit Leipzig. Diese Tugenden möchte der Verein auch in seinem heute präsentierten neuen Spieler-Trikot widerspiegeln.
„Kein Hochglanz. Kein Glamour. Sondern Handball, wie er in Leipzig gelebt wird – mit Herz, Einsatz und zwei Händen, die anpacken“, beschreibt der SC DHfK die Attitüde. Tradition und Moderne sollen im neuen Trikot vereint sein. „Die markanten Längsstreifen verleihen dem klassischen Grün-Weiß einen zeitgemäßen Look und setzen auf der Platte ein klares Statement. Gleichzeitig macht das reduzierte Design das Trikot zu mehr als reine Spielkleidung.“ Es soll eine Vereinsidentität zu Ausdruck bringen, die klamottentechnisch auch auf Alltagstauglichkeit setzt.
Der Autor – als Sportnostalgiker mittleren Alters – befindet: Mit seinem „bodenständigen“ und „ehrlichen“ Trikot ist dem SC DHfK das wahrscheinlich schönste Spielerhemd gelungen, das die Grün-Weißen jemals über die Platte trugen. Mich überzeugt es in seiner klassischen Schlichtheit, den Blockstreifen in zwei Grün-Tönen sowie den weißen Abschlüssen an Bündchen und Kragen. Modisch sind die Leipziger damit also schon mal ganz weit vorn – jetzt müssen sie auch sportlich nachziehen.

Worüber die LZ heute berichtet hat:
Prozess gegen Gero Strauß: So steht es im Mammutverfahren um den HNO-Arzt
Verbotene Schottergärten und Begrünungssatzung: Die meisten Hauseigentümer haben sofort reagiert
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Was sonst noch wichtig war:
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sieht die Koalition auf einem guten Weg. Das hat er heute in seiner Sommerpressekonferenz zum Ausdruck gebracht. Merz sieht eine positive Bilanz, zum Beispiel mit Blick auf die Reform der gesetzlichen Krankenversicherung. Zugleich versucht er die Ursachen für seine schlechten Umfragewerte herauszufinden. Bezüglich der anstehenden Landtagswahlen im Osten unterstrich er erneut die Ablehnung einer möglichen Zusammenarbeit mit AfD oder Linken.
Die Rechtsextremistin Marla-Svenja Liebich ist aus ihrer Haft in Tschechien in ein Chemnitzer Frauengefängnis überstellt worden. Gegen diese Auslieferung hatte die 55-Jährige, die Anfang April aufgrund eines Europäischen Haftbefehls im tschechischen Krasna festgenommen worden war, bereits vor mehreren Wochen Beschwerde eingelegt. Diese wurde zurückgewiesen, wodurch Liebich ihre anderthalbjährige Haftstrafe nun in Sachsen absitzen muss. Die Auslieferung sei ohne besondere Vorkommnisse verlaufen.
Großbritannien will seine Social Media-Regulierungen für Jugendliche ausweiten. Nicht nur ein Verbot für unter 16-Jährige steht dabei zur Debatte, sondern auch eine Nutzungseinschränkung für junge Leute, die bereits 16 oder 17 Jahre alt sind. Nach dem Willen der Regierung soll diesen künftig im nächtlichen Zeitraum von null bis sechs Uhr der Zugang zu Facebook, Insta und Co. gesperrt werden.
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