Es war ein langes Wochenende und neben Ostereiersuche und (hoffentlich) ein wenig Zeit zum Entspannen fand in den letzten Tagen ganz viel Fußball statt. So kam es am Rand des Zweitliga-Spiels der SG Dynamo Dresden und dem Hertha BSC zu Ausschreitungen durch Fans. Die Vorfälle ziehen zahlreiche Ermittlungsverfahren nach sich. Außerdem: Unbekannte griffen ein Parteibüro der CDU in Markkleeberg an und Pakistan versucht, zwischen der USA und dem Iran zu vermitteln und ein Ende des Krieges herbeizuführen. Die LZ fasst zusammen, was am Wochenende, dem 4./5. und 6. April 2026, in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war. 

Angriff auf Parteibüro

Wie die Polizei am Montag mitteilte, wurde in der Nacht von Samstag auf Sonntag ein CDU-Parteibüro in Markkleeberg angegriffen. Im Zeitraum von 19.30 Uhr bis morgens, ca. 9.00 Uhr, hatten bisher unbekannte Täter*innen mit schwarzer Farbe befüllte Flaschen gegen die Hauswand eines Mehrfamilienhauses in der Friedrich-Ebert-Straße geworfen, in welchem sich auch das Parteibüro befindet.

Ebenso besprühten die Unbekannten den Briefkasten, das Klingelschild sowie ein Parteiplakat mit roter Farbe. Den entstandenen Sachschaden gab die Polizei mit etwa 300 Euro an.

Es laufen die Ermittlungen wegen Sachbeschädigung und Hausfriedensbruch.

Ausschreitungen beim Dynamo-Spiel

Mehr als ein Dutzend Ermittlungsverfahren wegen Landfriedensbruch, gefährlicher Körperverletzung, Sachbeschädigung, Beleidigung sowie Ticketbetrug – so lautet die Bilanz des Fußballspiels zwischen der SG Dynamo Dresden und dem Hertha BSC am vergangenen Samstag.

Wie die Polizei berichtete, wurde während des Spiels in beiden Fanblocks wiederholt Pyrotechnik abgebrannt, weshalb die Partie kurzzeitig unterbrochen wurde. Außerdem kam es zu Auseinandersetzungen der gegnerischen Fanlager, nachdem einige Gästefans eine Absperrung überstiegen hatten und in den Innenraum des Stadions eingedrungen waren.

Die Polizei musste beide Lager voneinander trennen. Erneut wurde das Spiel für etwa 20 Minuten unterbrochen. Insgesamt 750 Polizist*innen waren im Rahmen des Spiels im Einsatz.

Sachsens Innenminister kündigt Konsequenzen an

Am heutigen Sonntag äußerte sich Sachsens Innenminister Armin Schuster (CDU) zu den Ausschreitungen des Zweitligistenspiels und kündigte scharfe Konsequenzen an. “Nach diesem erneuten Skandalspiel kann es für die weiteren Verhandlungen oder Gespräche kein Pardon mehr geben. Meine Geduld hat hier endgültig ein Ende”, so der CDU-ler.

Bei der nächsten Innenministerkonferenz im Juni sollen die Krawalle zum Thema werden. Bereits bei der Innenminister-Runde Mitte März auf Norderney hatten die Länder-Sportminister auf ein stärkeres Entgegenkommen vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) und der Deutschen Fußball-Liga (DFL) gedrängt.

Neben der Polizei kündigte auch der DFB Ermittlungen an. Schuster gab an, sich die Ergebnisse der Aufarbeitung des Spiels persönlich vorlegen lassen zu wollen.

Lok Leipzig mit Heimsieg gegen Erfurt

Von einem Fußballspiel zum nächsten: Ebenfalls am Samstag fuhr der 1. FC Lokomotive Leipzig einen 2:1-Sige gegen FC Rot-Weiß Erfurt ein. Unser Redakteur Jan Kaefer war vor Ort und hat ein paar Eindrücke des Spiels im heimischen Bruno-Plache-Stadion eingefangen:

Vermittlungsversuch im Krieg zwischen USA und Iran

Pakistan versucht laut Medienberichten, im Krieg zwischen den USA und dem Iran zu vermitteln. Ein Entwurf sehe zwei Phasen für ein Kriegsende vor: Die erste Phase umfasse eine sofortige 45-tägige Waffenruhe sowie die Öffnung der Straße von Hormus.

In der zweiten Phase sollen beide Parteien ein endgültiges Abkommen schließen, das den Iran unter anderem dazu verpflichten soll, auf die Entwicklung von Atomwaffen zu verzichten. Als Gegenleistung stünden Sanktionslockerungen und die Freigabe eingefrorener Vermögenswerte im Gespräch.

Der Iran soll den Vorschlag bereits abgelehnt haben. Auch die Zustimmung des US-Präsidenten Donald Trump sei Berichten zufolge schwerlich zu erwarten. Der 79-Jährige hat sei Ultimatum an den Iran bis Dienstagabend verlängert. Die USA fordern die Öffnung der Straße von Hormus. Sollte der Transit nicht freigeben, wären schwere Angriffe die Folge, so Trump.

Eine Kuh im Bett, das Kurz-mal-Parken-Problem und Räume für Träume

Worüber die LZ am Osterwochenende berichtet hat:

Der Stadtrat tagte: Wieviel Anonymität ist bei Petitionen in Leipzig möglich?

Der Stadtrat tagte: Ralf Kohl darf noch nicht sammeln

Schreibwettbewerb „Pressefreiheit“, die Gewinner-Texte 8: Art. 5 Abs. 1 S. 2 Var. 1 GG

Eine Kuh in meinem Bett: Wie man lernt, mit dicken Tieren im Bett einzuschlafen

Der Stadtrat tagte: Warum 2024 eine Vorlage für Leipzigs Handschwengelpumpen kassiert wurde + Video

Dresdner Straße: Die Leitboys vor der Sparkasse haben das Kurz-mal-Parken-Problem nicht gelöst

Schreibwettbewerb „Pressefreiheit“, die Gewinner-Texte 7: Gefangener Nummer eins

Ein Haus für mich: Mit Christine Koschmieder einen Ort zum Bleiben finden

Der Stadtrat tagte: Sollte der Weg am Karl-Heine-Kanal für Radfahrer gesperrt werden? + Video

Der Stadtrat tagte: Ratsversammlung beschließt trotz Kritik den neuen Forstwirtschaftsplan + Video

Megathema Auwaldrettung: Das Auenentwicklungskonzept soll es nun 2027 geben

Chancen, Herausforderungen und „Räume für Träume“: Wie steht’s um die Leipziger Nachtkultur, Anne Petzold?

Schiffsunglück auf dem Mittelmeer

Was am Wochenende außerdem wichtig war: Am Samstag verunglückte laut der italienischen Nachrichtenagentur Ansa ein Boot auf dem Mittelmeer. 32 Personen, welche höchstwahrscheinlich aus Libyen aufgebrochen waren, konnten von der italienischen Küstenwach gerettet werden. Zwei Menschen wurden tot geborgen, zahlreiche Personen werden noch vermisst. Die Hilfsorganisationen Sea-Watch und Mediterranea Saving Humans gaben an, dass etwa 105 Menschen an Bord gewesen waren.

Bei Königstein im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge hat es am gestrigen Ostersonntag gebrannt. Unterhalb des Liliensteins brannten etwa 1,5 Hektar Waldboden. Die Flammen konnten gelöscht werden.

Sperrung auf Karl-Heine-Straße und Kurzsuechtig-Festival

Was morgen passieren wird: Auf der Karl-Heine-Straße wird es morgen eng für den Verkehr. Für Arbeiten an der Stromversorgung wird die Straße voraussichtlich bis zum 24. Juli halbseitig gesperrt. 

Zwar nicht am Dienstag, sondern erst am Mittwoch, aber zur Vorplanung: Am Mittwoch, dem 8. April, beginnt das Mitteldeutsche Kurzfilmfestival Kurzsuechtig in der Schaubühne Lindenfels. Bis zum Sonntag gibt es dort einiges zu sehen. Das komplette Programm gibt’s hier.

 

So können Sie die Berichterstattung der Leipziger Zeitung unterstützen:

Keine Kommentare bisher

Schreiben Sie einen Kommentar