Die Arbeitgeber haben in der heutigen zweiten Verhandlungsrunde für den Groß- und Außenhandel in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen ein aus Sicht der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di SAT) völlig unzureichendes Angebot vorgelegt. Dieses liegt unterhalb der Inflation und würde für die Beschäftigten weitere Reallohnverluste bedeuten. ver.di kündigt deshalb Streikmaßnahmen an.

Das Angebot sieht eine Entgelterhöhung von 1,8 Prozent im Monat nach dem Abschluss sowie weitere 1,6 Prozent ab Mai 2027 vor. Zudem streben die Arbeitgeber eine Laufzeit von 24 Monaten an.

Torsten Furgol, Verhandlungsführer ver.di SAT: „Die angebotenen Erhöhungen liegen unterhalb der Inflation, gleichzeitig steigen Mieten, Lebensmittel- und Energiekosten weiter. Viele Kolleg*innen wissen schon heute nicht mehr, wie sie bis zum Monatsende über die Runden kommen sollen. Wir sprechen längst über konkrete Armutsrisiken in einer Branche, die Milliarden umsetzt. Dafür haben die Beschäftigten im Groß- und Außenhandel jedes Verständnis verloren.“

ver.di fordert eine Erhöhung der Löhne und Gehälter um 7 Prozent, mindestens jedoch um 220 Euro, bei einer Laufzeit von 12 Monaten. Für die Auszubildenden fordert die Gewerkschaft eine Erhöhung der Ausbildungsvergütungen um 150 Euro.

„Hinzu kommt, dass die Arbeitgeber die Erhöhungen nicht einmal rückwirkend zahlen wollen. Für die Beschäftigten bedeutet das Nullmonate und erneut verlorene Kaufkraft“, so Furgol weiter.

Die Tarifverhandlungen werden am 30. Juni 2026 in Dresden fortgesetzt.

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