Fridays for Future ruft für Freitag, 24. April, um 16 Uhr zu einer Kundgebung am kleinen Wilhelm-Leuschner-Platz in Leipzig auf. Unter dem Motto „Die Rechnung geht auf uns! – Kundgebung gegen die Energiepolitik der Bundesregierung“ wollen Aktivist/-innen gegen fossile Abhängigkeiten und gegen Rückschritte bei der Energie- und Wärmewende protestieren. Die lokale Gruppe schließt sich damit dem bundesweiten Aufruf für diesen Tag an.

„Spätestens seit Trumps Angriff auf Iran merken die Menschen, was uns die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern wie Öl und Gas kostet. Die erneuerbaren Energien nicht schnellstmöglich auszubauen, ist aus ökologischer und wirtschaftlicher Sicht grob fahrlässig. Umso wahnsinniger ist es, dass nun an die Öffentlichkeit kommt, wie schamlos Katherina Reiche als Wirtschaftsministerin mit Gaskonzernen lobbyiert und bei EnBW nach Argumenten für Gaskraft bittet. Offensichtlich bereitet es ihr Probleme, ihre eigene energiepolitische Linie zu erklären“, sagt Alexander Hilse von Fridays for Future Leipzig.

„Spritpreisbremsen und Gassubventionierungen sind keine Dauerlösungen, nicht für schrumpfende Portemonnaies und erst recht nicht für Klima und Umwelt. Es braucht den konsequenten Ausbau von Erneuerbaren Energien, Speichern, nachhaltiger Wärmeversorgung und die Elektrifizierung des gesamten Verkehrssektors.“

In den letzten Jahren lief der Ausbau der Erneuerbaren konsequent voran, diesen Trend sieht die Klimabewegung unter anderem durch die neuen Pläne zum Gebäude-Energiegesetz und dem EEG in Gefahr.

Die Klimabewegung warnt insbesondere vor den wirtschaftlichen Risiken fossiler Energien. Steigende Gas- und Benzinpreise in internationalen Krisen zeigten immer wieder, wie stark Deutschland von fossilen Energien abhängig sei.

Wer weiterhin auf Gas und andere fossile Energieträger setze, halte Menschen in einer Kostenfalle und mache Energiepreise dauerhaft unsicher. Erneuerbare Energien hingegen ermöglichten stabile Preise, stärkten die Wirtschaft und reduzierten die Abhängigkeit von autoritären Regimen.

Die Aktivist/-innen von Fridays for Future richten dabei auch klare Forderungen an die Bundesregierung. Besonders die SPD stehe in der Verantwortung, sozial gerechten Klimaschutz aktiv voranzubringen und sich innerhalb der Regierung stärker für eine konsequente, zukunftssichere Energiepolitik einzusetzen.

Die Klimabewegung fordert die Bundesregierung auf, den Ausbau der Erneuerbaren Energien weiter zu stärken und den Bau von Wärmepumpen weiter zu fördern.

Fridays for Future Leipzig plant am 24. neben Redebeiträgen auch eine Banner- und Fotoaktion. Für die Teilnehmenden werden kostenlose Getränke bereitgestellt, ausgeschenkt aus einem Kanister, der symbolisch die fossile Subventionierungspolitik der Bundesregierung kritisieren soll.

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