Wieder nur die halbe Wahrheit: Bürgerkomitee fordert Ergänzungstafel

Die Leipziger Ratsversammlung hat am 15. September 2010 diesen Beschluss gefasst: "An die Befreiung Leipzigs durch die amerikanischen Truppen soll mit einer angemessener Gedenktafel erinnert werden." Am Vormittag des 18. April 2011 wurde die von Harald Alff gestaltete Gedenktafel durch Oberbürgermeister Burkhard Jung und US-Generalkonsulin Katherine Brucker an der "Runden Ecke" offiziell eingeweiht.
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Oder doch nicht? Fehlt da noch etwas? – Unüberhörbar. Selbst Oberbürgermeister Burkhard Jung deutete es in seiner Rede an, als er erklärte, mit der Einweihung der Gedenktafel werde nun endlich dem Tatbestand der Befreiung Leipzigs und dem sofortigen Aufbau demokratischer Strukturen Rechnung getragen, der in den letzten Jahrzehnten ignoriert wurde.

Und nicht nur der „Aufbau demokratischer Strukturen“ fehlt auf der Tafel. Jung bedauerte auch, dass mit dem Einzug der Roten Armee Anfang Juli 1945 die Hoffnungen auf den Aufbau einer Demokratie im Keim erstickt wurden. Gerade das Gebäude der „Runden Ecke“, in dem die Stasi über Jahrzehnte ihren Sitz hatte, symbolisiere die Zerrissenheit dieser Zeit in besonderem Maße. Es sei fast ein Hohn, dass der sowjetische Repressionsapparat und später die Staatssicherheit im gleichen Gebäude Quartier bezogen, wie kurz zuvor die Befreier, so Jung.

Generalkonsulin Katherine Brucker erfüllte es mit Stolz, für ihre Landsleute sprechen zu dürfen, die vor 66 Jahren Leipzig von der nationalsozialistischen Herrschaft befreiten. Die Schnelligkeit und der große Sinn für das Praktische, mit der die Amerikaner innerhalb weniger Wochen mit dem Aufbau demokratischer Strukturen begannen, sei Ausdruck für deren Optimismus. Die USA haben Deutschland zudem nie als bezwungenen Feind betrachtet, sondern immer auch als Partner. So habe man Westdeutschland beim Aufbau der Demokratie unterstützt und sei auch den Menschen in Ostdeutschland verbunden geblieben.

Bei einem anschließenden Empfang im Museum in der „Runden Ecke“ konnten die Gäste der Tafelenthüllung dann die Ausstellung „3 Tage im April“, konzipiert von der Fachstelle für Extremismus und Gewaltprävention der Stadt Leipzig, besichtigen, in der die Befreiung Leipzigs und des KZ-Außenlagers Abtnaundorf durch die Amerikaner eindrücklich dargestellt ist.Doch die Kritik am eng gefassten Tafeltext folgt auf den Fuß. „Der jetzt auf der Tafel stehende Text sagt weder deutlich, dass unter der amerikanischen Besatzung in Leipzig ein demokratischer Neuanfang begann, noch, dass mit der Übergabe der Stadt an die sowjetische Besatzungsmacht erneut eine Diktatur aufgebaut wurde“, stellt das Bürgerkomitee Leipzig fest. Und geht noch weiter: „Die jetzige Formulierung des Tafeltextes hat leider Argumentations- und Vermittlungsmuster aus DDR-Zeiten aufgenommen.“

Die diesbezüglich vom Bürgerkomitee Leipzig e.V. immer wieder intern vorgebrachte Kritik sei einfach nicht gehört worden. Und auch die Initiativ-Gruppe, die die Anbringung einer solchen Tafel angestoßen hatte, hatte ursprünglich mehr im Sinn als ein bronzenes Dankeschön an die US-Soldaten.

Gestartet hatten die Initiative der Historiker Gernot Borriss, Uwe Mietz (Präsident des Freundeskreises Leipzig-Houston) und Rainer Müller (Vorsitzender des Lindenauer Stadtteilvereins und DDR-Bürgerrechtler). Schon am 18. April 2010, zum 65. Jahrestag der Befreiung Leipzigs, hatten sie in die „Runde Ecke“ eingeladen, um in Anwesenheit der US-Generalkonsulin Katherine Brucker an „die Befreiung Leipzigs und die Chance der demokratischen Entwicklung 1945“ zu erinnern. In diesem Zusammenhang entwickelte sich die Idee, mit einer Gedenktafel an diesem Ort dauerhaft zu erinnern.

Und genauso wie sie geht auch das Bürgerkomitee nach wie vor davon aus, dass gerade an diesem Haus, in dem seit 1952 die Leipziger Bezirksverwaltung für Staatssicherheit ihren Dienstsitz hatte, auch die Bedeutung des Besatzungswechsels im Juli 1945 im Text der Gedenktafel deutlich angesprochen werden muss. In der Begründung zum Antrag im Leipziger Stadtrat ist ausdrücklich die Rede von „den amerikanischen Befreiern, die das Tor zu einem demokratischen Neuanfang öffneten“.

Thomas Hollitzer, Leiter des Museums in der „Runden Ecke“: „Mit der Übernahme der Stadt durch die Rote Armee wurde dieses Tor für weitere fast 45 Jahre wieder geschlossen. Ebenfalls ungenau ist das Datum ‚Ende Juni‘. Nach aktuellem Kenntnisstand wurde der Besatzungswechsel am 1. bzw. 2. Juli 1945 vollzogen. Dies sollte auch so geschrieben werden. Spätestens zum 2. Juli 2011, dem Jahrestag des Besatzungswechsels, muss dieses für die jüngste Geschichte der Stadt Leipzig derart bedeutsame Ereignis auch öffentlich Erwähnung finden. Es gibt in Leipzig zwar eine Kommandant-Trufanow-Straße, an die Befreiung von den Nazis durch die Amerikaner aber erinnert bis heute keine einzige Straße. So ist die heute der Öffentlichkeit übergebene Tafel ein wichtiger Schritt, dem allerdings nun umgehend weitere folgen müssen.“

Mit der zeitweiligen Besetzung von Gebieten in Ostdeutschland hatten die DDR und ihr offizieller Geschichtsunterricht bis zur Wende ihre Probleme. Übrigens einer der Gründe dafür, warum Stefan Heyms Roman „Schwarzenberg“, der 1984 in der BRD erschien, trotzdem einer der heimlichen „Bestseller“ in der DDR wurde. In seinem Roman beschäftigt er sich mit der zeitweilig sogar gänzlich ohne Besatzung gebliebenen Region um Aue und Schwarzenberg. Gerade die verleugneten Bereiche der eigenen Geschichte sorgten in der DDR dafür, neue Mythen und Verklärungen entstehen zu lassen.

Und für die Schüler im Geschichtsunterricht bedeutete das: geistige Akrobatik. – So stand zum Thema „8. Mai – Tag der Befreiung vom Faschismus“ in den bis 1989 für Lehrkräfte geltenden „Unterrichtshilfen“ für das Fach Heimatkunde Klasse 3: „Örtliche Beispiele für die Befreiung durch die Sowjetarmee sind nur östlich der Elbe möglich. Für die Schulen westlich der Elbe ist bei der Einbeziehung örtlichen Materials herauszuarbeiten, daß die direkte militärische Befreiung durch Armeen anderer Länder erfolgte. Die tatsächliche Befreiung fand erst durch den Einzug der Sowjetarmee statt. […] Beispiele für die Behinderung der Antifaschisten durch die Befehlshaber der anderen Armeen sind zu nennen.“

Das Bürgerkomitee begrüßt ausdrücklich, dass die Bronzetafel am Dittrichring 24 jetzt endlich an die Befreiung Leipzigs durch die US Army erinnert. Doch sie fordert nun auch eine Ergänzungstafel, die das erzählt, was danach geschah.


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