Seebär Ahoi im Zoo Leipzig: Zwei Leichtmatrosen suchen noch einen Namen

Was so ein richtiger Seebär ist, den haut so schnell nichts um. Es sei denn, man wird von Paparazzi so lange geblitzt, bis man völlig im Eimer ist. Die beiden am 11. und 15. Mai im Leipziger Zoo geborenen Seebärenbabys jedenfalls spulten ihren Fototermin vor versammelter Journaille so routiniert ab, wie es sich für waschechte Seebären gehört.
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Wieder mal Nachwuchs also für Zoodirektor Junhold und seine stetig wachsende Tierfamilie. Und das schön gemischt, denn bei den beiden Planschern handelt es sich um einen männliches und ein weibliches Jungtier, die sich putzmunter und lebhaft den Fotografen präsentierten und sich als fotogene Naturtalente entpuppten.

Allerdings sahen die beiden bis jetzt noch keinen Tropfen Wasser, denn selbst als echter Seebär muss man nämlich erst mal das Laufen lernen, besser gesagt, das Watscheln, wie Kurator Ruben Holland meint: „Die Seebärenbabys sind noch nicht im Wasser. Auch in der Natur kommen sie in den Kolonien wie in Südafrika, wo sie eigentlich beheimatet sind, am Strand zur Welt und müssen an Land erst mal ihre Muskeln kräftigen, bevor sie dann allmählich ans Wasser gewöhnt werden.“Aufgezogen werden die beiden von ihren Müttern und vielen Tanten, was typisch ist für eine Zoohaltung. Denn in der Natur kommen die Tiere an kilometerlangen Meeresstränden in riesigen Kolonien zur Welt. Dort gibt es dann regelrechte Kindergärten mit hunderten kleiner Seebären, die von ihren Müttern betreut werden. Das ist im Zoo natürlich ganz anders, wo sich sogar die Väter, wenn sie nicht gerade in der Brunft sind, liebevoll um ihre Kinder kümmern und mit ihnen spielen, wie Tierpflegerin Frank Friedel beobachtet hat: „Das hat einfach damit zu tun, dass die Tiere hier in kleinen Gruppen gehalten werden und sich somit ein anderes Sozialverhalten entwickelt als in großen Kolonien. Selbst der Papa ist ganz lieb zu den Kleinen.“

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Ja, die lieben Kleinen, anders kann man sie momentan auch nicht nennen, denn sie sind zwar mopsfidel, wenn man das zu Seebären sagen darf, aber noch namenlos. Und genau das will der Zoo jetzt ändern. Und zwar mit Hilfe aller Freunde des Tierparks. Ruben Holland: „Für die beiden Jungtiere suchen wir noch Namen. Deshalb bitten wir alle, die uns dabei helfen wollen, bis zum 6. Juni an uns zu schreiben, um Namen vorzuschlagen.“ Also, sollte man seiner Phantasie freien Lauf lassen. Wie wäre es für den kleinen männlichen zum Beispiel mit „Jack Sparrow“… frech genug war er beim Fototermin allemal. Die Taufe soll am Pfingstmontag stattfinden.

Zuschrift an den Zoo bitte bis spätestens 6. Juni 2011 an:
Zoo Leipzig GmbH
Stichwort: Seebärenbaby
Pfaffendorfer Str. 29,
04105 Leipzig

oder per Mail an: mpra02@zoo-leipzig.de


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