Zum Richtfest der neuen Krankenpflegeschule hieß Albrecht Graf Adelmann, Geschäftsführer des St. Elisabeth-Krankenhauses Leipzig, am Montag, 9. Mai, den Gesellschafter der Klinik, Propst Lothar Vierhock, Architekten und Handwerker herzlich willkommen. "Dieses Dach ist etwas ganz Einmaliges", sagte er, bevor er gemeinsam mit Propst Vierhock den symbolischen letzten Nagel im Dachbalken versenkte.

“Es erinnert sogar ein klein wenig an die Oper von Sydney”, schwärmte er. – Tatsächlich wurde das Rautengewölbe über dem Konferenzsaal der Schule aus 156 bereits gekrümmten, dreidimensional zugeschnittenen Holzteilen vor Ort wie im Baukasten zusammengesteckt. Die daraus entstandene Kassettendecke aus Fichtenholz dient nicht nur der Ästhetik, sondern trägt auch einen erheblichen Teil der Dachkonstruktion. Bemerkenswert ist auch die runde, organische Form der beiden Dächer, die – leicht versetzt – den Saal mit 200 Sitzplätzen überwölben. Den traditionellen Richtspruch trug Zimmermann Ralf Huke von der Firma Huke und Söhne aus Sondershausen vor, bevor zwei Gläser glückbringend in Scherben zersprangen.Der Konferenzsaal wird nach Fertigstellung im September nicht nur von der Schule, sondern auch für wissenschaftliche und öffentliche Veranstaltungen der Klinik genutzt. Dafür wird der Saal mit versenkbaren Trennwänden, moderner digitaler Übertragungstechnik und einer 5 mal 2,5 Meter großen Projektionswand sowie Ausstellungsleisten ausgerüstet.

Die Räume der Krankenpflegeschule sind bereits bezugsbereit und werden mit dem neuen Schuljahr ihrer Nutzung übergeben. 75 Krankenpflegeschüler und -schülerinnen erfreuen sich dann an einer neuen Bibliothek mit Arbeitsplätzen, einem Demonstrationsraum und modernen Klassenzimmern. Krankenpflegeschule und Konferenzgebäude wurde von der D + P Planungsgesellschaft aus Leipzig entworfen. Das Investitionsvolumen für beide Gebäudeteile beläuft sich auf rund 5 Millionen Euro, die aus Eigenmitteln und Fördermitteln des Freistaats Sachsen aufgebracht werden.Das St. Elisabeth-Krankenhaus Leipzig ist eine gemeinnützige GmbH in Trägerschaft der katholischen St. Trinitatis-Gemeinde Leipzig und akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Leipzig. Das Klinikgelände mit dem schönen Patientenpark liegt im Stadtteil Connewitz im Süden Leipzigs. In zehn medizinischen Abteilungen mit 340 Betten wurden 2010 über 17.900 Patienten aus dem ganzen Stadtgebiet, Markkleeberg und dem südlichen Landkreis Leipziger Land stationär behandelt. In der Geburtsklinik kamen 1.630 Kinder auf die Welt. Das St. Elisabeth-Krankenhaus bildet 75 Pfleger und Schwestern in der angeschlossenen Krankenpflegeschule selber aus.

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