Ein Interview zum Abschied: Generalkonsulin der USA Katherine Brucker verlässt Leipzig

Nach drei Jahren geht Katherine Bruckers Dienstzeit als Generalkonsulin der USA in Leipzig zu Ende. Mit L-IZ.de sprach sie über ihre Erlebnisse in der Stadt, die Aufgaben des Konsulats und ihre Zukunftspläne.
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Guten Tag, Frau Brucker, wie ist denn der Stand der Umzugsvorbereitungen?

Die Wohnung ist schon recht leer geworden, jetzt wo vieles in Kisten verschwindet. Zum Glück kümmert sich eine Spedition darum, wie Möbel und die persönliche Habe in die Staaten kommen. Meine Aufgabe ist eher zu sagen, was mit muss und was nicht.

Nun kann ich mir vorstellen, je näher die Abreise kommt, desto stärker kommen ein paar Erinnerungen hoch. Welches waren für Sie besondere Momente in der Region?

Oh, da gibt es schon viele, ich hatte eine gute Zeit hier in Leipzig. Ich habe privat in einem Chor gesungen und durfte in Gewandhaus, Thomaskirche und Nikolaikirche auftreten. Die CDs dieser Auftritte sind schöne Erinnerungsstücke. Dienstlich gesehen gab es in meiner Zeit hier ein paar bedeutende Jubiläen, wie 20 Jahre Friedliche Revolution und 20 Jahre Wiedervereinigung. Die Feierlichkeiten am 9. Oktober 2009 in Leipzig waren schon toll. Erst waren wir beim Festakt im Gewandhaus und später in der Oper, von wo wir auf den Augustusplatz blicken konnten. Im Anschluss die historische Demonstrationsroute entlang zu schlendern war sehr ergreifend.

Was würden Sie bei Ihrer Rückkehr jemandem von Leipzig erzählen, der die Stadt nicht kennt?

Erst einmal ist die Stadt wunderschön und so viele Gebäude sind toll saniert. In den vergangenen drei Jahren, die ich hier war, ist die Stadt noch einmal schöner geworden. Es ist eine interessante Mischung aus Alt und Neu entstanden und es ist so viel los. Das kulturelle Angebot ist so vielfältig, sei es Musik, Theater oder Oper, ein Besuch der Stadt lohnt sich also auf jeden Fall.

Zu lesen war aber, dass amerikanische Touristen in Sachsen vor allem Dresden besuchen, aus Ihrer Sicht kann man den Abstecher nach Leipzig also auch empfehlen?

Ja klar und 2010 hatte die New York Times Leipzig immerhin auf der Liste der sehenswerten Städte auf Platz 10. Und ich war zu meinem Amtsantritt erstaunt, wie viele Freunde und Bekannte schon einiges von Leipzig wussten. Sie hatten vor allem wegen des Bachfestes und der Messen von Leipzig gehört.

Lassen Sie uns über die Aufgaben des Generalkonsulats sprechen. In der Festschrift zum 185-jährigen Bestehen schrieb Botschafter Philip D. Murphy: Das Herzstück unserer Arbeit ist gleich geblieben: das Knüpfen und Pflegen von Kontakten, die Förderung des Austausches in den Bereichen Politik, Wirtschaft, Bildung und Kultur sowie des gegenseitigen Verständnisses. Wie setzt denn das Konsulat diese Ziele in der täglichen Arbeit um?

Wir haben ein sogenanntes „MeetUS“-Programm mit Schulen, bei dem wir Schulklassen besuchen oder manchmal auch die Klassen hier ins Konsulat einladen. Da reden wir dann je nach Altersstufe über Vorstellungen oder Vorurteile über das Land bis hin zu politischen Themen. Da ist Obama ein schöner Türöffner, um ins Gespräch zu kommen. Oft verknüpfen wir das auch mit einer Lehrerfortbildung am Nachmittag. Selbst die Lehrer machen sich manchmal die Größe des Landes nicht klar. Zum Beispiel ist Montana so groß wie Deutschland, dabei ist Montana nur ein einziger Bundesstaat in den USA. Im Endeffekt geht es darum zu vermitteln, warum Amerikaner so ticken wie sie ticken.Nun ist das der kulturelle Bereich, wie sieht es denn bei Wirtschaftskooperationen aus, welchen Beitrag kann das Konsulat da neben vielen anderen Akteuren leisten?

Wir können häufiger die richtigen Menschen zusammenbringen. Zusätzlich betreuen wir US-Firmen in Mitteldeutschland. Eine mittelständische Firma hatte zum Beispiel das Problem, zwar an einer Güterbahnstrecke zu liegen und auch einige ihrer täglich 50-80 LKW-Lieferungen auf die Schiene verlagern zu wollen, aber die Deutsche Bahn wollte den Streckenabschnitt stilllegen. Wir haben dann den Kontakt ins Verkehrsministerium hergestellt und konnten ziemlich schnell zu einer Lösung gelangen. Auch amerikanischen Bürgern, die hier in der Region wohnen, können wir bei der Suche nach Schulen und solchen Dingen des täglichen Lebens helfen.

Können Sie denn ein Beispiel benennen, wo es zu einer konkreten Zusammenarbeit zwischen Firmen in Sachsen und der USA kam?

Wirklich Kooperationen anzubahnen ist nicht unsere Rolle, aber zum Beispiel ist der Ausbau der Erneuerbaren Energien in den Staaten Teil der Wirtschaftspolitik von Präsident Obama. Zu diesem Zweck waren schon immer mal Staatsmänner und -frauen auch in Sachsen zu Besuch, so wie auch Sven Morlock zu Gesprächen in die USA gereist ist. Es gibt also immer wieder Gespräche über eine Zusammenarbeit in diesem Bereich. Wobei wir auch an der Erstellung eines „Site Selection“-Magazins mitwirken, das US-Unternehmen bei der Standortwahl hilft. Darin stellen wir Vorzüge der Mitteldeutschen Länder dar.

Mich würde auch interessieren, wie Sie interpersonelle Beziehungen zwischen Sachsen und Amerikanern sehen. Während der gesamten Bush-Ära hatte ich das Gefühl, es kam ein leichter Anti-Amerikanismus auf, der sich mit Obamas Amtsantritt abgeschwächt hat. Was hatten Sie denn von Ihrem Vorgänger, was diese Problematik angeht, mitgeteilt bekommen?

Eigentlich machten mich bei meinen Antrittsbesuchen eher die Ministerpräsidenten Tillich und Althaus darauf aufmerksam. Wir haben aber gemerkt, dass trotz der Antipathie gegenüber der Bush-Politik in Deutschland die Menschen weiter an den Vereinigten Staaten als Land interessiert waren. Und als ich 2008 hierher kam war klar, dass es einen neuen Präsidenten geben würde, ob er nun McCain oder Obama heißen würde. Der Neuanfang lag also in der Luft und wir konnten das nutzen, um über das amerikanische Wahlsystem ins Gespräch zu kommen. Auch wenn wir manchmal nicht die Antworten zu Themen wie Afghanistan, SWIFT [Übereinkommen zur Übermittlung von Banktransferdaten, d. Red] oder Guantanamo geben können, die die Leute hören möchten, differenzieren schon die meisten zwischen der Politik und den Gefühlen für das Land.

Um eben auch persönliche Kontakte zu schaffen, gibt es ja auch eine Städtepartnerschaft zwischen Leipzig und Houston im US-Bundesstaat Texas. Diese scheint aber eher friedlich zu schlummern, oder wie ist Ihre Sicht?

Zunächst einmal muss man erklären, dass das nicht nur über die Verwaltungen der Städte läuft, sondern auch über den Verein „Städtepartnerschaft Leipzig-Houston“. Dazu gibt es weitere private Kontakte, unter anderem zwischen der Thomaskirche und einer Kirche in Houston. Eine Stiftung in Houston hat ja auch eines der Fenster der Thomaskirche gestiftet. Auch zwischen der Rice University und der Universität Leipzig gibt es Verbindungen, dazu kommen noch Kontakte des Rotary Clubs, die auch viel machen. Ich würde sagen, es ist sehr wichtig, über Privatkontakte, Vereine oder Kirchen in Verbindung zu stehen. Ich bin schon zufrieden mit der Partnerschaft und der Verein zur Förderung der Partnerschaft hat sich vor 6 Monaten ganz neu aufgestellt und ist sehr engagiert.

Das heißt in Zukunft wird man wohl erleben, dass die Partnerschaft auch wieder mehr in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird?

Ja, davon gehe ich aus. Der Verein hat sich bei unserem 185-jährigen Jubiläum sehr gut präsentiert.

Wie sieht denn nun Ihre persönliche Zukunft aus? Wissen Sie schon, welche Station für Sie die nächste sein wird? Erst einmal werde ich eine einjährige Fortbildung an einer Hochschule in Washington machen. Die ist aber nicht auf eine bestimmte Position ausgerichtet. Das heißt, ich muss Ende Juli, Anfang August schauen, welche Stellen im diplomatischen Dienst für 2012 ausgeschrieben werden, und dann eigene Wünsche angeben. Im Augenblick weiß ich also nur, was ich bis Juni nächsten Jahres tun werde.

Welche Rolle spielen die Sprachkenntnisse, Sie waren ja auch vorher schon im deutschsprachigen Raum in Wien tätig. Gehen Sie davon aus, dass Sie wieder in einem deutschsprachigen Land arbeiten werden?

Es hängt wirklich nur von der Liste ab, Sprachkenntnisse sind eine Grundvoraussetzung und es gibt Intensivkurse, falls man die Sprache eines Landes noch nicht spricht. Als ich im Außenministerium anfing, sprach ich ziemlich gut Französisch, weil ich es studiert habe, dazu etwas Deutsch und ein bisschen Italienisch. Ich habe versucht, in Ländern zu bleiben, wo ich die Sprache schon beherrsche.
In Wien würde ich schon gerne noch einmal arbeiten, das ist auch eine tolle Stadt, auch gegen eine weitere Aufgabe in Deutschland hätte ich nichts. Da sind die Möglichkeiten aber begrenzt, da ich schon Generalkonsulin bin und natürlich die Planstellen auf höheren Ebenen knapp sind. Es müsste dann Frankfurt oder Berlin sein.

Wie sähe denn Ihre absolute Wunschstelle aus?

Da spielen mehrere Faktoren eine Rolle, der Standort, die Tätigkeiten und mit wem man zusammenarbeitet. Es gibt Länder, die wunderschön sind, aber die Arbeit ist nicht so interessant. Ich war bei meiner ersten Station in Haiti, einem Land mit unheimlich vielen Problemen, aber gerade das macht es spannend dort zu arbeiten.
Für viele Kollegen spielen auch private Aspekte eine Rolle, beispielsweise die Möglichkeit, Kinder eine internationale Schule besuchen zu lassen. Manche möchten auch bevorzugt in Entwicklungsländer entsandt werden. Also muss man sehen, wie man das alles für sich ausbalanciert und kann wirklich nur schauen, was von der Liste passt. Mich persönlich interessiert die Arbeit in der politischen Abteilung sehr.

Wie wird denn die Übergabe an Ihren Nachfolger laufen?

Es gibt keine echte Übergabe, da er erst im August hier ankommen wird. Wir bereiten ein so genanntes Briefing Book vor, das ihm einen ersten Überblick verschaffen soll. Letztlich setzt aber jeder Generalkonsul eigene Schwerpunkte. Ich selbst habe versucht, alles ein bisschen abzudecken, es gab auch Vorgänger, die sehr auf die Kultur fokussiert waren. Mark Powell wird sicher einen Weg finden die Arbeit fortzusetzen.

Dann vielen Dank für Ihre Zeit und alles Gute.

Am Mittwoch, den 13. Juli, um 18 Uhr, wird das Spiel der Frauenfußball-WM USA-Frankreich in der Champions Bar im Marriott Hotel übertragen. Auch Katherine Brucker wird sich das Spiel dort ansehen, es wird ihr letzter öffentlicher Auftritt in Leipzig.

„31 places to visit in 2010“ NY Times-Artikel: http://www.nytimes.com

Festschrift 185 Jahre US-konsularische Vertretungen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen: http://photos.state.gov/libraries/leipzig/14360/pdf/185.pdf


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