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Tanz mit der Zeit: Heike Hennig nimmt Abschied von Ursula Cain und Siegfried Prölß

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    Ohne sie wären die Tanzstücke "Zeit - tanzen seit 1927" (2006) und "Zeitsprünge" (2007) nicht denkbar gewesen, die die Leipziger Choreografin Heike Hennig mit Tänzerinnen und Tänzern mehrerer Generationen einstudiert hat. Nun sind Ursula Cain und Siegfried Prölß kurz hintereinander verstorben, teilt Heike Hennig & CO mit.

    Die beiden Einstudierungen, in denen die beiden in hohem Alter noch einmal die Schönheit des Tanzens im Dialog mit jungen Tanzpartnern zeigten, hoben natürlich die Grenzen und Fährnisse des Alters nicht auf. Sie zeigten nur, dass Tanzen keine Angelegenheit der Jugend ist, auch wenn die heutige Gesellschaft in einem wilden Jugendwahn in allen Bereichen lebt. Doch auch das Alter findet im Tanz seine Schönheit und seinen Ausdruck. Und wenn gar Tänzerinnen und Tänzer unterschiedlicher Generationen gemeinsam auf der Bühne stehen, entspinnt sich ein ganz neuer, intensiver Dialog.Doch Ursula Cain, die 1927 in Dresden geboren wurde und einst in der Kinderklasse der Mary-Wigman-Schule das Tanzen lernte und ab 1952 1. Solotänzerin der Leipziger Oper war, starb am 15. Oktober in Leipzig. „Wir trauern um Ursula, ein wunderbarer Mensch mit großer Seele und unbändiger Lebenskraft. Sie hat unsere Stücke mit ihrem Tanz und ihrer Würde unglaublich bereichert mit Weisheit und Humor und einer Schaffenskraft, die ihresgleichen sucht“, erklärt Heike Hennig zu diesem Abschied. „Ursulas leuchtende Augen, ihre Beweglichkeit im Körper und Geiste und ihre sprühende Ausdruckskraft werden wir nicht vergessen.Wenige Tage zuvor, am 9. Oktober, war auch der 1934 geborene Siegfried Prölß gestorben, ebenfalls lange Jahre Solotänzer an der Oper Leipzig. „Auch Siegfried vermissen wir jetzt sehr“, schreibt Heike Hennig. „Sein Lachen, sein Charme, seine körperliche Agilität – es ist nicht fassbar, dass er nicht mehr da ist. Im Umgang mit Menschen war Siegfried herrlich, bereichernd und sprudelnd. Jetzt ist nur der Schmerz, erst später werden wir den wirklichen Verlust spüren.“

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    Mit ihren Stücken „Zeit – tanzen seit 1927“ (2006) und „Zeitsprünge“ (2007) erregte Heike Hennig überregionale Medienresonanz. Nicht nur, weil sie mit den generationenübergreifenden Choreografien Neues wagte, sondern weil sie auch begnadete ältere Tänzer für das Projekt fand, die die Botschaft im Tanz mit Leben erfüllten.

    Heike Hennig: „…es ist ein Gewinn, dies noch einmal gewagt zu haben…, sagten alle vier älteren Tänzer während und nach unserer gemeinsamen Arbeit. Das wird bleiben. Wir danken für dieses gemeinsame Erleben, welches so vielen Zuschauern Lebenskraft und Mut gespendet hat.“

    „Beide Stücke ‚Zeit – tanzen seit 1927‘ und ‚Zeitsprünge‘, natürlich auch der Dokumentarfilm und Buch ‚Tanz mit der Zeit‘ (2007) und unsere Improvisationsabende zwischen den Generationen wären ohne die beiden fantastischen lebenslustigen Menschen nicht denkbar“, sagt sie noch.

    www.heikehennig.de

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