Erinnerung an den Tod von Kamal K.: Zwischen Symbol, neuer Angst und echter Trauer

"Der Bürger" tobt sich ja gerade etwas aus, wenn es um das Thema "Ausländer" geht - ob sie nun welche sind oder Chirurg am Sankt Georg oder schlicht beides - der Anschein beginnt bei manchen bereits wieder zu genügen. Glaubt man den häufiger werdenden Aggressionen im Netz, ist es ist ein wenig wie Anlauf nehmen, das verbale Luftholen vor dem angeblichen "Volkssturm". "Flüchtlinge", "Salafisten", "Kulturbereicherer" und "Asylanten" - die Angst isst längst schon wieder Seelen auf. Die Begriffe haben sich verschärft. Wer Einspruch erhebt, Mut zur Auseinandersetzung fordert, ist ein "Gutmensch". In diesem Umfeld sterben ab und zu auch Menschen.
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Der Gutmensch ist ein naiver Dumpfling, der die Gefahr verneint, wo doch die verschleierten Mörder aus den deutschen Hecken springen. Längst ist die Bezeichnung für manche Menschen klammheimlicher Ersatz für frühere Titel wie „Judenfreund“ oder schlicht „Volksverräter“ geworden. Neue deutsche Härte – meist bei denen, die zu alt sind, noch zum Kriegsdienst herangezogen zu werden. Der Soundtrack vor der Demonstration zum Gedenken an Kamal K. war 2014 kein wirklich guter, egal von welcher Seite man darauf schaute.

Da sind es mal wieder „die Ausländer“, welche gefühlt zu Millionen wie eine biblische Plage in ein verarmtes Land strömen, schwallen und schwappen, die angeblich allesamt und ganz allein so eine Unruhe und Ungemach nach Deutschland bringen. Das überlaufende Fass für die Köpfe nicht weniger – der Wohlstand, an dem längst ganz andere nagen, scheint durch Einwanderung bedroht. Klar, dass dies auch Thema im Vorfeld der Demonstration zum Gedenken an Kamal K. unter dem Titel „Rassismus tötet!“ für die Veranstalter war.

Wo soll die Solidarität herkommen, wenn immer mehr nur bei sich und auf Abwehr gepolt sind? Wie viele würden kommen, nachdem die Zahl 2013 abgenommen hatte?

Die eigentlichen Gründe werden weggedacht, am Ende steht „der Ausländer“, der das Geld kostet, was man schon für die eigenen Kinder nicht mehr habe und so muss er irgendwie weg. Dahin, wo er herkam am besten, denn er ist schuld. Schuld an den jahrelangen Kürzungsrunden bei Löhnen, Sozialstandards, Kulturförderungen, Bildungsetats. An der Finanzkrise, den stattgefundenen Kriegen und ihren Folgen bis heute sowieso. Der Ausländer hat’s gemacht – auch wenn er noch gar nicht in Deutschland, an der Spitze spekulierender Banken oder im Kampfjet oder bei den Bodentruppen war. Wer das nicht sieht, ist ein Sozialromantiker, Werterelativierer und Linksfaschist.
Woran Kamal K. schuld gewesen sein soll, ist vollkommen unklar. Er war 19 Jahre alt – wenig Zeit wirklich schuldig zu werden. Sein Mörder rund 30 Jahre.

Etwa 1.000 kamen 2014 trotz all dieser netz-wabernden Etiketten auf den Leipziger Marktplatz und an die Gedenktafel für Kamal K.. Vorrangig linksalternative, junge Menschen, an Breite fehlt es der Gedenkdemo nach wie vor. Sie kamen, zumindest die meisten, um am 25. Oktober daran zu erinnern, was vor vier Jahren auf dem Vorplatz des Leipziger Hauptbahnhofes geschah. Als noch keine „Flüchtlingswelle“ über Deutschland hereinbrach, als mancher schon annahm, das mit „den Rechten“ sei lange vorbei und die Finanzkrise ebenso. Kamal K. hatte gerade die späte Pubertät vor sich, als er niedergestochen wurde. Eine ganze Menge überraschendes Leben lag noch vor ihm, doch seine Begegnung mit einem wenige Tage vorher aus der Haft entlassenen eingefleischten Neonazi samt Saufkumpan war mehr als „falscher Ort und falscher Zeitpunkt“.

Es war schon da, vor vier Jahren die Spitze eines Dilemmas. Um Schuldkomplexe, Abwehrverhalten, soziale Ungerechtigkeiten samt der zwangsläufigen Verlierer, wie der Täter dieser Nacht. Und eine oft genug so einfach ausführbare, hassgeleitete Übertragung aller eigenen Frustrationen auf einen anderen, vollkommen fremden Menschen. In einem Ausbruch nach jahrelangem Irrlauf unter einer etablierten Volksdroge namens Alkohol. Was als Frage auch bis heute blieb – er kam aus der Haft offenbar, wie er hineinging – nur älter und noch aggressiver.
Bei der Zwischenkundgebung fühlte sich ein Redner am Richard Wagner-Platz bemüßigt, betonen zu müssen, dass Kamal K.’s Familie nichts gegen die demonstrative Art der Erinnerns einmal jährlich hat. Ein Versuch, den, der sich nicht mehr wehren kann, nicht auf einen Märtyrerthron zu setzen. Der Thron wäre auch der falsche Platz. Kamal K. starb geradezu schrecklich banal im Zentrum von Leipzig – da wo sonst die Einkaufstüten wandern und flanieren. Wenn man vor dem Gedenkstein steht, muss man fast zwangsläufig daran denken, wie ein noch existierendes Leben aus einem anderen Kind einen Täter mit einem Messer in der Hand gemacht hat. Ein Leben, was in einer voraussichtlich lebenslangen Sicherungsverwahrung endete. Und ein anderes, welche keine Richtung mehr haben kann.

Vier Jahre danach stellt sich die Frage, was seither besser geworden sein sollte. Die Schulabbrecherquote ist unvermindert hoch, soziale Bildung noch immer ein Randthema auch an den höheren Bildungsanstalten und die Aggressionen haben sich in wachsender Existenzangst weiter in die Mitte vorgearbeitet. Der „Circle of Violence“ dreht sich immer noch und die Schlagzahl hat sich weltweit weiter erhöht.

Der Gedenkstein steht ein wenig wegeinwärts im Freigelände an der Richard-Wagner-Straße. Gegenüber dem Leipziger Hauptbahnhof, auf der Höhe der Gebäude, wo lange Jahre die Touristinformation Leipzigs saß. Eigentlich ein guter Ort, um darüber nachzudenken, was es eigentlich bedeuten sollte, wenn sich Menschen begegnen. Kamal K. war und ist Leipziger, er hat hier gelebt und ist hier gestorben. Mehr Identität war in dieser Stadt noch nie notwendig, um es sogar bis in die Geschichtsbücher zu schaffen.

Eine wertungsfreie Randbegegnung am Schluss

Ein Mann, der für ein Touristenbusunternehmen auf der Richard-Wagner-Straße Flyer verteilt und dabei die Demonstrationsszenerie beobachtet, ist irgendwie zwiegespalten. „Richtig war das nicht, was sie mit dem Kleenen gemacht haben, aber das Brimborium hier drumrum. Und haste schon mal in der Bimmel erlebt, was passiert, wenn Du einen von denen anschaust? Dann hörste: Was glodstn so!?“

Kurz nachdem die Demo weiterzieht, haben die Busse des Unternehmens, für das er arbeitet, den vorher blockierten Platz auf der Straße wieder eingenommen und freuen sich auf Fahrgäste.

Zum Artikel vom 25. Oktober 2014 auf L-IZ.de

Rassismus tötet: Erneute Demonstration in der Innenstadt

Zum Artikel vom 25. Oktober 2013 auf L-IZ.de

„Mein Bruder wird nicht der letzte gewesen sein“: 200 Menschen gedenken Naziopfer Kamal

Zum Artikel vom 23. Januar 2012 auf L-IZ.de

Kamal K., das war Mord: BGH verwirft Revision, Urteil ist rechtskräftig


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