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Legida trifft sich auf dem Weihnachtsmarkt

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    Das Rätselraten um den Kundgebungsort von Legida am heutigen Montagabend hat ein Ende: Es wird überhaupt kein Aufmarsch stattfinden – zumindest kein angemeldeter. Stattdessen möchte Orgachef Markus Johnke mit seinen Anhängern auf dem Weihnachtsmarkt Glühwein trinken. Die Gegenkundgebung an der Moritzbastei startet dennoch wie geplant um 18 Uhr.

    Bereits Anfang des Monats hatte das Ordnungsamt darüber informiert, dass die im Zeitraum vom 30. November bis 21. Dezember geplanten Legida-Kundgebungen nicht auf dem Refugees-Welcome-Platz stattfinden dürften. „Weihnachtsgeschäft, Weihnachtsmarkt, Tourismus in der Weihnachtszeit und der stark frequentierte ÖPNV in diesen Wochen sollen möglichst unbeeinträchtigt bleiben“, hieß es in einer Pressemitteilung der Behörde. Als alternativer Versammlungsort sei der Bayrische Platz beschieden worden.

    Gegen diese Entscheidung regte sich Widerstand. Zum Abschluss der Legida-Demo am vergangenen Montag hatte Orgachef Markus Johnke einen Verbleib auf dem Refugees-Welcome-Platz in Aussicht gestellt: „Bis jetzt sieht es so aus, dass wir hier sind, aber eine andere Route laufen.“ Daraus wurde jedoch nichts. Das Verwaltungsgericht Leipzig bestätigte die Entscheidung des Ordnungsamtes.

    Anstatt vor das Oberverwaltungsgericht Bautzen zu ziehen, veröffentlichte Johnke daraufhin auf der Facebookseite von Legida ein Video: „Wir sind auf dem Weihnachtsmarkt und trinken mit euch zusammen einen Glühwein“ Zu erkennen sei Johnke an der roten Weihnachtsmütze, die er bereits im Video trägt. Die Polizei teilte auf Anfrage mit, dass man sich auf die neue Gemengelage einstellen werde. Wie geplant soll um 18 Uhr die Gegenkundgebung von „Leipzig nimmt Platz“ an der Moritzbastei stattfinden. Grünen-Bundesvorsitzender Cem Özdemir hat angekündigt, trotz der Absage von Legida in Leipzig zu erscheinen.

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    8 KOMMENTARE

    1. „Aber ihr Leben scheint sich jahrzehntelang nur um kalte Zahlen gedreht zu haben, sie wirken so dermaßen verkniffen und verbittert, dass es einem leid tun kann.“

      Ich kann Sie beruhigen, mir geht es eigentlich recht gut. Ich bin weder verkniffen, noch verbittert, war nie arbeitslos, habe rechtzeitig mein Berufsleben beendet (mit 62 Jahren), bin mit meiner Rente zufrieden und ein sehr humorvoller Mensch. Ab und zu versuche ich das in meine Beiträge einfließen zu lassen.

      Falls Sie es noch nicht bemerkt haben, von mir erfolgen fast nur Beiträge zu Themen, wo es um Geld geht. Meinetwegen aus ihrer Sicht um Zahlen.

      Wissen Sie eigentlich wie viele Menschen auf der Erde Ihr Geld mit diesen angeblich so kalten Zahlen verdienen?

      Wer ein Unternehmen gründet und kümmert sich nur wenig um diese angeblich so kalten Zahlen, der wird bald sein blaues Wunder erleben.

      In der ganzen Welt dreht sich fast alles um Zahlen, um Geld. Haben Sie das noch nicht bemerkt?

      Es ist für mich immer wieder erstaunlich, welche „Angst“ viele Menschen vor Zahlen haben. Nicht nur beim Blick auf den Kontostand. Wahrscheinlich deshalb, weil Zahlen nicht lügen.

      Vielleicht wäre es ganz gut, wenn Sie meine Beiträge etwas weniger verbissen, also aus einer anderen Sichtweise, lesen würden.

    2. Wenn hier immer nur das geschrieben werden würde, was sie erwarten, lieber Klaus, dann würde ich schon lang nicht mehr mitlesen. Ich frag mich eh,warum sie sich ausgerechnet diese Zeitung als Lektüre ausgesucht haben,ihren Kommentaren nach scheint ihnen kaum einer der Artikel zu gefallen. Ganz zu Schweigen von den hier schreibenden Journalisten,denen sie ja gern jegliche Kompetenz absprechen.
      Ich hab ihnen ja schon des Öfteren versucht zu erklären, dass ich sie auf keinen Fall persönlich angreifen will mit dem was ich schreibe. Aber ihr Leben scheint sich jahrzehntelang nur um kalte Zahlen gedreht zu haben, sie wirken so dermaßen verkniffen und verbittert, dass es einem leid tun kann. Müssen sie denn immer nach etwas negativem suchen, können sie nicht einfach mal mit sich und ihren Mitmenschen zufrieden sein? Und damit meine ich nicht ihre ständigen Lobhudeleien auf ihr eigenes Werk und ihre angeblich Staatsgefärdenden Informationen und Kontakte.
      Oder um es kurz zu sagen: sie sind nicht der Mittelpunkt der Welt. Aber sie sind ein Teil davon. In diesem Fall eben der Teil, der mit diesem „Kosenamen“ für einen Platz nicht einverstanden ist. Das ist ihr gutes Recht. Mehr aber auch nicht. Ich finde den Namen gerade an diesem Tag wichtig. Und da auch ich Teil dieser Welt bin ist das eben mein gutes Recht. Das muss weder ihnen gefallen noch muss es von irgendwem geregelt werden. Das sind einfach nur zwei verschiedene Meinungen von Lesern dieser Zeitung. Sollen deshalb zwei Versionen rausgebracht werden, nur damit jeder sein Recht bekommt?
      Lieber Klaus, ganz ernst gemeint: nehmen sie doch nicht immer alles so schrecklich ernst und persönlich. Ist das Leben nicht auch so schon schwierig genug? Sagen sie doch einfach mal was nettes zu ihren Mitmenschen,sie würden sich wundern wie schön das sein kann. Ich wünsche ihnen trotz allem eine schöne Vorweihnachtszeit. Und empfehle die Weihnachtsgeschichte von Charles Dickens. Eine sehr lehrreiche Geschichte für allzu verkniffene Sichtweisen.

    3. Unfair und unseriös ist es allen gegenüber, die eine ordnungsgemäße Verwendung von Bezeichnungen wie Namen für selbstverständlich halten. Dabei ist es für mich egal, wer noch diesen Unfug mitmacht.

      Eine solche seriöse Berichterstattung erwarte ich von einen Journalisten. Auch in Leipzig. Besonders in Leipzig.

    4. Wem gegenüber ist es denn unfair, die Bezeichnung „Refugees-Welcome-Platz“ zu verwenden? Legida? In seinem aktuellen Video verwendet Herr Johnke die Bezeichnung selbst. Ihn und seine Anhänger sollte es also nicht stören.

      Abgesehen davon wissen Sie doch, welcher Platz gemeint ist. Wozu also die Aufregung? Dass die Bezeichnung außerhalb des Legida-Kontextes keine Verwendung findet, sollte auch die Frage nach dem „Warum“ beantworten.

    5. Nein so meine ich das nicht. Sie möchten doch auch nicht mit „Lügen – Loch“ bezeichnet werden? Noch einmal. Weshalb verwenden Sie nicht den richtigen Namen dieses Platzes? Oder halten Sie nichts von fairer Berichterstattung? Bitte als Antwort keine politische Lehrstunde! Auch deshalb nicht, weil mein Anliegen keinen politischen Hintergrund hat.

    6. Hallo R.L. und hallo K.,
      schon oft konnte ich genüsslich seufzen: „ich liebe das Forum“. Ich hab kein Facebuch und so, bestimmt ist das genauso unterhaltsam.
      Jedenfalls scheint mir, Herr Loch lebt in einer Parallelwelt, denn parallel zum richtigen Namen benutzt er ja diesen von jemandem selbst erdachten Namen. Und anderen geht es auch so mit der Parallelwelt. In der Bimmel höre ich z.B. immer „Platz der friedlichen Revolution. Oder oft wird liebevoll von der Karli gesprochen. Und so gibt es eben auch Leute, die sich gern international geben und lieber denglisch reden.
      Aber es gibt doch auch echte Probleme. Leider.

    7. dem Refugees-Welcome-Platz stattfinden …

      Da dieser Platz nicht im Stadtplan enthalten ist, wäre es zu begrüßen, wenn man sich auch daran hält. Weshalb erfolgt das nicht, Herr Loch? Haben wir den in Leipzig Narrenfreiheit?

      Demnach ist ihre Aussage auch falsch, dass das Ordnungsamt darüber informiert hat. Das Ordnungsamt hält sich an Regeln, wie beispielsweise an offizielle Namen von Straßen und Plätzen.

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