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Ein Aufruf zum „Haltung zeigen“: Montag, 10. Januar 2022, ab 17:30 Uhr

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    Vor fünf Jahren haben wir es in Leipzig geschafft, die Rechtsnationalisten um Pegida/Legida von der Straße zu bringen. Jetzt versuchen die Rechtsextremisten die Corona-Krise zu nutzen, um ihr gefährliches Spielchen vom „Systemwechsel“ von Neuem zu beginnen. Die Gruppen heißen nicht mehr Legida, sondern Bewegung Leipzig, Freies Sachsen, III. Weg, Querdenken. Man muss nicht lange suchen, um zu entdecken, wess‘ Geistes Kinder sich dahinter verbergen. Das sollten, können, müssen auch alle wissen, die sich an den montäglichen „Spaziergängen“ beteiligen oder die Absicht haben, da mitzumachen.

    Durchaus berechtigte Kritik an Corona-Schutzmaßnahmen ist für diese Gruppen nur ein Vorwand. Diejenigen, die „Wir sind das Volk“, „Widerstand“ oder „Frieden, Freiheit, keine Diktatur“ in den abendlichen Himmel schreien und zur Tarnung noch Weihnachtslieder singen oder Gebete sprechen, haben nichts anderes im Sinn, als ihren nationalistischen Autokratiephantasien freien Lauf zu lassen.

    Es gehört zur sog. Verharmlosungsstrategie der Rechtsnationalisten, Demokratie-Symbole der „Friedlichen Revolution“, aber auch Anliegen der Kirche zu missbrauchen, um so die wahren Absichten zu verschleiern.

    Was am Ende dieses gefährlichen politischen Treibens steht, konnte jeder am 06. Januar 2021 beim Sturm der Trump-Anhänger auf das Capitol in Washington mit Schrecken verfolgen. Gestern wurde dieses Angriffs auf die Demokratie gedacht.

    Es ist an der Zeit, Haltung zu zeigen – am Montag, 10. Januar 2022, ab 17.30 Uhr.

    Gisela Kallenbach, Initiatorin der „Leipziger Erklärung – Ihr seid nicht das Volk“ betont: „Nicht nur der Ruf unserer Stadt steht auf dem Spiel, wenn aus rechtsradikalen Kreisen für ein konzentriertes Treffen am nächsten Montag mobilisiert wird. Das bisher schon wahrnehmbare aggressive Auftreten der vermeintlichen Verfechter von Demokratie und Freiheit gefährdet den Frieden und die Gemeinschaft in unserer Stadt.“

    Und weiter so Kallenbach: „Es wird höchste Zeit, dass wir mit stillem Protest zeigen, dass eine Mehrheit in unserer Stadtgesellschaft für Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Freiheitsrechte der Gemeinschaft eintritt. Egoistische Individualrechte sind nicht geeignet, die gemeinschaftlichen Anstrengungen zum Schutz der Gesundheit durchzusetzen.“

    Christian Wolff vom „Aufruf 2019“ führt aus: „Ich sehe etliche Corona-Schutzmaßnahmen kritisch, bin auch kein Freund einer Impfpflicht. Aber niemals käme ich auf die Idee, gemeinsame Sache mit Gruppen wie „Bewegung Leipzig“ oder „Querdenken“ zu machen. Die Demokratie lässt viele Einwirkungsmöglichkeiten zu, um unterschiedliche Positionen zu debattieren und um für eigene Ziele einzutreten. Wichtig ist, dass wir die Corona-Schutzmaßnahmen auf das unbedingt Notwendige beschränken und sie mit grundlegenden Reformen vieler Bereiche unserer Gesellschaft verbinden.“

    Treffpunkte für die Versammlungen sind: Augustusplatz (10 Gruppen á 10 Personen), Marktplatz, Nikolaikirchhof, Thomaskirchhof (Nord- und Südseite), jeweils ab 17.30 Uhr.

    Wer am Thomaskirchhof mitmachen kann, möge sich bitte bei mir (info@wolff-christian.de) kurz melden. Es gelten die Corona-Regeln: Maske tragen, Abstand halten.

    Zum Blog von Christian Wolff

    Weiterführende Information:
    https://platznehmen.de/2022/01/06/das-ende-der-geduld/

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