Die Staatsanwaltschaft Leipzig und die Polizeidirektion Leipzig führten in einem Fall des sogenannten „Friends-Scamming“ erfolgreich Ermittlungen durch, welche zum Erlass eines Haftbefehls gegen den Tatverdächtigen und dessen Festnahme in den Niederlanden führten. Das Scamming begann im Juli 2025 mit dem Betreten einer Arztpraxis im Leipziger Stadtgebiet. Der spätere Tatverdächtige (63, deutsch) trat dabei gegenüber einer Ärztin als Privatpatient unter einem falschen Namen auf.

Der 63-Jährige gaukelte der Ärztin unter Verwendung verschiedener Legenden insgesamt sieben Mal wahrheitswidrig vor, kurzzeitig Geldbeträge zu benötigen. Dabei gab er unter anderem bewusst wahrheitswidrig an, Polizist bei Interpol zu sein, eine Ausbildung als Opernsänger zu haben, in Tunesien Hunde zu retten und aufgrund verschiedener Erkrankungen und vermeintlich notwendigen Operationen die finanzielle Hilfe der geschädigten Ärztin zu benötigen.

Der Tatverdächtige erlangte fortlaufend das Vertrauen der Ärztin und veranlasste sie dadurch insgesamt 200.000 Euro an den Tatverdächtigen auszuhändigen – im Glauben daran, dem Patienten freundschaftlich zu helfen.

Danach verschwand der Tatverdächtige und setzte sich zunächst ins Ausland ab. Die Ärztin brachte den Betrug zur Anzeige.

Nach umfangreichen Ermittlungen der Kriminalpolizeiinspektion Leipzig konnte der Tatverdächtige in den Niederlanden aufgespürt, schließlich Mitte Mai 2026 durch niederländische Polizisten festgenommen werden und soll nunmehr in die JVA Leipzig überführt werden. Die Ermittlungen dauern an.

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