Nach einem Raubdelikt in Plagwitz nahm die Leipziger Polizei einen 16-Jährigen fest, der mittlerweile in Haft ist. Und: Auch im Falle eines mutmaßlichen Strom-Saboteurs wird ein Ermittlungserfolg vermeldet. Die LZ fasst zusammen, was am Dienstag, dem 8. September 2026, in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.

Leipzig: Teenager (16) wegen Raubverdachts verhaftet

Nach einem Raubdelikt in der Nacht zum Montag meldet die Polizeidirektion Leipzig einen schnellen Fahndungserfolg: Ein 16-Jähriger ist nach Angaben von Behördensprecherin Josephin Sader gefasst und inzwischen in U-Haft genommen worden.

Vorausgegangen sei die Unterhaltung des mutmaßlichen Räubers mit dem späteren Tatopfer (21) an einem Hauseingang in der Plagwitzer Siemensstraße. Der 16-Jährige, der mit zwei Begleitern (16, 18) vor Ort war, soll auf den fünf Jahre älteren Mann eingeschlagen, ihm Tasche und Jacke entwendet haben. Das Opfer wurde durch den Übergriff leicht verletzt.

Polizisten stellten das Trio im Zuge einer Tatortbereichsfahndung, darunter auch den mutmaßlichen Schläger. Gegen den Teenager erließ ein Ermittlungsrichter Haftbefehl. Die Ermittlungen wegen eines Raubdelikts dauern an.

Nahe Aachen: mutmaßlicher Stromnetz-Saboteur gefasst

In einem weiteren Fall von freilich ganz anderer Tragweite gibt es ebenfalls einen möglichen Durchbruch: Wie die Tagesschau berichtet, konnte in der Nähe eines Aachener Kraftwerks ein Mann dingfest gemacht werden. Seit Tagen hatten die Behörden mit Haftbefehl öffentlich nach dem 48-Jährigen gefahndet, der sich nach ihren Angaben widerstandslos festnehmen ließ.

Daniel V. wird nach jetziger Kenntnis mit versuchten bzw. vollendeten Anschlägen auf das Stromnetz in Verbindung gebracht. Hierzu soll er Bekennerschreiben verfasst haben. Als Motiv wird die Ablehnung fossiler Brennstoffe vermutet. Am Zelt des 48-Jährigen sollen weitere Sprengsätze entdeckt worden sein. Auch hier dauern die Ermittlungen an.

Worüber die LZ heute berichtet hat:

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Was sonst noch so los war:

Die Behörden machten einen Späti im Leipziger Norden zwangsweise dicht.

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Kalenderblatt: Verehrt und verachtet – vor 23 Jahren stirbt die Regisseurin Leni Riefenstahl

Sie war genial, selbstbewusst, produktiv, narzisstisch, rätselhaft: Am 8. September 2003 stirbt die bekannte Filmemacherin Leni Riefenstahl kurz nach ihrem 101. Geburtstag in Pöcking am Starnberger See. Die monumentale Ästhetik ihrer Werke war innovativ, atemberaubend, bahnbrechend. Doch wegen ihrer Funktion als Parteitags- und Starregisseurin Hitlers („Triumph des Willens“, 1934) bekam Riefenstahl zeitlebens den Vorwurf zu hören, ihr bereitwilliges Tun habe dem Faschismus seine eindrucksvollsten Propagandabilder geliefert.

Dieser Ruf sollte wie Pech an ihr kleben. Wohl auch, weil sie die selbstkritische Auseinandersetzung mit der fatalen Allianz zwischen Kunst und verbrecherischer Politik nie ernsthaft führen wollte. Als das Herz von Riefenstahl, die nach 1945 als Fotografin reüssierte, in ihrer Villa für immer stehenbleibt, endet das Jahrhundertleben einer Frau, die bis heute ebenso legendär wie polarisierend ist.

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