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Verlorengegangenes sucht ab heute über eine Auktion des Fundbüros neue Besitzer. Der Weg zur Schule wird in Wahren künftig sicherer, in Mockau und Markkleeberg müssen Straßen gesperrt werden, weil die Wasserwerke mit Baggern anrücken. Eine spannende Ausstellung lädt zu Reisen durch den menschlichen Körper ein – und die Deutsche Nationalbibliothek kündigt Kürzungen bei ihren Serviceleistungen an.

Straßensperrungen führen zu Umleitungen

Autofahrer in Leipzig und Markkleeberg müssen sich ab heute auf zwei neue Vollsperrungen einstellen. In Leipzig beginnen Arbeiten an der Straße Zu den Wiesen im Stadtteil Mockau-Süd. Betroffen ist der Abschnitt zwischen Am Tore und Beuthstraße.

Die Leipziger Wasserwerke führen dort bis zum 30. Oktober Arbeiten an ihrer Infrastruktur durch. Damit startet am heutigen Montag eine längerfristige Verkehrsmaßnahme, die sich über mehrere Wochen erstreckt und insbesondere für Anwohner, Lieferverkehr und die örtliche Verkehrsführung von Bedeutung ist.

Auch in Markkleeberg kommt ab heute eine neue Sperrung hinzu. Dort wird die Rilkestraße vollständig für den Verkehr gesperrt. Nach der amtlichen Baustellenübersicht des Landkreises ist die Maßnahme bis zum 14. August vorgesehen. Grund für die fünftägige Vollsperrung ist der Austausch von Abwasserschachtgehäusen.

Schule in Wahren wird vom Autoverkehr entlastet

An der Schule am Auensee in Leipzig-Wahren gilt ab heute eine neue Verkehrsregelung: Ein Abschnitt der Stahmelner Straße wird erstmals als sogenannte Schulstraße ausgewiesen. Die Regelung gilt künftig montags bis freitags jeweils von 7:30 bis 8:30 Uhr. In dieser Zeit ist die Durchfahrt verboten. Die Stadt will damit den Straßenraum während der morgendlichen Bringzeit von vermeidbarem Kfz-Verkehr entlasten und die Sicherheit der Kinder auf ihrem Schulweg erhöhen.

Ein uneingeschränktes Fahrverbot für sämtliche Autos bedeutet die Umwidmung als Schulstraße allerdings nicht. Die städtische Verkehrsregelung sieht Ausnahmen u. a. für Rettungsdienste, Polizei und Feuerwehr vor.

Der Einführung vorausgegangen ist eine längere Diskussion über die Verkehrssicherheit rund um die Grundschule. Am 19. September 2025 hatten Eltern, Schülerinnen und Schüler mit einem Aktionstag unter dem Motto „Schulstraße her – weniger Verkehr!“ auf die Situation aufmerksam gemacht. Nach Darstellung der Eltern bereitete vor allem der Verkehr in der Stahmelner Straße und Linkelstraße am Morgen unmittelbar vor Schulbeginn Probleme.

Das tägliche Zeitfenster von 7:30 bis 8:30 Uhr umfasst gezielt die besonders sensible Phase vor Unterrichtsbeginn. Neben Durchgangsverkehr behinderten vor allem auch die oft als „Eltern-Taxis“ bezeichneten Autos, die zum Aussteigen der Kinder direkt vor dem Schulgebäude hielten. Das ist mit der neuen Regelung nun nicht mehr möglich.

Ab heute kommen die Kinder im Stadtteil Wahren sicherer zur Schule. Screenshot: Google Maps

War’s mal meins, ist es bald deins

Und plötzlich ist er weg, der Schirm. Doch nicht nur kleine Gegenstände des Alltags gehen verloren. Auch Instrumente, Handwerkerkisten oder Schmuckstücke landen nach Verlust im Idealfall beim Fundbüro. Die Stadt Leipzig startet heute eine neue Online-Versteigerung von Dingen, nach denen sich die einstigen Besitzer nicht erkundigt haben.

Die werden nun über die Plattform Zoll-Auktion angeboten. Grundlage ist eine amtliche Mitteilung im elektronischen Leipziger Amtsblatt Nr. 13/2026. Zum Verkauf kommen Fundsachen, für die die sechsmonatige Aufbewahrungsfrist gemäß § 973 BGB abgelaufen ist. Das Ordnungsamt lässt solche Gegenstände in regelmäßigen Abständen öffentlich im Rahmen einer Onlineauktion versteigern.

Ansprüche auf die zur Versteigerung freigegebenen Fundsachen konnten laut Bekanntmachung bis zum 07.08.2023, 12:00 Uhr, beim Fundbüro in der Prager Straße 130, 04317 Leipzig, geltend gemacht werden. Das Fundbüro ist unter der Telefonnummer 123-8400 erreichbar.

Wer also seinen vom Wind verwehten Hut nun im Katalog der Auktion wiederfindet, kann nur noch darauf hoffen, dass sich kein wohlhabenderer Bieter findet und ihn künftig sein Eigen nennt. Weitere Informationen stellt die Stadt Leipzig auch unter www.leipzig.de/fundbuero bereit.

Nicht alles, was verloren geht, bleibt für immer verschwunden. Symbolfoto: Marie Sjödin / Pixabay

Der Mensch, das unbekannte Wesen

Ab heute können Sie sich wie eine kleine Laus fühlen, die anderen über die Leber läuft. Das Allee-Center in Grünau lädt bis zum 22. August zu Entdeckungsreisen durch den menschlichen Körper ein. Ein Besuch der interaktiven Erlebnisausstellung „Faszination Mensch – Eine Expedition in deinen Körper“ ist während der regulären Öffnungszeiten des Centers möglich: montags bis samstags 10:00–19:00 Uhr.

Statt einer klassischen Präsentation hinter Vitrinen erwartet die Besucher in Grünau eine Mitmach- und Experimentierausstellung. Veranstalter EuroScience gibt für die aktuelle Version sechs Ausstellungsbereiche mit rund 45 interaktiven Stationen an. Inhaltlich geht es um Anatomie, Stoffwechsel, Sinne, Bewegung und Gesundheit. Die einzelnen Bereiche tragen die Namen „Leben und Staunen“, „Fühlen und Denken“, „Leisten und Lieben“, „Laufen und Springen“, „Berühren und Spüren“ sowie „Ernähren und Atmen“.

An den Stationen können Besucher unter anderem den Blutkreislauf näher betrachten, die Anatomie der Hand erkunden, Reaktions- und Gehirnfunktionen testen und Wärmebilder des eigenen Körpers erzeugen. Darüber hinaus wird anschaulich vermittelt, wie Verdauung, Muskeln, Skelett und Herz funktionieren.

Konzipiert wurde „Faszination Mensch“ insbesondere für Kinder, Jugendliche und Familien. Die Inhalte sind intuitiv und spielerisch zugänglich. Für Schulklassen, Vereine und andere Gruppen werden kostenlose Führungen angeboten, bei denen zusätzliche Informationen zu den verschiedenen Ausstellungsbereichen vermittelt werden. Dafür ist aus Kapazitätsgründen jedoch eine vorherige Anmeldung bei der Kundeninformation des Allee-Centers erforderlich. Diese ist unter 0341 426850 sowie per E-Mail an kontakt@allee-center-leipzig.de erreichbar.

Eine Anmeldung für Einzelbesucher ist nicht erforderlich. Das Allee-Center befindet sich in der Ludwigsburger Straße 9 und ist mit den Straßenbahnlinien 1, 2, 8 und 15 sowie den Buslinien 61, 65, 66 und 161 und der S-Bahn-Linie 1 erreichbar. Zudem stehen nach Angaben des Centers 1000 kostenlose Stellplätze im eigenen Parkhaus zur Verfügung.

Eine der interaktiven Mitmachstationen im Allee-Center. Foto: EuroScience

Zeit in Bücherei wird knapper

Die Deutsche Nationalbibliothek (DNB) in Leipzig verkürzt ab heute ihre Servicezeiten. An den Schaltern des Standorts am Deutschen Platz 1, 04103 Leipzig, stehen die Mitarbeiter künftig montags bis freitags von 9:00 bis 18:00 Uhr zur Verfügung. Die DNB kündigt die Änderung auf ihrer Website ausdrücklich als „Kürzung der Servicezeiten ab 10. August 2026“ an.

Von der Einschränkung zu unterscheiden sind die allgemeinen Öffnungszeiten der Bibliothek: von Montag bis Freitag 9–22 Uhr sowie am Samstag 10–18 Uhr. Nutzer können sich somit auch nach dem Ende der Servicezeit in der Bibliothek aufhalten. Betroffen sind somit insbesondere Leistungen im Zusammenhang mit Anmeldung und Benutzung sowie Ausleihe/Bereitstellung und Beratung.

Die Deutsche Nationalbibliothek bezeichnet sich als „zentrale Archivbibliothek Deutschlands“ und unterhält Standorte in Leipzig und Frankfurt am Main. Seit 1913 ist es Aufgabe der in Leipzig gegründeten Einrichtung, sämtliche Medienwerke in deutscher Sprache aus dem In- und Ausland zu sammeln, zu archivieren und zu katalogisieren.

Nach dem Krieg machte es die Teilung Deutschlands erforderlich, im Westen des Landes eine eigene Niederlassung zu errichten. Im Zuge der Wiedervereinigung wurde entschieden, beide Standorte zu erhalten und auszubauen.

Die Deutsche Nationalbibliothek schränkt ihren Service ein. Foto: Benjamin Weinkauf

 

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