Artikel zum Schlagwort Deutsche Einheit

Tag der deutschen Ignoranz

Wie der MDR sich immer noch darüber wundert, dass sich Ostdeutsche als Ostdeutsche fühlen

Foto: Ralf Julke

Für alle Leser„Tag der deutschen Ignoranz“, so darf man das wohl nennen, was da am 3. Oktober teilweise wieder zelebriert wurde mit falschen Erklärungen zur Deutschen Einheit. Oder Wiedervereinigung. Egal, wie man das nennt. Das war schon 1990 eine Schimäre, ein bloßer bürokratischer Akt mit einer unheimlichen nationalistischen Note. Man klatscht nicht mit nationalen Mythen zusammen, was sich das Gemeinsame erst erarbeiten muss. Weiterlesen

In der Sackgasse des Verdrusses

Gastkommentar von Christian Wolff: Dumm ist, wer den Dank vergisst

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserMit diesem einprägsamen Satz eröffnete 1997 der damalige Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Klaus Engelhardt, seine Predigt im zentralen ökumenischen Gottesdienst zum Tag der Deutschen Einheit. Zwanzig Jahre später, einen Tag nach dem Erntedankfest und wenige Stunden vor dem 3. Oktober 2017, hat der Satz nichts von seiner Prägnanz verloren: Denn wer sein Leben ohne die Perspektive der Dankbarkeit betrachtet, landet fast zwangsläufig in der Sackgasse des Verdrusses. Von diesem Verdruss – weniger über die Politik, als über das eigene Leben – ist am 24. September 2017 durch das Wahlergebnis ganz viel an die Oberfläche Weiterlesen

Zum Tag der Deutschen Einheit: Leipziger Delegation in Krakau

Leipzigs polnische Partnerstadt Krakau ist vom 1. bis 4. Oktober Ziel einer Delegation unter Leitung von Oberbürgermeister Burkhard Jung. Der Gruppe gehören Repräsentanten aller Fraktionen des Leipziger Stadtrates, des Jugendparlaments, Wirtschafts- und Tourismusexperten sowie Persönlichkeiten mit einem besonderen deutsch-polnischen Bezug, wie zum Beispiel Friedrich Magirius, Krakauer Ehrenbürger, und Markus Kopp, polnischer Honorarkonsul, an. Weiterlesen

„Demokratie Jetzt. Der schwierige Weg zur deutschen Einheit“ – Buchvorstellung und Podiumsgespräch am 13. Oktober

Mit dem „Aufruf zur Einmischung in eigener Sache“ und den „Thesen für eine demokratische Umgestaltung in der DDR“ gründete sich am 12. September 1989 die Vereinigung Demokratie Jetzt. Sie war eine der wichtigen Oppositionsgruppen, die im Herbst 1989 die Friedliche Revolution auf den Weg brachten und gestalteten. Der Mitbegründer Gerhard Weigt hat nun ein Buch über die Geschichte der Bürgerbewegung Demokratie Jetzt geschrieben, bei der er auch die Vorgeschichte sowie den Verlauf der Friedlichen Revolution intensiv beleuchtet. Weiterlesen

„Gehört zur Demokratie“

Gastkommentar von Christian Wolff: Dresden, ein Desaster – aber die CDU begreift nichts

Foto: L-IZ.de

Bedrückender geht es eigentlich nicht mehr: Da kam es am Tag der Deutschen Einheit, am 3. Oktober 2016, zu von der Polizei und dem Ordnungsamt Dresden zugelassenen, womöglich geförderten Pöbelszenen von Pegida und AfD-Anhänger/innen in der Dresdner Innenstadt. Diese war an diesem Tag angeblich für alle Kundgebungen und Demonstrationen gesperrt – nicht aber für Lutz Bachmann, der offensichtlich über eine Standleitung, zumindest über beste Beziehungen zur Polizei verfügt. Er und einige hundert Menschen durften ihre Hassparolen den Gottesdienstbesucher/innen auf dem Weg zur Frauenkirche entgegenbrüllen – darunter die entlarvende Parole „Merkel nach Sibirien, Putin nach Berlin“. Weiterlesen

In Sachsen fehlt es an politischer Kultur

NaturFreunde Sachsen e.V. zu den Vorfällen am Tag der Deutschen Einheit

Die Landesvorsitzende und der stellvertretende Landesvorsitzende, Almut Thomas und Hubert Höfer, der NaturFreunde Sachsen e.V. erklären zu den Vorfällen am Tag der Deutschen Einheit in Dresden: In Sachsen fehlt es an politischer Kultur. „Das von Hass und Vorurteilen geprägte Verhalten einiger Zuschauer im Rahmen der Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit am in Dresden gegenüber Politikern sind für die NaturFreunde Sachsen ein deutliches Zeichen fehlender politischer und demokratischer Kultur in Sachsen. Dazu gehören Respekt, Toleranz und das Verständnis für demokratische Verhaltensweisen. Weiterlesen

Tag der Merkwürdigkeiten

Gastkommentar von Christian Wolff: Predigt im Friedensgebet Kreuzkirche Dresden am Tag der Deutschen Einheit

Foto: L-IZ.de

Im März 2016 erhielt ich die Einladung von der Dresdner „AG 8. Oktober“, im Friedensgebet in der Kreuzkirche Dresden am Tag der Deutschen Einheit die Predigt zu halten. Dieses Friedensgebet findet jedes Jahr im Gedenken an die Friedliche Revolution von 1989 eigentlich am 8. Oktober statt. Da in diesem Jahr der Freistaat Sachsen Ausrichter der zentralen Feier zum Tag der Deutschen Einheit in Dresden war, wurde das Friedensgebet auf den 03. Oktober 2016 vorverlegt. Aus bis jetzt unbekannten Gründen tauchte das Friedensgebet im Dresdner Programm zum Tag der Deutschen Einheit nicht auf, auch wurde auf das Friedensgebet erst am Weiterlesen

Das Versagen der sächsischen Innenpolitik in Sachen Rechtsaußen

Juso-Vorsitzende legt Innenminister Markus Ulbig den Rücktritt nahe

Foto: Matthias Weidemann

Vielleicht wäre die sächsische Regierung gut beraten gewesen, auf die Ausrichtung des Tags der Deutschen Einheit 2016 zu verzichten. Zwei Jahre hat Pegida die Stadt auf Trab gehalten, immer wieder kam es zu fremdenfeindlichen Vorfällen. Ministerpräsident Stanislaw Tillich hätte nicht nur gute Gründe gehabt, die 4,5 Millionen Euro teure Feier abzublasen. Er hätte auch seine Politik ändern müssen. Weiterlesen

Lippmann: Der Wunsch nach schönen Bildern scheitert an der sächsischen Realität

Proteste bei Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit – Grüne erwarten umfassende Aufarbeitung des Einsatzes der Sicherheitsbehörden

Zu den Ereignissen am Rande der Feierlichkeiten zur Deutschen Einheit gestern in Dresden erklärt Valentin Lippmann, innenpolitischer Sprecher der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Sächsischen Landtag: „Der Wunsch nach schönen Bildern zum Tag der Deutschen Einheit aus Dresden ist schlicht an der sächsischen Realität zugrunde gegangen. Einmal mehr wurde deutlich, dass wir es in Sachsen mit erheblichen Problemlagen zu tun haben, die man eben nicht ohne weiteres übertünchen kann.“ Weiterlesen

Bedrohungen und Beleidigungen inakzeptabel

Rico Gebhardt (Linke): Persilscheine der CDU für Pegida-freundlichen Polizei-Einsatz peinlich

Zum Umgang der sächsischen CDU mit den Feierlichkeiten zum „Tag der Deutschen Einheit“ in Dresden erklärt Rico Gebhardt, Vorsitzender der Fraktion Die Linke im Sächsischen Landtag: Die Persilscheine für den Polizeieinsatz, die CDU-Innenminister und innenpolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion heute eilfertig ausgestellt haben, sind ebenso peinlich und deplatziert wie die nachträgliche Schönfärberei von CDU-Ministerpräsident und sächsischem CDU-Generalsekretär zu den Wochenendereignissen in Dresden. Weiterlesen

Tag der Deutschen Einheit

Daniela Kolbe (SPD): Der Innenminister muss das Geschehen in Dresden aufarbeiten

Die sächsische SPD-Generalsekretärin Daniela Kolbe äußert sich zu den aggressiven rechten Protesten zum Tag der Deutschen Einheit in Dresden: „Der unverhohlene Hass vor der Dresdner Frauenkirche hat ganz Deutschland erschüttert. Nicht die Freude über die deutsche Wiedervereinigung und das Erreichte in Sachsen, nicht die Frage, was in unserem Land noch besser werden muss, bestimmten das Bild, sondern die Wenigen, die eine Fratze des Hasses zeigten.“ Weiterlesen

Tag der Deutschen Einheit

Christian Hartmann (CDU): „Ich danke der Polizei für ihren hochprofessionellen Einsatz“

Der Freistaat Sachsen und die Landeshauptstadt Dresden haben sich am Wochenende als gute Gastgeber zum Tag der Deutschen Einheit präsentiert. Für die zahlreichen Besucher und Staatsgäste waren es schöne und vor allem sichere Stunden des Feierns, trotz der beschämenden Störungen einiger Weniger. Über 2.600 Polizisten aus 13 Bundesländern sowie die Bundespolizei sorgten für Sicherheit und waren trotz immenser Herausforderungen stets Herr der Lage. Weiterlesen

Ulbig dankt Polizei

Sicherheitskonzept zum Tag der Deutschen Einheit

Innenminister Markus Ulbig zur Umsetzung der Sicherheitskonzeption für den Tag der Deutschen Einheit durch die sächsische Polizei: „Ich bedanke mich bei allen Kolleginnen und Kollegen, die an den Sicherheitsmaßnahmen rund um den Tag der Deutschen Einheit in Dresden beteiligt waren. Die Polizeidirektion Dresden hat mit personeller Unterstützung aus 13 Bundesländern und vom Bund professionelle Arbeit geleistet. Sie hat den schwierigen Spagat zwischen Fest und Festung insgesamt mit Fingerspitzengefühl gemeistert. Und das auch stets im Bewusstsein, dass das Handeln der Sicherheitskräfte in diesen Tagen besonders im kritischen Fokus der Öffentlichkeit steht.“ Weiterlesen

Zurück ins Bett!

Gastmanns Kolumne: Gedanken zum Tag der Deutschen Einheit

Foto: Sächsische Staatskanzlei

In den letzten Tagen habe ich mehrfach verwirrt zurückgerechnet, aber es blieb dabei: 26 Jahre. Die Wiedervereinigung liegt 26 Jahre zurück, nicht 20, nicht 25, kein im Entferntesten runder Jahrestag steht an. Trotzdem wird pompös gefetet. Die Einheitsfeier in Dresden, die sich mir in ihrer geplanten Monstrosität nicht erschließt und an die man – trotz zahlreicher unguter Vorzeichen – irgendwie keinerlei Luft zu lassen gewillt war, wirkt ein bisschen wie ein Lehrstück über das ausgeprägteste deutsche Talent: Wenn schon feiern, dann gefälligst diszipliniert und verbissen. Weiterlesen

Kommentar

Dresden hört ein „Nu“: Feiert mal schön alleine

Foto: L-IZ.de

Für alle LeipzigerDer Irrtum ist ein allseitiger. Der Irrtum, den Tag der Deutschen Einheit in Dresden zu feiern, ist nur einer davon, denn die barocke Residenzstadt im lauschigen Elbtal hat das 4,5-Millionen Euro Steuergeld-Fest nicht verdient. Anzeichen für den Verlauf gab es seit zwei Jahren, die Rezepte des „Verstehens“ von Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und brennende Asylbewerberheime gerade rings um Dresden blieben selbst bei abnehmenden Asylbewerberzahlen bislang wirkungslos. Zivilgesellschaftliches Engagement scheint sich in der Landeshauptstadt zudem immer nur dann breit auf die Straße zu trauen, wenn ein Freikonzert mit Roland Kaiser spendiert wird. Dresden ist nicht „Sachsen“. Dresden ist Dresden. Weiterlesen

„Bauen wir Brücken, wo Gräben entstanden sind“

Festakt in der Semperoper – Tillich wirbt für Zusammenhalt und Verteidigung der Demokratie

Der Präsident des Bundesrates und sächsische Ministerpräsident Stanislaw Tillich hat dazu aufgerufen, Demokratie, Religionsfreiheit und Vielfalt zu verteidigen und den sozialen Frieden in Deutschland zu stärken. „Bauen wir Brücken, wo Gräben entstanden sind“, sagte Tillich am Montag beim Festakt zum Tag der Deutschen Einheit in der Dresdner Semperoper. „Die Verantwortung für Deutschland liegt nicht in der Hand des Anderen oder nur in der Hand der Politik. Sie liegt in unser aller Hände. Ich setze auf Millionen engagierter Menschen in Sachsen und Deutschland: Kümmern wir uns um unsere Demokratie!“ Weiterlesen

Interkulturelles Fest „Einheit in Vielfalt“ am 3. Oktober auf dem Markt

Im Rahmen der Interkulturellen Wochen lädt das Referat für Migration und Integration am kommenden Montag, dem Tag der deutschen Einheit, wieder auf den Marktplatz ein. Unter dem Motto „Einheit in Vielfalt“ sind dort von 11 bis 18 Uhr Musik und Tanz mit internationalem Flair zu erleben. Moderiert wird das Fest vom MDR-Journalisten Duy Tran. Weiterlesen

„Deutschland bewegt sich“ zum Tag der Deutschen Einheit: Kanupark macht Besucher in Dresden fit

Wenn vom 1. bis 3. Oktober 2016 in Dresden der Tag der Deutschen Einheit gefeiert wird, ist auch ein Team des Kanuparks mit vor Ort. Im Rahmen der Gesundheitsinitiative „Deutschland bewegt sich“ ist die Markkleeberger Wildwasser-Anlage Bestandteil von Deutschlands größtem Oper-Air-Fitness-Parcours. In dessen Rahmen können sich die Besucher an über 20 Stationen sportlich betätigen. Am Kanupark-Stand steht den Erwachsenen ein Paddelergometer des Deutschen Kanu-Verbands für eine „Trainingsfahrt“ zur Verfügung. Kinder und Jugendliche dürfen sich im Neoprenschuh-Zielwerfen versuchen – getroffen werden muss in ein Kanupark-Schlauchboot. Weiterlesen

„Plenarsaal im Zelt“ – Deutscher Bundestag empfängt die Bürger beim Tag der Deutschen Einheit in Dresden

Zum Bürgerfest auf dem Dresdner Altmarkt vom 1. bis 3. Oktober 2016 lädt der Bundestag unter dem Motto „Zu Gast beim Parlament“ in einen nachempfundenen Plenarsaal und ein Kommunikationsforum ein. Zahlreiche Bundestagsabgeordnete und rund 40 Mitarbeiter präsentieren hier die Arbeit des Parlaments. Weiterlesen

100 Meter lange Kaffeetafel im Dresdner Zwinger

Deutschland trinkt gemeinsam Kaffee – Tillich begrüßt Bürgerdelegationen aus allen Bundesländern

Mit einer riesigen Kaffeetafel bedankt sich der Freistaat während der Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit für das Engagement der ehrenamtlich tätigen Menschen in Deutschland und präsentiert sich zugleich als gastfreundliches Land mit einer besonderen Kaffee-Kultur. Weiterlesen