Artikel zum Schlagwort Deutsche Einheit

Kolumne

Haltungsnote: Sonntagsreden, die Leerstelle Volk und Vorsprung durch Technik

Foto: Erik Weiss Berlin

Für FreikäuferLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 72, seit 25. Oktober 2019 im HandelIm Oktober bricht in Deutschland die Saison der Sonntagsreden an. Hin und wieder verschiebt sich ihr Beginn etwas in den September hinein. Weshalb ausgerechnet der Oktober zur Sonntagsredensaison wird, ist klar. Am 3. Oktober begeht die Berliner Republik ihren Nationalfeiertag. Dieses dreißigste Jahr nach der Wende fällt allerdings aus dem Regelrahmen. Die ersten feierlichen Reden zum Wendejubiläum waren bereits Ende August zu vernehmen. Jeder, der etwas zu sagen hat oder es wenigstens glaubt, drängte ans Pult um seiner Auffassung Gehör zu verschaffen. Weiterlesen

Was Schlagzeilen macht, ist nicht immer das, was wirklich wichtig war

Die DDR und der Rest der Welt: Ewald Königs Notizen über ein Land, das noch immer sein Eckchen im Geschichtsbuch sucht

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDiesen Autor, das gebe ich zu, habe ich ein bisschen unterschätzt. Vielleicht, weil seine Bücher so zurückhaltend eingeschlagen sind, eher wie Jahrbücher aussehen, Sammelbände von Dokumenten, die eher für Wissenschaftler interessant sind. Dabei macht Ewald König etwas, was man in dieser Art von deutschen Journalisten zu Recht vermisst. Denn Journalisten sind Zeitzeugen. Und das ist eine verdammte Pflicht. Weiterlesen

Gastkommentar von Christian Wolff:

Bedient jetzt auch „Die Zeit“ ein AfD-Narrativ?

Christian Wolff. Foto: Michael Freitag

Für alle LeserMan reibt sich verwundert die Augen: „,Die staatliche Willkür in der DDR war auch nicht schlimmer als heute‘“ – so titelt die Wochenzeitung „Die Zeit“ ihre aktuelle Ausgabe. Die Headline ist zwar in Anführungszeichen gesetzt, aber geht im Hintergrundbild mit rote Tücher schwenkender junger Menschen unter. Damit wird das AfD-Narrativ: heutiges Deutschland = DDR, Merkel = Honecker, demokratischer Rechtsstaat = Diktatur durch „Die Zeit“ geadelt. Muss das sein? Weiterlesen

Konferenz „[L]Ost in Transformation“

Junge Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen befragen die Transformationsfolgen in der ostdeutschen Gesellschaft

Plakat: Engagierte Wissenschaft

Für alle LeserAm 4. und 5. Oktober gibt es in der Galerie KUB eine kleine Konferenz, die das Thema Ostdeutschland einmal ohne die übliche Rechthaberei anzugehen versucht. Ein neu gegründeter Zusammenschluss junger Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen veranstaltet an den beiden Tagen in der Leipziger Galerie KUB eine Konferenz mit dem Titel „(L)Ost in Transformation“. Weiterlesen

Bertolts Bruch und Friedrichs Fiasko – eine leicht pädagogische Kolumne

3. Oktober 2018: Vereint und zerrissen

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserKommentarDer Oktober ist der „Einheitsmonat“. Vielleicht auch DER Symbolmonat unseres Landes, der neben dem „goldenen“ Herbst auch die schwarz-roten Kontrastfarben als deutsche Befindlichkeits-Trikolore farblich abbildet. Klingt etwas an der Haaren herbeigezogen, meinen Sie? Doch ist sie endlich beim Schopfe zu packen, die deutsche Einheit, die am 3. Oktober immer wieder beschworen wurde, diesmal in Berlin gefeiert, als wolle man ihr in angeschlagenem Zustand Hauptstadtgewicht verleihen, sich fit und gerüstet für den kommenden Winter zu präsentieren. Weiterlesen

Einige Gedanken zum 3. Oktober

Gastkommentar von Christian Wolff: Gespaltenes Land oder plurale Gesellschaft

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserKommentar28 Jahre trennen uns von der ersten großen Feier zum „Tag der Deutschen Einheit“ am 3. Oktober 1990. Je länger die Zeit des vereinigten Deutschlands währt, desto deutlicher treten die einstmaligen Trennlinien zutage. Sie verlaufen genau da, wo bis zum 9. November 1989 Mauer und Stacheldraht Menschen willkürlich voneinander separierten. Weiterlesen

Tag der deutschen Ignoranz

Wie der MDR sich immer noch darüber wundert, dass sich Ostdeutsche als Ostdeutsche fühlen

Foto: Ralf Julke

Für alle Leser„Tag der deutschen Ignoranz“, so darf man das wohl nennen, was da am 3. Oktober teilweise wieder zelebriert wurde mit falschen Erklärungen zur Deutschen Einheit. Oder Wiedervereinigung. Egal, wie man das nennt. Das war schon 1990 eine Schimäre, ein bloßer bürokratischer Akt mit einer unheimlichen nationalistischen Note. Man klatscht nicht mit nationalen Mythen zusammen, was sich das Gemeinsame erst erarbeiten muss. Weiterlesen

In der Sackgasse des Verdrusses

Gastkommentar von Christian Wolff: Dumm ist, wer den Dank vergisst

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserMit diesem einprägsamen Satz eröffnete 1997 der damalige Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Klaus Engelhardt, seine Predigt im zentralen ökumenischen Gottesdienst zum Tag der Deutschen Einheit. Zwanzig Jahre später, einen Tag nach dem Erntedankfest und wenige Stunden vor dem 3. Oktober 2017, hat der Satz nichts von seiner Prägnanz verloren: Denn wer sein Leben ohne die Perspektive der Dankbarkeit betrachtet, landet fast zwangsläufig in der Sackgasse des Verdrusses. Von diesem Verdruss – weniger über die Politik, als über das eigene Leben – ist am 24. September 2017 durch das Wahlergebnis ganz viel an die Oberfläche Weiterlesen

Zum Tag der Deutschen Einheit: Leipziger Delegation in Krakau

Leipzigs polnische Partnerstadt Krakau ist vom 1. bis 4. Oktober Ziel einer Delegation unter Leitung von Oberbürgermeister Burkhard Jung. Der Gruppe gehören Repräsentanten aller Fraktionen des Leipziger Stadtrates, des Jugendparlaments, Wirtschafts- und Tourismusexperten sowie Persönlichkeiten mit einem besonderen deutsch-polnischen Bezug, wie zum Beispiel Friedrich Magirius, Krakauer Ehrenbürger, und Markus Kopp, polnischer Honorarkonsul, an. Weiterlesen

„Demokratie Jetzt. Der schwierige Weg zur deutschen Einheit“ – Buchvorstellung und Podiumsgespräch am 13. Oktober

Mit dem „Aufruf zur Einmischung in eigener Sache“ und den „Thesen für eine demokratische Umgestaltung in der DDR“ gründete sich am 12. September 1989 die Vereinigung Demokratie Jetzt. Sie war eine der wichtigen Oppositionsgruppen, die im Herbst 1989 die Friedliche Revolution auf den Weg brachten und gestalteten. Der Mitbegründer Gerhard Weigt hat nun ein Buch über die Geschichte der Bürgerbewegung Demokratie Jetzt geschrieben, bei der er auch die Vorgeschichte sowie den Verlauf der Friedlichen Revolution intensiv beleuchtet. Weiterlesen

„Gehört zur Demokratie“

Gastkommentar von Christian Wolff: Dresden, ein Desaster – aber die CDU begreift nichts

Foto: L-IZ.de

Bedrückender geht es eigentlich nicht mehr: Da kam es am Tag der Deutschen Einheit, am 3. Oktober 2016, zu von der Polizei und dem Ordnungsamt Dresden zugelassenen, womöglich geförderten Pöbelszenen von Pegida und AfD-Anhänger/innen in der Dresdner Innenstadt. Diese war an diesem Tag angeblich für alle Kundgebungen und Demonstrationen gesperrt – nicht aber für Lutz Bachmann, der offensichtlich über eine Standleitung, zumindest über beste Beziehungen zur Polizei verfügt. Er und einige hundert Menschen durften ihre Hassparolen den Gottesdienstbesucher/innen auf dem Weg zur Frauenkirche entgegenbrüllen – darunter die entlarvende Parole „Merkel nach Sibirien, Putin nach Berlin“. Weiterlesen

In Sachsen fehlt es an politischer Kultur

NaturFreunde Sachsen e.V. zu den Vorfällen am Tag der Deutschen Einheit

Die Landesvorsitzende und der stellvertretende Landesvorsitzende, Almut Thomas und Hubert Höfer, der NaturFreunde Sachsen e.V. erklären zu den Vorfällen am Tag der Deutschen Einheit in Dresden: In Sachsen fehlt es an politischer Kultur. „Das von Hass und Vorurteilen geprägte Verhalten einiger Zuschauer im Rahmen der Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit am in Dresden gegenüber Politikern sind für die NaturFreunde Sachsen ein deutliches Zeichen fehlender politischer und demokratischer Kultur in Sachsen. Dazu gehören Respekt, Toleranz und das Verständnis für demokratische Verhaltensweisen. Weiterlesen

Tag der Merkwürdigkeiten

Gastkommentar von Christian Wolff: Predigt im Friedensgebet Kreuzkirche Dresden am Tag der Deutschen Einheit

Foto: L-IZ.de

Im März 2016 erhielt ich die Einladung von der Dresdner „AG 8. Oktober“, im Friedensgebet in der Kreuzkirche Dresden am Tag der Deutschen Einheit die Predigt zu halten. Dieses Friedensgebet findet jedes Jahr im Gedenken an die Friedliche Revolution von 1989 eigentlich am 8. Oktober statt. Da in diesem Jahr der Freistaat Sachsen Ausrichter der zentralen Feier zum Tag der Deutschen Einheit in Dresden war, wurde das Friedensgebet auf den 03. Oktober 2016 vorverlegt. Aus bis jetzt unbekannten Gründen tauchte das Friedensgebet im Dresdner Programm zum Tag der Deutschen Einheit nicht auf, auch wurde auf das Friedensgebet erst am Weiterlesen

Das Versagen der sächsischen Innenpolitik in Sachen Rechtsaußen

Juso-Vorsitzende legt Innenminister Markus Ulbig den Rücktritt nahe

Foto: Matthias Weidemann

Vielleicht wäre die sächsische Regierung gut beraten gewesen, auf die Ausrichtung des Tags der Deutschen Einheit 2016 zu verzichten. Zwei Jahre hat Pegida die Stadt auf Trab gehalten, immer wieder kam es zu fremdenfeindlichen Vorfällen. Ministerpräsident Stanislaw Tillich hätte nicht nur gute Gründe gehabt, die 4,5 Millionen Euro teure Feier abzublasen. Er hätte auch seine Politik ändern müssen. Weiterlesen

Lippmann: Der Wunsch nach schönen Bildern scheitert an der sächsischen Realität

Proteste bei Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit – Grüne erwarten umfassende Aufarbeitung des Einsatzes der Sicherheitsbehörden

Zu den Ereignissen am Rande der Feierlichkeiten zur Deutschen Einheit gestern in Dresden erklärt Valentin Lippmann, innenpolitischer Sprecher der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Sächsischen Landtag: „Der Wunsch nach schönen Bildern zum Tag der Deutschen Einheit aus Dresden ist schlicht an der sächsischen Realität zugrunde gegangen. Einmal mehr wurde deutlich, dass wir es in Sachsen mit erheblichen Problemlagen zu tun haben, die man eben nicht ohne weiteres übertünchen kann.“ Weiterlesen

Bedrohungen und Beleidigungen inakzeptabel

Rico Gebhardt (Linke): Persilscheine der CDU für Pegida-freundlichen Polizei-Einsatz peinlich

Zum Umgang der sächsischen CDU mit den Feierlichkeiten zum „Tag der Deutschen Einheit“ in Dresden erklärt Rico Gebhardt, Vorsitzender der Fraktion Die Linke im Sächsischen Landtag: Die Persilscheine für den Polizeieinsatz, die CDU-Innenminister und innenpolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion heute eilfertig ausgestellt haben, sind ebenso peinlich und deplatziert wie die nachträgliche Schönfärberei von CDU-Ministerpräsident und sächsischem CDU-Generalsekretär zu den Wochenendereignissen in Dresden. Weiterlesen

Tag der Deutschen Einheit

Daniela Kolbe (SPD): Der Innenminister muss das Geschehen in Dresden aufarbeiten

Die sächsische SPD-Generalsekretärin Daniela Kolbe äußert sich zu den aggressiven rechten Protesten zum Tag der Deutschen Einheit in Dresden: „Der unverhohlene Hass vor der Dresdner Frauenkirche hat ganz Deutschland erschüttert. Nicht die Freude über die deutsche Wiedervereinigung und das Erreichte in Sachsen, nicht die Frage, was in unserem Land noch besser werden muss, bestimmten das Bild, sondern die Wenigen, die eine Fratze des Hasses zeigten.“ Weiterlesen

Tag der Deutschen Einheit

Christian Hartmann (CDU): „Ich danke der Polizei für ihren hochprofessionellen Einsatz“

Der Freistaat Sachsen und die Landeshauptstadt Dresden haben sich am Wochenende als gute Gastgeber zum Tag der Deutschen Einheit präsentiert. Für die zahlreichen Besucher und Staatsgäste waren es schöne und vor allem sichere Stunden des Feierns, trotz der beschämenden Störungen einiger Weniger. Über 2.600 Polizisten aus 13 Bundesländern sowie die Bundespolizei sorgten für Sicherheit und waren trotz immenser Herausforderungen stets Herr der Lage. Weiterlesen

Ulbig dankt Polizei

Sicherheitskonzept zum Tag der Deutschen Einheit

Innenminister Markus Ulbig zur Umsetzung der Sicherheitskonzeption für den Tag der Deutschen Einheit durch die sächsische Polizei: „Ich bedanke mich bei allen Kolleginnen und Kollegen, die an den Sicherheitsmaßnahmen rund um den Tag der Deutschen Einheit in Dresden beteiligt waren. Die Polizeidirektion Dresden hat mit personeller Unterstützung aus 13 Bundesländern und vom Bund professionelle Arbeit geleistet. Sie hat den schwierigen Spagat zwischen Fest und Festung insgesamt mit Fingerspitzengefühl gemeistert. Und das auch stets im Bewusstsein, dass das Handeln der Sicherheitskräfte in diesen Tagen besonders im kritischen Fokus der Öffentlichkeit steht.“ Weiterlesen