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Podcast anlässlich 30 Jahre Deutsche Einheit veröffentlicht

Die Universität im Sturm der Revolution

„Das war eine große Aufbruchstimmung. Man merkte: Hier verändert sich was“, erinnert sich Editha Marquardt, wenn sie an das Jahr 1990 zurückdenkt. Sie studierte in der Phase der deutschen Wiedervereinigung an der Universität Leipzig. „Ich erinnere mich an die Freude unter den Studierenden und das Interesse an Mitgestaltung, damit sich auch die Uni ändern kann“, berichtet die Alumna in einer Podcast-Serie, die die Universität Leipzig anlässlich des bevorstehenden 30. Jahrestages der Deutschen Einheit veröffentlicht hat.

Die vierteilige Serie beschäftigt sich mit der demokratischen Erneuerung und Neustrukturierung nach der politischen Wende mit personellen Wechseln, Strukturveränderungen und der Abwicklung von Teileinrichtungen im laufenden Lehrbetrieb. Vier Alumni der Universität, die die Zeit vor, während und nach der politischen Wende als Studierende oder Mitarbeitende erlebt haben, geben ganz persönliche Antworten darauf, wie sich der Transformationsprozess, insbesondere an der Universität, vollzogen hat.

„In zahlreichen Gesprächen mit Mitgliedern des Alumni-Netzwerks unserer Alma mater Lipsiensis in den vergangenen Monaten wurde deutlich, dass es ein Bedürfnis zum Berichten über die Geschehnisse rund um die Friedliche Revolution und die deutsche Einheit gibt.

Mit der Podcast-Reihe wollen wir einen Raum zum Erzählen und Erinnern an die deutsche Einheit mit besonderem Bezug zur Erneuerung an der Universität Leipzig schaffen und das Thema gleichzeitig auch einem jüngeren Publikum zugänglich machen und so Interesse und Bewusstsein für heute uns ‚Selbstverständliches‘ wecken“, sagt Christin Kieling, Alumni-Koordinatorin der Universität Leipzig.

Die Moderation des Podcasts übernehmen Annegret Richter und Claudius Nießen, selbst Alumni der Universität. Sie reden mit zwei Studierenden, die den Umbruch erlebt haben und zudem mit zwei wichtigen Akteuren, die die Zeit als Mitarbeiter der Alma mater aktiv mitgestaltet haben.

In der ersten Folge der vierteiligen Podcastreihe haben Annegret Richter und Claudius Nießen mit Dr. Editha Marquardt gesprochen. Sie blickt dabei auf ihre Zeit als Studentin der Kulturwissenschaften in Leipzig direkt zur und nach der Wiedervereinigung zurück. Dabei erzählt sie nicht nur von den Möglichkeiten des Engagements, das sich den Studierenden bot, sondern beschreibt auch die frühe Verbindung von Studierenden mit ost- und westdeutschen Hintergründen.

In der zweiten Episode reflektiert der frühere Studentensprecher der Universität Leipzig und heutige Hochschulforscher Prof. Dr. Peer Pasternack die Zeit des Umbruchs an der Universität Leipzig aus beiden Perspektiven. In der dritten Episode erzählt der frühere Kanzler der Universität Leipzig, Dr. Peter Gutjahr-Löser, darüber, warum es für ihn kein Halten gab, als die Mauer fiel, wieso er unbedingt nach Leipzig kommen wollte und wie er in der Messestadt empfangen wurde.

Welche Aufgaben der Umbruch mit sich brachte und was es mit dem Gerät, an dem die heutige Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel für ihre Diplomarbeit forschte, auf sich hatte – auch darüber berichtet Gutjahr-Löser. In der vierten und letzten Episode erinnert sich Prof. Dr. Cornelius Weiss, der erste demokratisch gewählte Rektor der Universität Leipzig nach der politischen Wende, an den für ihn oft schmerzvollen und konfliktreichen Transformationsprozess.

Der Podcast „Die Uni im Sturm der Revolution. Eine ganz besondere Universitätsgeschichte“ ist mit Mitteln der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur gefördert worden.

Episode 1: Dr. Editha Marquardt: „Der 13. Stock – das studentische Leben in Leipzig“
Episode 2: Prof. Dr. Peer Pasternack „Der Hochschulforscher“
Episode 3: Dr. Peter Gutjahr-Löser „Den Laden zusammenhalten“
Episode 4: Prof. Dr. Cornelius Weiss „Ein geborener Diplomat“

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Rudelsingen PR

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Für alle LeserLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 85, seit 20. November im HandelEs sollte ein rauschendes Fest werden. Vom 12. bis 16. Mai 2021 war Leipzig als Austragungsort des 44. Internationalen Deutschen Turnfestes vorgesehen (LZ Nr. 80 vom 26.06.2020 berichtete). Doch die Corona-Pandemie ließ diesen sportlichen Traum nun platzen. Erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg sahen sich die Veranstalter aufgrund des Infektionsgeschehens dazu gezwungen, dieses Großspektakel abzusagen.
Wie die Städtischen Altenpflegeheime mit der Corona-Pandemie umgehen – und mit Maskenverweigerern
Ohne sensorische Messung der Körpertemperatur ist der Zutritt ins Städtische Altenpflegeheim nicht gestattet. Die strengen Besuchs- und Hygieneregeln werden jedoch nicht von allen Besuchern eingehalten. © Michael Billig

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