Bei einem Brand in Connewitz ist in der Nacht zu heute eine Frau verletzt worden. Im Zoo entscheidet sich, wie das kleine Giraffenkind heißen soll. Für künftige Lehrerinnen und Lehrer startet heute die Vergabe von Praktikumsplätzen. Schrill geht´s am Abend bei den Filmnächten zu. Dieter Thomas Kuhn schaut persönlich vorbei! Und Bahnreisende müssen am Abend die Strecke nach Taucha im Blick haben.
Heute wird über Giräffchens Namen entschieden
Seine großen Stauneaugen verzaubern seit fünf Wochen die Zoobesucher. Aber einen Namen hat er bisher nicht: Im Zoo Leipzig fällt heute die Entscheidung, wie der am 16. Juni geborene kleine Giraffenbursche heißen wird. Noch bis 12 Uhr kann HIER auf der Website des Zoos für einen von fünf Namen votiert werden.
Vorausgegangen war eine große Resonanz auf die entsprechende Suche: Mehr als 1.700 Vorschläge gingen ein, aus denen das Tierpfleger-Team im Giraffenhaus die fünf Finalisten auswählte. Gesucht wurde ein Name aus dem östlichen oder südlichen Afrika und damit aus dem natürlichen Verbreitungsgebiet der Rothschildgiraffen (Giraffa camelopardalis rothschildi).
Zur Wahl stehen nun Kato, ein traditioneller Name für Zweitgeborene (der Täufling hat nämlich eine große Schwester), Jaro mit der Bedeutung „leuchtend“, Nkosi für „der König“ und Jabari für „stark und mutig“. Der fünfte Vorschlag, Sima, nimmt Bezug auf die Namen der Eltern Sipiwe und Matyas.
Welcher Vorschlag sich bis heute Mittag durchgesetzt hat, wird am 14. August um 13:15 Uhr an der Kiwara-Savanne bekannt gegeben. Dort finden täglich um 13:15 Uhr und 16:30 Uhr Kommentierungen statt, bei denen Besucher aktuelle Informationen zur Entwicklung des Jungtiers sowie Wissenswertes über die zahlreichen Tierarten der Savanne erhalten.
Wer den derzeit noch namenlosen Nachwuchs selbst sehen möchte, hat dazu täglich während der Öffnungszeiten des Zoo Leipzig von 9 bis 19 Uhr Gelegenheit. Der kleine Bulle hält sich in der Kiwara-Savanne oder im Huftierhaus auf. Auf der Anlage zeigt er sich mutig, neugierig und lebenslustig, zieht sich aber zwischendurch auch mal zu altersentsprechenden Ruhepausen zurück.
Schräger Vogel landet auf der Pferderennbahn
Über Geschmack kann man bekanntlich vortrefflich streiten, besonders in diesem Fall. Unstrittig hingegen ist sein Erfolg: Dieter Thomas Kuhn kommt heute zu einer besonderen Filmvorführung persönlich nach Leipzig. Bei den Filmnächten auf der Galopprennbahn Scheibenholz ist ab 21 Uhr die Musikdokumentation „Und es war Sommer – Dieter Thomas Kuhn & Band“ zu sehen. Einlass ist bereits um 19:30 Uhr.
Der Film zeichnet den ungewöhnlichen Weg von Dieter Thomas Kuhn und seiner Band nach, deren Geschichte Anfang der 90er-Jahre mit einem unter Tübinger Freunden ironisch gemeinten Schlagerprojekt begann und die sich in den folgenden Jahrzehnten zu einem generationsübergreifenden Kultphänomen entwickelte.
Im Mittelpunkt der 90-minütigen Dokumentation steht die große Open-Air-Tour des Sommers 2024, bei der die achtköpfige Band quer durch Deutschland unterwegs war. Tausende Fans begleiteten die Konzerte mit Sonnenblumen, schrillen Glitzerklamotten und aufgeklebten Brusthaartoupets. Regisseurin Juliane Sauter verbindet Aufnahmen dieser Tour mit bislang unveröffentlichtem Archivmaterial, Live-Szenen und Einblicken hinter die Kulissen.
Dabei geht es nicht nur um Konzerte und den unerwarteten Erfolg der Musiker. Der Film verfolgt die Geschichte zurück bis zu den ersten kleinen Auftritten Anfang der 90er-Jahre und zeigt zugleich, was ein jahrzehntelanges Leben zwischen Tourbus, Konfetti und Schlagermedleys für die Beteiligten bedeutet. Euphorische Momente stehen dabei ebenso im Blickpunkt wie Erschöpfung und die Belastungen eines dauerhaft vom Bühnenleben bestimmten Alltags.
Einen besonderen Stellenwert nimmt die langjährige Freundschaft zwischen Kuhn und Philipp Feldtkeller ein, der heute Abend ebenfalls im Scheibenholz zu Gast sein wird. Eine kleine Unterzeile auf der Website der Filmnächte verrät, dass die beiden schrägen Typen eine Gitarre mitbringen werden. Die Vermutung liegt also nahe, sie könnte auch zu einem musikalischen Einsatz kommen.
Wer die Vorführung heute besuchen möchte, sollte beachten, dass bei den Filmnächten keine festen Plätze vergeben werden können. Der Veranstalter weist ausdrücklich darauf hin: „Es besteht kein Sitzplatzanspruch und es können keine Sitzplatzreservierungen angenommen werden.“ Ein gekauftes Ticket sichert damit keinen bestimmten Sitzplatz.
Da der Einlass bereits um 19:30 Uhr und damit anderthalb Stunden vor dem Beginn um 21 Uhr öffnet, kann sich eine frühzeitige Ankunft insbesondere bei dieser Sondervorführung lohnen. Insgesamt stehen auf dem Gelände nach Angaben des Filmnächte-Festivals rund 1.180 Sitzplätze zur Verfügung. Ungefähr 280 davon befinden sich auf der überdachten Tribüne. Ein Anspruch auf einen dieser wettergeschützten Plätze besteht jedoch ebenfalls nicht.
Für die Anreise empfiehlt sich die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel (am besten Buslinie 89) oder des Fahrrades. Radfahrer und Fußgänger können das Gelände durch den Clara-Zetkin-Park erreichen; direkt an der Veranstaltungsfläche stehen Fahrradstellplätze zur Verfügung. Aufgrund der extrem begrenzten Parkplatzsituation wird von einer Anreise mit dem eigenen Pkw abgeraten.

Praxistest für künftige Lehrkräfte
Wie eine drohende Gewitterwolke schwebt das Wort „Lehrermangel“ auch über dem in der kommenden Woche beginnenden neuen Schuljahr. Für jene, die sich auf den Weg zu dem wichtigen Beruf machen, beginnt heute eine wichtige Organisationsphase an den Schulen in Leipzig und Umgebung.
Das „Zentrum für Lehrer:innenbildung und Schulforschung“ (ZLS) der Universität Leipzig öffnet sein Praktikumsportal für die Schulen, die für die Schulpraktischen Übungen im Wintersemester 2026/27 angefragt worden sind. Bis zum 4. September 2026 können die Schulen nun entscheiden, welche Gruppen von Lehramtsstudierenden sie für die sogenannten Schulpraktischen Übungen (SPÜ beziehungsweise SPS II/III) aufnehmen.
Dabei handelt es sich um semesterbegleitende Pflichtpraktika, bei denen Gruppen von vier bis sechs Studierenden regelmäßig Schulen besuchen und dort praktische Erfahrungen im Unterricht sammeln. Im Praktikumsportal melden sich die beteiligten Schulen unter „Wintersemester 2026/2027“ an. Nimmt eine Schule eine Anfrage an, kann sie bereits Wochentag und Zeitrahmen für das Praktikum eintragen oder zunächst die Angabe „nach Absprache“ wählen.
Spätestens am 4. September 2026 müssen die Rückmeldungen der Schulen vorliegen. Anschließend stimmen die Universität beziehungsweise die jeweilige Fachdidaktik und die Schule ab, welche Lehrkraft die betreffende Studierendengruppe als Mentorin oder Mentor betreut.
Angeboten wird ein breites Fächerspektrum. Die Universität nennt unter anderem Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Biologie, Chemie, Informatik, Mathematik, Physik, Ethik, Evangelische Religion, Gemeinschaftskunde/Rechtserziehung/Wirtschaft, Geschichte, Gesundheit und Pflege, Sport, Wirtschaft/Verwaltung und WTH/S. Der reguläre Praktikumszeitraum an den Schulen ist schließlich vom 26. Oktober 2026 bis zum 5. Februar 2027 vorgesehen.

Bus statt Bahn
Auf der Linie RE10 müssen sich Reisende heute Abend zwischen Leipzig Hauptbahnhof und Taucha auf Einschränkungen einstellen. Wegen einer Baumaßnahme fallen von 22:50 Uhr bis voraussichtlich 23:40 Uhr die Züge RE18398 von Leipzig Hbf nach Cottbus und RE18397 von Frankfurt (Oder) nach Leipzig Hbf auf diesem Abschnitt aus.
Statt der Züge werden Busse als Ersatzverkehr eingesetzt. Deren Abfahrts- und Ankunftszeiten können vom regulären Zugfahrplan abweichen und sowohl früher als auch später liegen. Reisende sollten zudem berücksichtigen, dass die Haltestellen der Ersatzbusse nicht in jedem Fall unmittelbar an den jeweiligen Bahnhöfen eingerichtet sind.
Einschränkungen gelten darüber hinaus für die Mitnahme von Fahrrädern, Rollstühlen und Kinderwagen in den Bussen. Fahrräder werden dabei nachrangig befördert; ob eine Mitnahme möglich ist, entscheidet das Buspersonal im Einzelfall. Die Zeiten für gegebenenfalls notwendige Ersatzverkehre mit Bussen sind in einem Sonderfahrplan zusammengefasst und können HIER ONLINE eingesehen werden.
Feuer in Connewitz
Bei einem Brand in einem Wohnhaus ist in der Nacht zu heute eine 38 Jahre alte Frau durch Rauchgas verletzt worden. Insgesamt 30 Menschen mussten ihre Wohnungen in der Wolfgang-Heinze-Straße verlassen. Das berichtet am Morgen die Leipziger Volkszeitung.
Das Feuer war nach Angaben der Polizei gegen 2:30 Uhr in einer Dachgeschosswohnung ausgebrochen und hatte anschließend auf den Dachstuhl übergegriffen. Dort breiteten sich die Flammen weiter aus und waren nach Schilderungen der Zeitung zeitweise deutlich über dem Dach zu sehen. Wegen der starken Brandentwicklung war die Feuerwehr mit einem größeren Aufgebot vor Ort.
Einsatzkräfte der Wachen Süd und Mitte öffneten Teile des Daches, um die Brandherde erreichen und bekämpfen zu können. Auch heute Vormittag dauerten die Löscharbeiten noch an, während weiterhin dichte Rauchwolken aus dem Dach drangen.
Im Erdgeschoss des Brandhauses befindet sich der bei Leipzigerinnen und Leipzigern beliebte Pub „Black Label“, der neben seinem Ausschank vor allem für kleinere Punk-, Metal-, Hardcore- und Rockshows bekannt ist.
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