Wie können sich nachfolgende Generationen mit den Verbrechen des Nationalsozialismus und der Shoah auseinandersetzen? Wie gedenken wir den Opfern und erzählen ihre Geschichte? Wie thematisieren wir Täterschaft? In ihrem Buch „Gedenken neu Denken“ befasst sich die Journalistin und Autorin Susanne Siegert kritisch mit diesen Fragestellungen. Mit ihrer Arbeit auf Social Media findet sie neue Wege – und ein breites Publikum.

Anhand ihres Buches und der Sonderausstellung „Momentaufnahme. Das Fotoarchiv Mittelmann“ kommen Susanne Siegert und das Stadtgeschichtliche Museum Leipzig darüber ins Gespräch, wie die Auseinandersetzung mit der Geschichte angemessen gestaltet werden kann – im Museum, im Internet, in der Gesellschaft.

Susanne Siegert, geboren 1992, klärt auf Instagram und TikTok unter @keine.erinnerungskultur über den Holocaust auf. Für ihre Aufklärungsarbeit wurde die Journalistin 2024 mit dem ELNET Preis und dem Grimme-Online-Award ausgezeichnet. Gerade wurde ihr der Margot Friedländer Persönlichkeitspreis 2025 für ihren unermüdlichen Einsatz verliehen. Die gebürtige Oberbayerin lebt heute in Leipzig.

Termin: Do 29.10.
Uhrzeit: 18 Uhr
Ort: Alte Börse, Naschmarkt 2, 04109 Leipzig
Preis: Kostenfrei
Anmeldung: Ohne Voranmeldung

www.fotoarchiv-mittelmann.de Sonderausstellung „Momentaufnahme. Das Fotoarchiv Mittelmann“

Ein deutschlandweit einzigartiger Schatz der Fotogeschichte: das Fotoarchiv Mittelmann aus Leipzig. Über 2.000 Glasnegative des jüdischen Fotografen Abram Mittelmann, der von 1909 bis 1938 am Peterssteinweg 15 lebte und arbeitete, wurden 1988 zufällig wiederentdeckt. Die Aufnahmen zeigen Gesichter jüdischer und nicht-jüdischer Leipzigerinnen und Leipziger um 1930 — viele davon bis heute unbekannt. Wer waren Abram Mittelmann und seine Familie — und wer die Menschen, die sich in seinem Atelier fotografieren ließen? Die Ausstellung erzählt die Geschichte jüdischen Lebens in Leipzig zwischen 1909 und 1938.

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