Wie gehen junge Menschen heute mit der Geschichte der Shoah um? Welche Bedeutung hat sie für die deutsche Identität und welche Verantwortung ergibt sich daraus für die Gegenwart? Mit diesen Fragen beschäftigt sich die neue Spezialfolge des Podcasts „No One Is An Island“ der Regionalen Netzwerkstelle für Demokratie im Landkreis Leipzig (RNW). Im Mittelpunkt stehen dabei die Perspektiven und Gedanken junger Menschen, die ihre eigenen Fragen und Erkenntnisse zum Thema Post-Shoah-Antisemitismus teilen.
Im Sommer 2026 fand in Bad Lausick ein Workshop mit engagierten Jugendlichen zum Thema „Post-Shoah-Antisemitismus“ statt. Fachlich begleitet wurde das Angebot von zwei Expert:innen des Ariowitsch-Hauses, einem jüdischen Kultur- und Begegnungszentrum, das Bildung, Kultur und jüdisches Leben miteinander verbindet.
Der Begriff Post-Shoah-Antisemitismus beschreibt Formen des Antisemitismus, die sich auf die Shoah beziehen und im Umgang mit ihrer Geschichte, Erinnerung und Aufarbeitung sichtbar werden. Doch was bedeutet das konkret für junge Menschen heute – im Landkreis Leipzig und darüber hinaus? Und wie beeinflusst die Erinnerung an die Shoah das Verständnis von deutscher Identität bis in die Gegenwart?
Die Podcastfolge greift diese Fragen auf und eröffnet einen persönlichen Zugang zu Erinnerungskultur und historischer Verantwortung. Sie regt dazu an, über die Bedeutung der Shoah für die eigene Identität nachzudenken und sich mit den Herausforderungen auseinanderzusetzen, die sich daraus für das gesellschaftliche Zusammenleben heute ergeben.
Das Besondere an dieser Folge: Die Jugendlichen selbst kommen zu Wort. Sie übernehmen die Mikrofone und gestalten die Auseinandersetzung mit dem Thema aus ihrer eigenen Perspektive. So entstehen Einblicke in ihre Gedanken, Fragen und Sichtweisen – jenseits eines rein pädagogischen Zugangs. Die Folge zeigt, wie junge Menschen Geschichte für sich erschließen und welche Impulse daraus für die Gegenwart entstehen können.
Auf die gewohnte Musik wird diesmal verzichtet. Stattdessen erwartet die Hörer:innen ein besonderer Filmtipp, der die thematische Auseinandersetzung ergänzt.
Mit dem Podcast „No One Is An Island“ schafft die Regionale Netzwerkstelle für Demokratie im Landkreis Leipzig Raum für gesellschaftliche Fragen, unterschiedliche Perspektiven und demokratischen Austausch. Die Spezialfolge macht deutlich, wie wichtig es ist, junge Menschen aktiv in die Auseinandersetzung mit Geschichte, Antisemitismus und demokratischer Verantwortung einzubeziehen.
Jetzt reinhören: Die Spezialfolge 028 „Post-Shoah-Antisemitismus“ von „No One Is An Island“ lädt dazu ein, den Stimmen junger Menschen zuzuhören, neue Perspektiven kennenzulernen und sich mit der Bedeutung von Erinnerung für unsere Gegenwart auseinanderzusetzen. Die Sendung läuft am Samstag, den 21.11. / 11 Uhr bei Radio Blau sowie am Montag, 23.11. / 16 Uhr beim Rundfunkkombinat und ist danach auf allen großen Podcast-Plattformen zu hören.
Über die Regionale Netzwerkstelle für Demokratie im Landkreis Leipzig
Die Regionale Netzwerkstelle für Demokratie im Landkreis Leipzig (RNW) engagiert sich für demokratische Kultur, gesellschaftlichen Austausch und die Auseinandersetzung mit aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen. Mit dem Podcast „No One Is An Island“ bietet sie Raum für Themen, Perspektiven und Stimmen, die zum Nachdenken und Mitgestalten anregen.
Über das Ariowitsch-Haus
Das Ariowitsch-Haus ist ein Ort der Kultur, Begegnung und Bildung im Herzen des Leipziger Waldstraßenviertels. Als gemeinnütziger Verein setzen wir uns mit zahlreichen kulturellen Veranstaltungen, wöchentlichen Kursen für Jung und Alt sowie politischer Bildungsarbeit für eine offene, vielfältige und demokratische Gesellschaft ein.
Unsere Angebote erreichen dabei nicht nur Menschen in Leipzig sondern in ganz Sachsen und leisten einen essentiellen Beitrag zur Stärkung von sozialem Zusammenhalt in der Region. Im Mittelpunkt unserer Arbeit stehen die Vielfalt jüdischer Kultur und Geschichte und die kritische Auseinandersetzung mit dem Phänomen Antisemitismus. Wir schaffen offene Dialogräume, fördern das Vermögen zu politischer Partizipation und stärken Handlungskompetenz.







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