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Thema

Antisemitismus

Europa setzt ein starkes Signal zur Bekämpfung von Antisemitismus

Heute wurde von der Europäischen Kommission und der IHRA (International Holocaust Remembrance Alliance) ein Handbuch zur Anwendung der Arbeitsdefinition von Antisemitismus vorgestellt. „Die Veröffentlichung eines europäisch abgestimmten Handbuchs zur Klärung dessen, was als antisemitisch eingestuft wird, bietet hilfreiche Unterstützung bei der europaweiten Prävention und Bekämpfung von Antisemitismus“, so der Beauftragte der Sächsischen Staatsregierung für das Jüdische Leben, Dr. Thomas Feist.

Stoppt den Judenhass! Sigmund Gottliebs empörte Streitschrift gegen den neu aufkommenden Antisemitismus in Deutschland

Man versteht ihn ja und auch seine Wut. Das Ausrufezeichen ist nicht ganz zufällig in den Titel von Sigmund Gottliebs Streitschrift „Stoppt den Judenhass!“ geraten. Sigmund Gottlieb, der immerhin mehr als 20 Jahre lang Chefredakteur des Bayerischen Fernsehens war, ist wütend. Immer mehr antisemitische Vorfälle werden bekannt. Der versuchte Anschlag auf die Synagoge in Halle vor einem Jahr hat Gottlieb endgültig auf die Palme gebracht.

Kerstin Köditz: Zuwachs judenfeindlicher Straftaten in Sachsen hält wohl auch 2020 an

Die Fallzahlen bei antisemitischen Taten in Sachsen steigen weiter. Monatliche Anfragen (zuletzt Drucksache 7/4043) von Kerstin Köditz, in der Linksfraktion für Innenpolitik zuständig, zeigen: Bislang wurden allein für das erste Halbjahr 2020 mehr als 90 Fälle polizeilich registriert, die meisten davon rechtsmotiviert.

Ausländerfeindlichkeit seit 2018 gesunken, Verschwörungsmythen weit verbreitet

Die Ausländerfeindlichkeit in Deutschland hat abgenommen, aber es gibt ein dauerhaft hohes Niveau bei rechtsextremen Einstellungen. Zu beobachten ist zudem eine „Radikalisierung und Enthemmung unter extremen Rechten“. Das sind zentrale Ergebnisse der repräsentativen „Leipziger Autoritarismus-Studie“. Prof. Dr. Oliver Decker und Prof. Dr. Elmar Brähler vom Kompetenzzentrum für Rechtsextremismus- und Demokratieforschung der Universität Leipzig präsentierten die Studienergebnisse am Mittwoch, 18. November, in der Bundespressekonferenz in Berlin.

Ariowitsch-Haus für den Sächsischen Förderpreis für Demokratie nominiert

Aus 50 Bewerbungen hat die Jury des Sächsischen Förderpreis für Demokratie sechs Initiativen und Kommunen für die zweite Runde des Preisausschreibens nominiert – darunter das Projekt „Abbau von Antisemitismus“ des Ariowitsch-Haus e.V. Das vom Land Sachsen geförderte Projekt „Abbau von Antisemitismus“ soll mit politischer Bildungsarbeit an Schulen Jugendliche für antisemitische Argumentationsmuster und Diskriminierungsformen sensibilisieren.

Attentat vor einer Synagoge in Hamburg: Schluss mit den verharmlosenden Reflexen!

Am Sonntagnachmittag wurde vor einer Synagoge in Hamburg ein jüdischer Student von einem Mann mit einem Klappspaten angegriffen. Der Angreifer schlug dem jungen Mann mit dem Spaten gezielt auf den Kopf und verletzte ihn dabei. Polizei und Staatsschutz ermitteln. DaMigra, Dachverband der Migrantinnen*organisationen, verurteilt diese Tat auf das Schärfste und kritisiert den Umgang von Medien und Polizei.

Expert/-innenespräch: Ein Jahr nach dem Anschlag in Halle

Der antisemitische Terroranschlag im Oktober 2019 war, so bitter es ist, nur eine Frage der Zeit. Antifaschistische Initiativen und jüdische Organisationen weisen seit Jahren darauf hin, dass die rechten Radikalisierungsprozesse, online wie offline, die Verrohung der Gesellschaft und die Zuspitzung entsprechender Weltbilder in reale physische Gewalt auch terroristischer Dimensionen münden werden. Und dies gerade vor dem Hintergrund der langen Geschichte des rechten und antisemitischen Terrors in Deutschland.

Antisemitismus in der Sprache: Warum in einigen beliebten Worten noch immer die alte Judenverachtung steckt

Mauscheln geht gar nicht und Schachern schon gar nicht. Und dabei sind es zwei Lieblingsworte der deutschen Schlagzeilen-Macher. Zwei, die sie besser nicht mehr benutzen sollten. Und wenn sie Ronen Steinkes kleinen Essay gelesen haben, wissen sie auch, warum. Steinke ist selbst Journalist bei der „Süddeutschen Zeitung“. Und er weiß, wie gedankenlos wir mit Lehnworten aus dem Jiddischen umgehen.

Mittwoch, der 15. April 2020: Kontaktverbote bleiben, Schulen und Geschäfte öffnen wieder

Ab dem kommenden Montag, 20. April, wird es einige Lockerungen in Sachen Coronaschutz geben. Geschäfte sollen teilweise wieder öffnen; zwei Wochen später auch Schulen und Friseure. Die Kontaktverbote bleiben jedoch mindestens bis zum 3. Mai bestehen. Die genauen Regelungen für Sachsen dürften bald folgen. Die L-IZ fasst zusammen, was am Mittwoch, den 15. April 2020, in Leipzig und darüber hinaus wichtig war.

Neuer Höchststand bei antisemitischen Straftaten in Sachsen

2019 wurden in Sachsen insgesamt 156 antisemitische Straftaten bekannt. Das ist das Ergebnis der monatlichen Kleinen Anfragen der Linken-Abgeordneten Kerstin Köditz. Zugrunde liegen Daten der Polizei, bereits einbezogen sind bisher angefallene Nachmeldungen (zuletzt: Drucksache 7/1860).

Lesung: Schonzeit vorbei – Steht zu uns!

Autorin Juna Grossmann liest am 16. März, 18 bis 20 Uhr, in der Volkshochschule, Löhrstraße 3 – 7, aus ihrem Buch „Schonzeit vorbei - Über das Leben mit dem täglichen Antisemitismus“. Juna Grossmann arbeitet in einer NS-Gedenkstätte und beobachtet seit Jahren, wie offene judenfeindliche Angriffe zunehmen, lauter werden, bedrohlicher.

Rodig reflektiert: Das Grauen „Geh rein und töte alles” + Video

LEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 72, seit 25. Oktober im HandelIhr Ministerpräsident in spe ist entsetzt. Von einer Tat, bei der nicht klar ist, ob die Dummheit des Angreifers oder die Hysterie der Menschen in den Stunden nach dem Anschlag das bedenklichere Moment darstellt.

Sachsen stellt zusätzlich 150.000 Euro für Projekte zur Bekämpfung von Antisemitismus zur Verfügung

In Sachsen nimmt die Zahl antisemitischer Straftaten kontinuierlich zu. Im vergangenen Jahr wurde 136 Straftaten registriert, das waren 33 Taten mehr als 2017 und rund 50 mehr als noch in 2016. Auch die Ergebnisse des Sachsen-Monitors 2018 zeigen, dass antisemitische Vorurteile und Ressentiments in der Mitte der Gesellschaft zu finden sind. 21 Prozent der Befragten stimmten der Aussage zu, das Juden versuchen heute Vorteile daraus zu ziehen, dass sie während der Nazi-Zeit die Opfer gewesen waren.

Nach den Morden von Halle: Schluss mit der Selbstverharmlosung!

Waren die Morde und der Angriff auf die Synagoge in Halle/Saale ein „Alarmzeichen“, wie die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer meinte? Nein, das offensichtlich beabsichtigte Massaker in der Hallenser Synagoge am Feiertag Jom Kippur ist der dramatische Tiefpunkt einer Entwicklung, die seit mindestens drei Jahrzehnten anhält: das Wachsen des Rechtsextremismus, der wesensmäßig im Antisemitismus verankert ist, und seine Verleugnung bzw. Verdrängung („Die Sachsen sind immun gegen den Rechtsextremismus“, Kurt Biedenkopf).

Vortrag zu einem Tabu-Thema der DDR: Antisemitismus und Antizionismus

Historiker Steffen Held geht in seinem Vortrag „Antisemitismus und Antizionismus in der DDR“ und der anschließenden Diskussion am Donnerstag, dem 19. September, 18 bis 19:30 Uhr, in der Volkshochschule Leipzig, Löhrstraße 3 – 7, auf ein Thema ein, das in der DDR tabu war.

Auch in Sachsen kommt es immer wieder zu antisemitischen Aktivitäten

Für den Monat Juli 2019 wurden in Sachsen bereits sieben antisemitische Handlungen gemeldet. Wie aus einer Antwort des Innenministeriums auf eine Landtagsanfrage hervorgeht, wird bislang auch gegen sieben Tatverdächtige ermittelt. Dabei handelt es sich allerdings um vorläufige Zahlen. In den meisten Fällen sind es im öffentlichen Bereich gerufene oder geschmierte Parolen.

Köditz: Zahl der antisemitischen Straftaten in Sachsen weiter auf hohem Niveau

Im ersten Halbjahr 2019 wurden sachsenweit mindestens 55 antisemitische Straftaten registriert. Das ergibt eine Auswertung ihrer parlamentarischen Anfragen durch Kerstin Köditz, Sprecherin der Linksfraktion für antifaschistische Politik (Monats-Abfragen, zuletzt Landtags-Drucksache 6/18156).

Der Stadtrat tagt: Klares Bekenntnis gegen Antisemitismus und Antiromaismus + Video

In einer umfangreichen Erklärung hat sich der Stadtrat am Mittwoch, den 26. Juni, „gegen jeden Antisemitismus“ positioniert. Fast alle Stadträte stimmten einem gemeinsamen Antrag von SPD, CDU, Grünen und Freibeutern zu. Auch ein Antrag unter dem Titel „Kein Platz für Antiromaismus in Leipzig“ wurde angenommen. Die AfD stimmte beiden Anträgen zu, relativierte in einer Rede jedoch den Antisemitismus im Nationalsozialismus.

Offener Brief an den Stadtrat – Betreff: Antrag „Gegen jeden Antisemitismus“

Wir, jüdische Migrant*innen in Leipzig, möchten hiermit unsere Besorgnis über den Antrag „Gegen jeden Antisemitismus“ zum Ausdruck bringen, der am 17-18. April 2019 im Leipziger Stadtrat diskutiert werden soll. Wir begrüßen selbstverständlich die Bemühungen der Stadt Leipzig, Antisemitismus zu bekämpfen, da wir als Jüd*innen in Deutschland selbst nicht selten antisemitische Diskriminierung erleben. Der Inhalt des vorliegenden Antrags „Gegen jeden Antisemitismus“ verfehlt allerdings leider das Ziel, eine Grundlage für eine erfolgreiche Bekämpfung von Antisemitismus zu schaffen.

„Sind so kleine Hände“: Lesung und Diskussion mit Dr. Eva Umlauf, die als 3jähriges Kind die Hölle in Auschwitz überlebte + Video

VideoLeipzig, Felsenkeller, kleiner Saal. Es ist Freitagabend, kurz vor 18 Uhr, ein lauer Frühlingswind fährt den zahlreichen Besuchern unter die Nase, die auf Einlass ins „Naumann´s“ hoffen. Der Verein des Erich-Zeigner-Hauses hatte geladen, um am 70.Todestag (5. April 1949) des ersten Leipziger Oberbürgermeisters einen besonderen Gast, mit Dr. Eva Umlauf eine außergewöhnliche Frau zu begrüßen. Ein besonderer Abend, so unterstrichen einhellig Henry Lewkowitz, Vorsitzender des Erich-Zeigner-Hauses e.V. und Dr. Nils Franke, Historiker, die zu erwartende Stimmung. Gespannt und auch betroffen, schmunzelnd ab und zu und dann wieder nachdenklich sollte sie auch werden.

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