Artikel zum Schlagwort Antisemitismus

Leipziger Autoritarismus-Studie 2020 veröffentlicht

Ausländerfeindlichkeit seit 2018 gesunken, Verschwörungsmythen weit verbreitet

Foto: Universität Leipzig/Thomas Häse

Für alle LeserDie Ausländerfeindlichkeit in Deutschland hat abgenommen, aber es gibt ein dauerhaft hohes Niveau bei rechtsextremen Einstellungen. Zu beobachten ist zudem eine „Radikalisierung und Enthemmung unter extremen Rechten“. Das sind zentrale Ergebnisse der repräsentativen „Leipziger Autoritarismus-Studie“. Prof. Dr. Oliver Decker und Prof. Dr. Elmar Brähler vom Kompetenzzentrum für Rechtsextremismus- und Demokratieforschung der Universität Leipzig präsentierten die Studienergebnisse am Mittwoch, 18. November, in der Bundespressekonferenz in Berlin. Weiterlesen

Ariowitsch-Haus für den Sächsischen Förderpreis für Demokratie nominiert

Foto: Ernst-Ulrich Kneitschel

Aus 50 Bewerbungen hat die Jury des Sächsischen Förderpreis für Demokratie sechs Initiativen und Kommunen für die zweite Runde des Preisausschreibens nominiert – darunter das Projekt „Abbau von Antisemitismus“ des Ariowitsch-Haus e.V. Das vom Land Sachsen geförderte Projekt „Abbau von Antisemitismus“ soll mit politischer Bildungsarbeit an Schulen Jugendliche für antisemitische Argumentationsmuster und Diskriminierungsformen sensibilisieren. Weiterlesen

Attentat vor einer Synagoge in Hamburg: Schluss mit den verharmlosenden Reflexen!

Am Sonntagnachmittag wurde vor einer Synagoge in Hamburg ein jüdischer Student von einem Mann mit einem Klappspaten angegriffen. Der Angreifer schlug dem jungen Mann mit dem Spaten gezielt auf den Kopf und verletzte ihn dabei. Polizei und Staatsschutz ermitteln. DaMigra, Dachverband der Migrantinnen*organisationen, verurteilt diese Tat auf das Schärfste und kritisiert den Umgang von Medien und Polizei. Weiterlesen

Wochen gegen Antisemitismus im D5

Expert/-innenespräch: Ein Jahr nach dem Anschlag in Halle

Gegen jeden Antisemitismus.

Der antisemitische Terroranschlag im Oktober 2019 war, so bitter es ist, nur eine Frage der Zeit. Antifaschistische Initiativen und jüdische Organisationen weisen seit Jahren darauf hin, dass die rechten Radikalisierungsprozesse, online wie offline, die Verrohung der Gesellschaft und die Zuspitzung entsprechender Weltbilder in reale physische Gewalt auch terroristischer Dimensionen münden werden. Und dies gerade vor dem Hintergrund der langen Geschichte des rechten und antisemitischen Terrors in Deutschland. Weiterlesen

Warum es auf die Wortwahl ankommt

Antisemitismus in der Sprache: Warum in einigen beliebten Worten noch immer die alte Judenverachtung steckt

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserMauscheln geht gar nicht und Schachern schon gar nicht. Und dabei sind es zwei Lieblingsworte der deutschen Schlagzeilen-Macher. Zwei, die sie besser nicht mehr benutzen sollten. Und wenn sie Ronen Steinkes kleinen Essay gelesen haben, wissen sie auch, warum. Steinke ist selbst Journalist bei der „Süddeutschen Zeitung“. Und er weiß, wie gedankenlos wir mit Lehnworten aus dem Jiddischen umgehen. Weiterlesen

Mittwoch, der 15. April 2020: Kontaktverbote bleiben, Schulen und Geschäfte öffnen wieder

Foto: CDU / Laurence Chaperon

Für alle LeserAb dem kommenden Montag, 20. April, wird es einige Lockerungen in Sachen Coronaschutz geben. Geschäfte sollen teilweise wieder öffnen; zwei Wochen später auch Schulen und Friseure. Die Kontaktverbote bleiben jedoch mindestens bis zum 3. Mai bestehen. Die genauen Regelungen für Sachsen dürften bald folgen. Die L-IZ fasst zusammen, was am Mittwoch, den 15. April 2020, in Leipzig und darüber hinaus wichtig war. Weiterlesen

Sachsen stellt zusätzlich 150.000 Euro für Projekte zur Bekämpfung von Antisemitismus zur Verfügung

Petra Köpping (SPD), Sozialministerin Sachsens. Foto: L-IZ.de

In Sachsen nimmt die Zahl antisemitischer Straftaten kontinuierlich zu. Im vergangenen Jahr wurde 136 Straftaten registriert, das waren 33 Taten mehr als 2017 und rund 50 mehr als noch in 2016. Auch die Ergebnisse des Sachsen-Monitors 2018 zeigen, dass antisemitische Vorurteile und Ressentiments in der Mitte der Gesellschaft zu finden sind. 21 Prozent der Befragten stimmten der Aussage zu, das Juden versuchen heute Vorteile daraus zu ziehen, dass sie während der Nazi-Zeit die Opfer gewesen waren. Weiterlesen

Gastkommentar von Christian Wolff

Nach den Morden von Halle: Schluss mit der Selbstverharmlosung!

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserWaren die Morde und der Angriff auf die Synagoge in Halle/Saale ein „Alarmzeichen“, wie die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer meinte? Nein, das offensichtlich beabsichtigte Massaker in der Hallenser Synagoge am Feiertag Jom Kippur ist der dramatische Tiefpunkt einer Entwicklung, die seit mindestens drei Jahrzehnten anhält: das Wachsen des Rechtsextremismus, der wesensmäßig im Antisemitismus verankert ist, und seine Verleugnung bzw. Verdrängung („Die Sachsen sind immun gegen den Rechtsextremismus“, Kurt Biedenkopf). Weiterlesen

Auch in Sachsen kommt es immer wieder zu antisemitischen Aktivitäten

Foto: Laurence Chaperon

Für den Monat Juli 2019 wurden in Sachsen bereits sieben antisemitische Handlungen gemeldet. Wie aus einer Antwort des Innenministeriums auf eine Landtagsanfrage hervorgeht, wird bislang auch gegen sieben Tatverdächtige ermittelt. Dabei handelt es sich allerdings um vorläufige Zahlen. In den meisten Fällen sind es im öffentlichen Bereich gerufene oder geschmierte Parolen. Weiterlesen

Der Stadtrat tagt: Klares Bekenntnis gegen Antisemitismus und Antiromaismus + Video

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserIn einer umfangreichen Erklärung hat sich der Stadtrat am Mittwoch, den 26. Juni, „gegen jeden Antisemitismus“ positioniert. Fast alle Stadträte stimmten einem gemeinsamen Antrag von SPD, CDU, Grünen und Freibeutern zu. Auch ein Antrag unter dem Titel „Kein Platz für Antiromaismus in Leipzig“ wurde angenommen. Die AfD stimmte beiden Anträgen zu, relativierte in einer Rede jedoch den Antisemitismus im Nationalsozialismus. Weiterlesen

Offener Brief an den Stadtrat – Betreff: Antrag „Gegen jeden Antisemitismus“

Foto: L-IZ.de

Wir, jüdische Migrant*innen in Leipzig, möchten hiermit unsere Besorgnis über den Antrag „Gegen jeden Antisemitismus“ zum Ausdruck bringen, der am 17-18. April 2019 im Leipziger Stadtrat diskutiert werden soll. Wir begrüßen selbstverständlich die Bemühungen der Stadt Leipzig, Antisemitismus zu bekämpfen, da wir als Jüd*innen in Deutschland selbst nicht selten antisemitische Diskriminierung erleben. Der Inhalt des vorliegenden Antrags „Gegen jeden Antisemitismus“ verfehlt allerdings leider das Ziel, eine Grundlage für eine erfolgreiche Bekämpfung von Antisemitismus zu schaffen. Weiterlesen

Am Freitag im Felsenkeller

„Sind so kleine Hände“: Lesung und Diskussion mit Dr. Eva Umlauf, die als 3jähriges Kind die Hölle in Auschwitz überlebte + Video

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserVideoLeipzig, Felsenkeller, kleiner Saal. Es ist Freitagabend, kurz vor 18 Uhr, ein lauer Frühlingswind fährt den zahlreichen Besuchern unter die Nase, die auf Einlass ins „Naumann´s“ hoffen. Der Verein des Erich-Zeigner-Hauses hatte geladen, um am 70.Todestag (5. April 1949) des ersten Leipziger Oberbürgermeisters einen besonderen Gast, mit Dr. Eva Umlauf eine außergewöhnliche Frau zu begrüßen. Ein besonderer Abend, so unterstrichen einhellig Henry Lewkowitz, Vorsitzender des Erich-Zeigner-Hauses e.V. und Dr. Nils Franke, Historiker, die zu erwartende Stimmung. Gespannt und auch betroffen, schmunzelnd ab und zu und dann wieder nachdenklich sollte sie auch werden. Weiterlesen

Konrad-Adenauer-Stiftung diskutiert über Antisemitismus

Sichtbar zugehörig? Von der Normalität jüdischen Lebens in Deutschland

Foto: Ralf Julke

Mit welchem alltäglichen Umgang sind jüdische Mitbürger heute in Deutschland konfrontiert? Wie „normal“ gestaltet sich jüdisches Leben in Deutschland? Zum Abschluss der Veranstaltungsreihe „Neuer alter Hass – Zum Antisemitismus damals und heute“ lädt die Konrad-Adenauer-Stiftung am 4. April ins Museum der bildenden Künste Leipzig ein. Weiterlesen