Artikel zum Schlagwort Antisemitismus

Dokumentarfilm gegen Antisemitismus sucht Unterstützung

Leipziger Initiative bringt erinnerungspolitisches Projekt mit Geflüchteten auf den Weg

Foto: L-IZ.de

Die Initiative „Leipzig korrektiv“ steckt derzeit in den aktiven Vorbereitungen für ein Filmprojekt. Im Zentrum des Dokumentarfilms soll die Konfrontation von Geflüchteten mit dem Holocaust und die aktive Auseinandersetzung mit dem historischen Antisemitismus sein. Die Initiator*innen erhoffen sich dadurch eine Vorbildwirkung für Antisemitismus-Aufklärung. Weiterlesen

Bekenntnis „Gegen jeden Antisemitismus!“ im Stadtrat

Man kann nicht das Existenzrecht Israels verteidigen und das eines eigenständigen Palästina vergessen

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserSeit November läuft ein Antrag durchs Verfahren im Stadtrat, den gleich drei Fraktionen zusammen eingereicht haben: CDU, SPD und Grüne. Und den man – vom Sinn her – sofort unterschreiben könnte: „Gegen jeden Antisemitismus“. Aber drei Stadträt/-innen meinen: Da fehlt noch was. Und sie haben ebenfalls recht. Weiterlesen

Stadtrats-Antrag: Gegen jeden Antisemitismus!

Foto: Alexander Böhm

Vor 80 Jahren brannten in Deutschland Synagogen - auch in Leipzig. Das war der Auftakt zur systematischen Verfolgung der Juden im Deutschen Reich und das Ganze endete mit sechs Millionen toten Juden in den Gaskammern von Auschwitz und anderen Vernichtungslagern. Der Antisemitismus erlebt aktuell leider eine Renaissance in Europa und auch in Deutschland. Beispiele dafür sind politische Akteure, die die NS-Zeit als „Vogelschiss“ in der deutschen Geschichte bezeichnen oder gar eine 180-Grad-Wende in der Erinnerungskultur fordern. Weiterlesen

Rico Gebhardt und Kerstin Köditz für Antisemitismusbeauftragten in Sachsen

Foto: DiG/Trialon

Anlässlich der Aktuellen Debatte „Antisemitismus gestern und heute – warum die Reichspogromnacht nicht nur Geschichte ist“ erklärt Rico Gebhardt, Vorsitzender der Fraktion Die Linke im Sächsischen Landtag: „Wenn heute mitten in Sachsen, hier in Chemnitz, eine Horde vermummter Nazis eine jüdische Gaststätte überfallen, um nur ein aktuelles Beispiel herauszugreifen, ist das nicht einfach irgendein Delikt. Dann ist das etwas besonders Erschreckendes, weil damit in schamloser Weise gegen das „Nie wieder!“ verstoßen wird, das zum Fundament unserer Gesellschaft seit der Befreiung vom Faschismus gehört."Weiterlesen

Flucht ins Autoritäre ist keine Alternative

Zwei grüne Politikerinnen erinnern daran, dass Demokratie Verteidiger mit Rückgrat braucht

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserNach den Landtagswahlen in Bayern und Hessen wunderten sich ja die Zeitungskommentatoren landauf landab darüber, dass ausgerechnet die Grünen so zugelegt haben, rätselten über den „Verfall der Volksparteien“ und warfen den Grünen gar Beliebigkeit vor. Aber wenn man die Wähler selbst fragte, wurde deutlicher, dass die Grünen gerade deshalb Zuspruch bekamen, weil sie – anders als die „Volksparteien“ – klare Kante gegen Ausländerfeindlichkeit zeigten. Weiterlesen

Leipziger Autoritarismus-Studie 2018

Stimmungsmache zu Ausländern steckt immer mehr Deutsche an, Hilflosigkeit verwandelt sich immer stärker in Autoritarismus

Foto: Swen Reichhold/Universität Leipzig

Für alle LeserOb die „Zeit“ mit ihrer Behauptung recht hat, „40 Prozent der Deutschen können sich ein autoritäres Regime vorstellen“, bezweifle ich. Da verwechselt die flotte Zeitung wohl den autoritären Charakter mit der Befürwortung eines autoritären Regimes. Und sie übersieht mal wieder die Quellen, die Menschen so empfänglich machen für autoritäre Botschaften. Denn der autoritäre Charakter ist nun einmal nicht gleich ein Nazi, aber nur zu gern ein Untertan. Weiterlesen

Wie sich dem Antisemitismus stellen?

Foto: Stadt Leipzig

Volkshochschule und Deutsch Israelische Gesellschaft laden zur Podiumsdiskussion „Du Jude! – Der alltägliche Antisemitismus in Deutschland“ am Montag, 3. September, 18 bis 20 Uhr, in die Löhrstraße 3 - 7, ein. Podiumsgäste sind der Antisemitismus-Beauftragte der Bundesregierung, Dr. Felix Klein, und der Autor und Psychologe Ahmad Mansour. Es moderiert Dr. Thomas Feist, LeipzigConsult. Weiterlesen

Rechtsextremismus: Leipziger Staatsanwälte dulden seit zwei Jahren Nachdruck von NS-Literatur durch Nazi-Verlag

Bücher aus dem Giftschrank

Foto: Michael Freitag

Für alle LeserLZ/Auszug aus Ausgabe 54Seit Frühjahr 2016 handelt ein Leipziger Verlag mit Nachdrucken nationalsozialistischer Hetzschriften (LZ berichtete in der November-Ausgabe 2016). Das Sortiment umfasst unter anderem Hitlers „Mein Kampf“, Werke des NS-Ideologen Alfred Rosenberg und antisemitische Kinderbücher. Wenngleich die Staatsanwaltschaft seit 2016 ermittelt, kann dessen Eigentümer sein Treiben unbehelligt fortsetzen. Weiterlesen

Eine Demonstration gegen Antisemitismus

Video: „Marsch des Lebens“ in Leipzig erinnert an die Shoah

Foto: Luca Kunze

Für alle LeserRund 150 Menschen haben sich gestern am 11. April am “Marsch des Lebens” zum Jom HaShoa („Tag der Shoah“) in Leipzig beteiligt. Bei strömendem Regen und Hagel liefen sie vom Richard-Wagner-Platz bis zum Marktplatz. Dort wurde bei einer öffentlichen Kundgebung den Opfern des Holocaust gedacht und vor der Aktualität der Gefahr durch Antisemitismus gewarnt. Der Marsch verlief weitestgehend frei von Störungen. Zweimal hatten sich drei junge Männer dem Zug genähert, die Parolen “Freiheit für Israel” und “Scheiß Israel” skandiert und sich dabei selbst gefilmt. Da sie sich jedoch schnell wieder entfernten, blieben die Aktionen ohne Folgen Weiterlesen

Antisemitismus

Kontroverse um Uwe Steimle als Schirmherr der Ökumenischen Friedensdekade 2018 + Update 28.02.

Foto: Ernst-Ulrich Kneitschel

Für alle LeserEin Antisemit als Friedensbotschafter? Wenn es nach dem Willen der Ökumenischen Friedensdekade geht, soll es genau darauf in diesem Jahr hinauslaufen. Der von einem Gericht als „völkisch-antisemitisch“ eingeschätzte Dresdner Kabarettist Uwe Steimle soll im November die Schirmherrschaft der diesjährigen Friedensdekade übernehmen. In einem Interview rief er kürzlich zu einem „Marsch auf Berlin“ auf, um die Politiker im Reichstag „auszuhungern“. Die Öffentlich-Rechtlichen bezeichnet Steimle als „Propagandamedien“. Weiterlesen

Wie Antisemitismus und Ausgrenzung eine Gesellschaft zerfressen

Arthur Millers „Fokus“ neu aufgelegt und eindrucksvoll illustriert von einer Leipziger Künstlerin

Foto: Ralf Julke

Für Freikäufer„Während der Lektüre erschrak ich“, schreibt Franziska Neubert. „Arthur Miller beschreibt präzise den ungeheuerlichen und gesellschaftlich akzeptierten Antisemitismus in der amerikanischen Mittelschicht in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs in den USA.“ Franziska Neubert hat Millers Roman illustriert, der sich im Jahr 2017 so gegenwärtig liest, dass man jede Menge Grund hat zu erschrecken. Weiterlesen

Leipziger demonstrieren gegen Antisemiten

Die PARTEI marschiert gegen Luther und für Sonneborn + Video

Foto: Alexander Böhm

Für alle LeserAm Nachmittag demonstrierten circa 60 Personen gegen das 500. Martin-Luther-Jubiläum und thematisierten den Lutherischen Antisemitismus. Organisiert wurde die Veranstaltung von der Partei Die PARTEI. Der Demonstrationszug zog ab 13 Uhr vom Connewitzer Kreuz zum Neuen Rathaus. Zentrale Forderung war die Umbenennung des Martin-Luther-Rings in Martin-Sonneborn-Ring. Weiterlesen

Podiumsdiskussion am 23. Mai: Antisemitismus im Fußball im Anschluss an „Juller“-Vorstellung

Foto: Tom Schulze

Das Theater der Jungen Welt und der RB-Leipzig-Fanclub Rasenballisten e.V. laden im Anschluss an die Vorstellung von „Juller“ am 23. Mai um 19:30 Uhr zu einer Podiumsdiskussion zu Antisemitismus und Fußball. „Juller“ bringt das Leben des deutschen Fußball-Nationalspielers jüdischer Herkunft Julius Hirsch auf die Bühne. Das Theaterstück „Juller“ basiert auf der Biografie des siebenmaligen deutschen Nationalspielers, der im Holocaust ermordet wurde. Einst wurde Hirsch als Innenstürmer im DFB-Trikot verehrt, 30 Jahre später von den Nationalsozialisten nach Auschwitz deportiert. Weiterlesen

Antisemitische Hetzschriften aus Leipzig

Ein Schelm

Buchcover Schelmverlag Screenshot

LEIPZIGER ZEITUNG/Auszug aus Ausgabe 37Für alle LeserWie kann man in heutigen Zeiten als Fan des Dritten Reiches Hitlers „Mein Kampf“ neu herausbringen, Alfred Rosenbergs NS-Schriften vertreiben und weitere antisemitische Hetzschriften als Nachdrucke im Netz verkaufen? Offenbar, indem man in den Produktbeschreibungen Bücher wie „Judas der Weltfeind“ oder „Das Buch Isidor“ vom ehemaligen Reichspropagandaminister Joseph Goebbels mit schelmischen Worten begleitet und sich vor allem vom Inhalt distanziert. Weiterlesen

Das nahende Ende eines Urheberrechts und die überfällige Aufarbeitung eines Mythos

Der Historiker Sven Felix Kellerhoff erzählt die durchaus lehrreiche Geschichte des Hitler-Buches „Mein Kampf“

Foto: Ralf Julke

Ist "Mein Kampf" gefährlich? Werden die Deutschen wieder alle zu Nazis, wenn im Januar möglicherweise Berge von Neuauflagen von Hitlers Kampfschrift in die Buchläden kommen? Denn dann läuft das Urheberrecht für das Monsterbuch des Herrn Hitler aus, der sich am 30. April 1945 das Leben nahm. Dann kann auch der Freistaat Bayern die Veröffentlichung nicht mehr unterbinden. Weiterlesen