Artikel zum Schlagwort Antisemitismus

Der Stadtrat tagt: Klares Bekenntnis gegen Antisemitismus und Antiromaismus + Video

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Für alle LeserIn einer umfangreichen Erklärung hat sich der Stadtrat am Mittwoch, den 26. Juni, „gegen jeden Antisemitismus“ positioniert. Fast alle Stadträte stimmten einem gemeinsamen Antrag von SPD, CDU, Grünen und Freibeutern zu. Auch ein Antrag unter dem Titel „Kein Platz für Antiromaismus in Leipzig“ wurde angenommen. Die AfD stimmte beiden Anträgen zu, relativierte in einer Rede jedoch den Antisemitismus im Nationalsozialismus. Weiterlesen

Offener Brief an den Stadtrat – Betreff: Antrag „Gegen jeden Antisemitismus“

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Wir, jüdische Migrant*innen in Leipzig, möchten hiermit unsere Besorgnis über den Antrag „Gegen jeden Antisemitismus“ zum Ausdruck bringen, der am 17-18. April 2019 im Leipziger Stadtrat diskutiert werden soll. Wir begrüßen selbstverständlich die Bemühungen der Stadt Leipzig, Antisemitismus zu bekämpfen, da wir als Jüd*innen in Deutschland selbst nicht selten antisemitische Diskriminierung erleben. Der Inhalt des vorliegenden Antrags „Gegen jeden Antisemitismus“ verfehlt allerdings leider das Ziel, eine Grundlage für eine erfolgreiche Bekämpfung von Antisemitismus zu schaffen. Weiterlesen

Am Freitag im Felsenkeller

„Sind so kleine Hände“: Lesung und Diskussion mit Dr. Eva Umlauf, die als 3jähriges Kind die Hölle in Auschwitz überlebte + Video

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Für alle LeserVideoLeipzig, Felsenkeller, kleiner Saal. Es ist Freitagabend, kurz vor 18 Uhr, ein lauer Frühlingswind fährt den zahlreichen Besuchern unter die Nase, die auf Einlass ins „Naumann´s“ hoffen. Der Verein des Erich-Zeigner-Hauses hatte geladen, um am 70.Todestag (5. April 1949) des ersten Leipziger Oberbürgermeisters einen besonderen Gast, mit Dr. Eva Umlauf eine außergewöhnliche Frau zu begrüßen. Ein besonderer Abend, so unterstrichen einhellig Henry Lewkowitz, Vorsitzender des Erich-Zeigner-Hauses e.V. und Dr. Nils Franke, Historiker, die zu erwartende Stimmung. Gespannt und auch betroffen, schmunzelnd ab und zu und dann wieder nachdenklich sollte sie auch werden. Weiterlesen

Konrad-Adenauer-Stiftung diskutiert über Antisemitismus

Sichtbar zugehörig? Von der Normalität jüdischen Lebens in Deutschland

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Mit welchem alltäglichen Umgang sind jüdische Mitbürger heute in Deutschland konfrontiert? Wie „normal“ gestaltet sich jüdisches Leben in Deutschland? Zum Abschluss der Veranstaltungsreihe „Neuer alter Hass – Zum Antisemitismus damals und heute“ lädt die Konrad-Adenauer-Stiftung am 4. April ins Museum der bildenden Künste Leipzig ein.Weiterlesen

Opfer beleidigt und geschlagen

Offenbar rassistischer Angriff in Leipzig: Rechte Gewalttaten in Sachsen steigen deutlich

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Für alle LeserIn Leipzig hat es am vergangenen Wochenende einen offenbar rassistisch motivierten Angriff gegeben. Mehrere Männer sollen einen Mann aus Westafrika beleidigt und geschlagen haben. Es ist nur ein Beispiel alltäglicher rechter Gewalt in Sachsen. Die Zahlen der Opferberatungsstelle RAA zeigen, dass rechte Gewalttaten deutlich zunehmen. Im vergangenen Jahr gab es dabei einen homofeindlichen Mord. Weiterlesen

Wenn Rechtsradikale Stimmung machen

Antisemitische Straftaten in Sachsen nahmen in den letzten zwei Jahren massiv zu

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Für alle LeserNatürlich ist es ein mediales Problem, wenn die Themen rechtsradikaler Parteien nun seit Jahren den öffentlichen Diskurs bestimmen. Erst das schafft den Hintergrund dafür, dass immer mehr Menschen glauben, man müsse ja nun mal wieder was sagen dürfen. Oder es sei akzeptabel, etwas gegen Flüchtlinge zu haben, zu sagen oder zu tun. Und da man da ja schon auf chauvinistischen Pfaden ist, sind antisemitische Übergriffe Teil dieser Melange. Das ist auch in Sachsen längst nachweisbar. Weiterlesen

Dokumentarfilm gegen Antisemitismus sucht Unterstützung

Leipziger Initiative bringt erinnerungspolitisches Projekt mit Geflüchteten auf den Weg

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Die Initiative „Leipzig korrektiv“ steckt derzeit in den aktiven Vorbereitungen für ein Filmprojekt. Im Zentrum des Dokumentarfilms soll die Konfrontation von Geflüchteten mit dem Holocaust und die aktive Auseinandersetzung mit dem historischen Antisemitismus sein. Die Initiator*innen erhoffen sich dadurch eine Vorbildwirkung für Antisemitismus-Aufklärung. Weiterlesen

Bekenntnis „Gegen jeden Antisemitismus!“ im Stadtrat

Man kann nicht das Existenzrecht Israels verteidigen und das eines eigenständigen Palästina vergessen

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Für alle LeserSeit November läuft ein Antrag durchs Verfahren im Stadtrat, den gleich drei Fraktionen zusammen eingereicht haben: CDU, SPD und Grüne. Und den man – vom Sinn her – sofort unterschreiben könnte: „Gegen jeden Antisemitismus“. Aber drei Stadträt/-innen meinen: Da fehlt noch was. Und sie haben ebenfalls recht. Weiterlesen

Stadtrats-Antrag: Gegen jeden Antisemitismus!

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Vor 80 Jahren brannten in Deutschland Synagogen - auch in Leipzig. Das war der Auftakt zur systematischen Verfolgung der Juden im Deutschen Reich und das Ganze endete mit sechs Millionen toten Juden in den Gaskammern von Auschwitz und anderen Vernichtungslagern. Der Antisemitismus erlebt aktuell leider eine Renaissance in Europa und auch in Deutschland. Beispiele dafür sind politische Akteure, die die NS-Zeit als „Vogelschiss“ in der deutschen Geschichte bezeichnen oder gar eine 180-Grad-Wende in der Erinnerungskultur fordern. Weiterlesen

Rico Gebhardt und Kerstin Köditz für Antisemitismusbeauftragten in Sachsen

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Anlässlich der Aktuellen Debatte „Antisemitismus gestern und heute – warum die Reichspogromnacht nicht nur Geschichte ist“ erklärt Rico Gebhardt, Vorsitzender der Fraktion Die Linke im Sächsischen Landtag: „Wenn heute mitten in Sachsen, hier in Chemnitz, eine Horde vermummter Nazis eine jüdische Gaststätte überfallen, um nur ein aktuelles Beispiel herauszugreifen, ist das nicht einfach irgendein Delikt. Dann ist das etwas besonders Erschreckendes, weil damit in schamloser Weise gegen das „Nie wieder!“ verstoßen wird, das zum Fundament unserer Gesellschaft seit der Befreiung vom Faschismus gehört."Weiterlesen

Flucht ins Autoritäre ist keine Alternative

Zwei grüne Politikerinnen erinnern daran, dass Demokratie Verteidiger mit Rückgrat braucht

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserNach den Landtagswahlen in Bayern und Hessen wunderten sich ja die Zeitungskommentatoren landauf landab darüber, dass ausgerechnet die Grünen so zugelegt haben, rätselten über den „Verfall der Volksparteien“ und warfen den Grünen gar Beliebigkeit vor. Aber wenn man die Wähler selbst fragte, wurde deutlicher, dass die Grünen gerade deshalb Zuspruch bekamen, weil sie – anders als die „Volksparteien“ – klare Kante gegen Ausländerfeindlichkeit zeigten. Weiterlesen

Leipziger Autoritarismus-Studie 2018

Stimmungsmache zu Ausländern steckt immer mehr Deutsche an, Hilflosigkeit verwandelt sich immer stärker in Autoritarismus

Foto: Swen Reichhold/Universität Leipzig

Für alle LeserOb die „Zeit“ mit ihrer Behauptung recht hat, „40 Prozent der Deutschen können sich ein autoritäres Regime vorstellen“, bezweifle ich. Da verwechselt die flotte Zeitung wohl den autoritären Charakter mit der Befürwortung eines autoritären Regimes. Und sie übersieht mal wieder die Quellen, die Menschen so empfänglich machen für autoritäre Botschaften. Denn der autoritäre Charakter ist nun einmal nicht gleich ein Nazi, aber nur zu gern ein Untertan. Weiterlesen

Wie sich dem Antisemitismus stellen?

Foto: Stadt Leipzig

Volkshochschule und Deutsch Israelische Gesellschaft laden zur Podiumsdiskussion „Du Jude! – Der alltägliche Antisemitismus in Deutschland“ am Montag, 3. September, 18 bis 20 Uhr, in die Löhrstraße 3 - 7, ein. Podiumsgäste sind der Antisemitismus-Beauftragte der Bundesregierung, Dr. Felix Klein, und der Autor und Psychologe Ahmad Mansour. Es moderiert Dr. Thomas Feist, LeipzigConsult. Weiterlesen

Rechtsextremismus: Leipziger Staatsanwälte dulden seit zwei Jahren Nachdruck von NS-Literatur durch Nazi-Verlag

Bücher aus dem Giftschrank

Foto: Michael Freitag

Für alle LeserLZ/Auszug aus Ausgabe 54Seit Frühjahr 2016 handelt ein Leipziger Verlag mit Nachdrucken nationalsozialistischer Hetzschriften (LZ berichtete in der November-Ausgabe 2016). Das Sortiment umfasst unter anderem Hitlers „Mein Kampf“, Werke des NS-Ideologen Alfred Rosenberg und antisemitische Kinderbücher. Wenngleich die Staatsanwaltschaft seit 2016 ermittelt, kann dessen Eigentümer sein Treiben unbehelligt fortsetzen. Weiterlesen

Eine Demonstration gegen Antisemitismus

Video: „Marsch des Lebens“ in Leipzig erinnert an die Shoah

Foto: Luca Kunze

Für alle LeserRund 150 Menschen haben sich gestern am 11. April am “Marsch des Lebens” zum Jom HaShoa („Tag der Shoah“) in Leipzig beteiligt. Bei strömendem Regen und Hagel liefen sie vom Richard-Wagner-Platz bis zum Marktplatz. Dort wurde bei einer öffentlichen Kundgebung den Opfern des Holocaust gedacht und vor der Aktualität der Gefahr durch Antisemitismus gewarnt. Der Marsch verlief weitestgehend frei von Störungen. Zweimal hatten sich drei junge Männer dem Zug genähert, die Parolen “Freiheit für Israel” und “Scheiß Israel” skandiert und sich dabei selbst gefilmt. Da sie sich jedoch schnell wieder entfernten, blieben die Aktionen ohne Folgen Weiterlesen