Artikel zum Schlagwort Antisemitismus

Warum es auf die Wortwahl ankommt

Antisemitismus in der Sprache: Warum in einigen beliebten Worten noch immer die alte Judenverachtung steckt

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Für alle LeserMauscheln geht gar nicht und Schachern schon gar nicht. Und dabei sind es zwei Lieblingsworte der deutschen Schlagzeilen-Macher. Zwei, die sie besser nicht mehr benutzen sollten. Und wenn sie Ronen Steinkes kleinen Essay gelesen haben, wissen sie auch, warum. Steinke ist selbst Journalist bei der „Süddeutschen Zeitung“. Und er weiß, wie gedankenlos wir mit Lehnworten aus dem Jiddischen umgehen. Weiterlesen

Mittwoch, der 15. April 2020: Kontaktverbote bleiben, Schulen und Geschäfte öffnen wieder

Foto: CDU / Laurence Chaperon

Für alle LeserAb dem kommenden Montag, 20. April, wird es einige Lockerungen in Sachen Coronaschutz geben. Geschäfte sollen teilweise wieder öffnen; zwei Wochen später auch Schulen und Friseure. Die Kontaktverbote bleiben jedoch mindestens bis zum 3. Mai bestehen. Die genauen Regelungen für Sachsen dürften bald folgen. Die L-IZ fasst zusammen, was am Mittwoch, den 15. April 2020, in Leipzig und darüber hinaus wichtig war. Weiterlesen

Sachsen stellt zusätzlich 150.000 Euro für Projekte zur Bekämpfung von Antisemitismus zur Verfügung

Foto: L-IZ.de

In Sachsen nimmt die Zahl antisemitischer Straftaten kontinuierlich zu. Im vergangenen Jahr wurde 136 Straftaten registriert, das waren 33 Taten mehr als 2017 und rund 50 mehr als noch in 2016. Auch die Ergebnisse des Sachsen-Monitors 2018 zeigen, dass antisemitische Vorurteile und Ressentiments in der Mitte der Gesellschaft zu finden sind. 21 Prozent der Befragten stimmten der Aussage zu, das Juden versuchen heute Vorteile daraus zu ziehen, dass sie während der Nazi-Zeit die Opfer gewesen waren. Weiterlesen

Gastkommentar von Christian Wolff

Nach den Morden von Halle: Schluss mit der Selbstverharmlosung!

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserWaren die Morde und der Angriff auf die Synagoge in Halle/Saale ein „Alarmzeichen“, wie die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer meinte? Nein, das offensichtlich beabsichtigte Massaker in der Hallenser Synagoge am Feiertag Jom Kippur ist der dramatische Tiefpunkt einer Entwicklung, die seit mindestens drei Jahrzehnten anhält: das Wachsen des Rechtsextremismus, der wesensmäßig im Antisemitismus verankert ist, und seine Verleugnung bzw. Verdrängung („Die Sachsen sind immun gegen den Rechtsextremismus“, Kurt Biedenkopf). Weiterlesen

Auch in Sachsen kommt es immer wieder zu antisemitischen Aktivitäten

Foto: Laurence Chaperon

Für den Monat Juli 2019 wurden in Sachsen bereits sieben antisemitische Handlungen gemeldet. Wie aus einer Antwort des Innenministeriums auf eine Landtagsanfrage hervorgeht, wird bislang auch gegen sieben Tatverdächtige ermittelt. Dabei handelt es sich allerdings um vorläufige Zahlen. In den meisten Fällen sind es im öffentlichen Bereich gerufene oder geschmierte Parolen. Weiterlesen

Der Stadtrat tagt: Klares Bekenntnis gegen Antisemitismus und Antiromaismus + Video

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserIn einer umfangreichen Erklärung hat sich der Stadtrat am Mittwoch, den 26. Juni, „gegen jeden Antisemitismus“ positioniert. Fast alle Stadträte stimmten einem gemeinsamen Antrag von SPD, CDU, Grünen und Freibeutern zu. Auch ein Antrag unter dem Titel „Kein Platz für Antiromaismus in Leipzig“ wurde angenommen. Die AfD stimmte beiden Anträgen zu, relativierte in einer Rede jedoch den Antisemitismus im Nationalsozialismus. Weiterlesen

Offener Brief an den Stadtrat – Betreff: Antrag „Gegen jeden Antisemitismus“

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Wir, jüdische Migrant*innen in Leipzig, möchten hiermit unsere Besorgnis über den Antrag „Gegen jeden Antisemitismus“ zum Ausdruck bringen, der am 17-18. April 2019 im Leipziger Stadtrat diskutiert werden soll. Wir begrüßen selbstverständlich die Bemühungen der Stadt Leipzig, Antisemitismus zu bekämpfen, da wir als Jüd*innen in Deutschland selbst nicht selten antisemitische Diskriminierung erleben. Der Inhalt des vorliegenden Antrags „Gegen jeden Antisemitismus“ verfehlt allerdings leider das Ziel, eine Grundlage für eine erfolgreiche Bekämpfung von Antisemitismus zu schaffen. Weiterlesen

Am Freitag im Felsenkeller

„Sind so kleine Hände“: Lesung und Diskussion mit Dr. Eva Umlauf, die als 3jähriges Kind die Hölle in Auschwitz überlebte + Video

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserVideoLeipzig, Felsenkeller, kleiner Saal. Es ist Freitagabend, kurz vor 18 Uhr, ein lauer Frühlingswind fährt den zahlreichen Besuchern unter die Nase, die auf Einlass ins „Naumann´s“ hoffen. Der Verein des Erich-Zeigner-Hauses hatte geladen, um am 70.Todestag (5. April 1949) des ersten Leipziger Oberbürgermeisters einen besonderen Gast, mit Dr. Eva Umlauf eine außergewöhnliche Frau zu begrüßen. Ein besonderer Abend, so unterstrichen einhellig Henry Lewkowitz, Vorsitzender des Erich-Zeigner-Hauses e.V. und Dr. Nils Franke, Historiker, die zu erwartende Stimmung. Gespannt und auch betroffen, schmunzelnd ab und zu und dann wieder nachdenklich sollte sie auch werden. Weiterlesen

Konrad-Adenauer-Stiftung diskutiert über Antisemitismus

Sichtbar zugehörig? Von der Normalität jüdischen Lebens in Deutschland

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Mit welchem alltäglichen Umgang sind jüdische Mitbürger heute in Deutschland konfrontiert? Wie „normal“ gestaltet sich jüdisches Leben in Deutschland? Zum Abschluss der Veranstaltungsreihe „Neuer alter Hass – Zum Antisemitismus damals und heute“ lädt die Konrad-Adenauer-Stiftung am 4. April ins Museum der bildenden Künste Leipzig ein. Weiterlesen

Opfer beleidigt und geschlagen

Offenbar rassistischer Angriff in Leipzig: Rechte Gewalttaten in Sachsen steigen deutlich

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Für alle LeserIn Leipzig hat es am vergangenen Wochenende einen offenbar rassistisch motivierten Angriff gegeben. Mehrere Männer sollen einen Mann aus Westafrika beleidigt und geschlagen haben. Es ist nur ein Beispiel alltäglicher rechter Gewalt in Sachsen. Die Zahlen der Opferberatungsstelle RAA zeigen, dass rechte Gewalttaten deutlich zunehmen. Im vergangenen Jahr gab es dabei einen homofeindlichen Mord. Weiterlesen

Wenn Rechtsradikale Stimmung machen

Antisemitische Straftaten in Sachsen nahmen in den letzten zwei Jahren massiv zu

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Für alle LeserNatürlich ist es ein mediales Problem, wenn die Themen rechtsradikaler Parteien nun seit Jahren den öffentlichen Diskurs bestimmen. Erst das schafft den Hintergrund dafür, dass immer mehr Menschen glauben, man müsse ja nun mal wieder was sagen dürfen. Oder es sei akzeptabel, etwas gegen Flüchtlinge zu haben, zu sagen oder zu tun. Und da man da ja schon auf chauvinistischen Pfaden ist, sind antisemitische Übergriffe Teil dieser Melange. Das ist auch in Sachsen längst nachweisbar. Weiterlesen

Dokumentarfilm gegen Antisemitismus sucht Unterstützung

Leipziger Initiative bringt erinnerungspolitisches Projekt mit Geflüchteten auf den Weg

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Die Initiative „Leipzig korrektiv“ steckt derzeit in den aktiven Vorbereitungen für ein Filmprojekt. Im Zentrum des Dokumentarfilms soll die Konfrontation von Geflüchteten mit dem Holocaust und die aktive Auseinandersetzung mit dem historischen Antisemitismus sein. Die Initiator*innen erhoffen sich dadurch eine Vorbildwirkung für Antisemitismus-Aufklärung. Weiterlesen

Bekenntnis „Gegen jeden Antisemitismus!“ im Stadtrat

Man kann nicht das Existenzrecht Israels verteidigen und das eines eigenständigen Palästina vergessen

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Für alle LeserSeit November läuft ein Antrag durchs Verfahren im Stadtrat, den gleich drei Fraktionen zusammen eingereicht haben: CDU, SPD und Grüne. Und den man – vom Sinn her – sofort unterschreiben könnte: „Gegen jeden Antisemitismus“. Aber drei Stadträt/-innen meinen: Da fehlt noch was. Und sie haben ebenfalls recht. Weiterlesen