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Thema

Antisemitismus

BMBF fördert Projekt am Dubnow-Institut: Das Objekt zum Subjekt machen. Jüdische Alltagskultur in Deutschland vermitteln

Mit dem am Leibniz-Institut für jüdische Geschichte und Kultur – Simon Dubnow koordinierten Verbundvorhaben „Das Objekt zum Subjekt machen. Jüdische Alltagskultur in Deutschland vermitteln“ hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) ein Projekt zur Förderung ausgewählt, dessen Ziel es ist, Antisemitismus nachhaltig zurückzudrängen.

Mehr als eine halbe Million Euro für Projekte im Themenfeld Antisemitismus und Jüdisches Leben

Einem Aufruf zur Antragstellung für Projekte mit einem Fokus auf den Themen Antisemitismus, Antiziganismus und Jüdisches Leben folgten bis zum 31. Mai 2021 45 Antragsteller. Für eine Förderung ausgewählt wurden 26 Projekte mit einem Gesamtvolumen von 579.000 Euro. Finanziert werden die Projekte durch das Landesprogramm „Weltoffenes Sachsen für Demokratie und Toleranz“.

Rabbiner Zsolt Balla im Kurzinterview: Leipziger Juden und Jüdinnen wandern aus Angst vor Antisemitismus aus

In Leipzig-Gohlis wird eine junge Israelin von ihrer Nachbarin daran gehindert, in das gemeinsame Mietshaus einzutreten. Die Angreiferin schreit sie zunächst an, dass sie Deutschland verlassen solle und die Polizei sie deportieren wird. Im weiteren Verlauf wird sie handgreiflich, versuchte sich gewaltsam Zugang zur Wohnung der jüdischen Person zu verschaffen, klingelte ununterbrochen und rief weiter antisemitische Statements durch den Hausflur.

Freitag, der 21. Mai 2021: Lebenslange Haft für Islamisten und Kundgebung gegen Antisemitismus + Video

Während in Dresden ein Islamist wegen eines tödlichen Messerangriffs im vergangenen Oktober zu lebenslanger Haft verurteilt wurde, demonstrierten in Leipzig mehrere hunderte Menschen gegen Antisemitismus. Außerdem: Die Inzidenz ist in Leipzig wieder über 50 gestiegen; weitere Lockerungen verzögern sich demnach mindestens um einige Tage. Die LZ fasst zusammen, was am Freitag, dem 21. Mai 2021, in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.

Schalom – Solidarität mit Jüdinnen und Juden in Leipzig. Kundgebung am 21. Mai 2021 um 18:00 Uhr

Sie leben unter uns – Menschen jüdischen Glaubens. Wir sind froh und dankbar, dass sich in unserer Stadt nach dem Verbrechen des Holocaust in der Zeit des Nationalsozialismus und seit der Friedlichen Revolution 1989 jüdisches Leben neu entwickelt hat. Wir bejahen die religiöse Vielfalt in der Stadtgesellschaft. Umso erschrockener sind wir darüber, dass mitten unter uns immer wieder Judenhass ausbricht.

Antisemitismus entschieden bekämpfen – auch in Leipzig

Zum Demogeschehen am Wochenende erklärt der Leipziger SPD-Fraktionsvorsitzende Christopher Zenker: „Für seine Anliegen zu demonstrieren, ist legitim, allerdings wurden insbesondere am Samstag auf der pro-palästinensischen Gegendemonstration Grenzen überschritten: Es wurden Parolen wie ,Scheiß Juden‘ und ,Kindermörder Israel‘ skandiert und versucht, mit antisemitischen Äußerungen Stimmung zu machen.“

OBM Jung bekräftigt Solidarität mit Partnerstadt Herzliya

Oberbürgermeister Burkhard Jung nimmt Stellung zu den Demonstrationen am vergangenen Wochenende, bei denen auch antisemitische Parolen skandiert worden waren. Burkhard Jung: „Wir mussten am Wochenende in Leipzig Zeugen eines offenen Antisemitismus werden.“

Gastkommentar von Christian Wolff: Antisemitismus – das immer gleiche Strickmuster

Schon seit Tagen beunruhigt mich der kriegerische Gewaltausbruch in Israel – und die offen antisemitischen Demonstrationen in Deutschland, zuletzt auch am vergangenen Samstag in Leipzig. Heute mahnte der Vorsitzende der Israelitischen Religionsgemeinde Leipzig, Küf Kaufmann, in der „Leipziger Volkszeitung“ mehr Unterstützung „aus der Mitte der Gesellschaft“ an. Das ist absolut berechtigt. Doch mit periodisch geäußerten Lippenbekenntnissen ist es nicht getan.

Montag, der 17. Mai 2021: Mildes Urteil für Neonazis in Palma de Mallorca, Impfpriorisierung wird aufgehoben und Proteste gegen Antisemitismus und Homophobie + Audio

Die beiden Leipziger Hooligans, die 2019 einen senegalesischen Türsteher in Palma de Mallorca schwer verletzt hatten, wurden zu fünf Jahren auf Bewährung und 150.000 Euro Schmerzensgeld verurteilt. In Leipzig fand indessen eine Demonstration gegen Antisemitismus statt, die auch einige Redebeiträge zum Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie umfasste. Außerdem: schmutzige Maskendeals bei der PARTEI und die Impfpriorisierung soll im Juni abgeschafft werden. Die LZ fasst zusammen, was am Montag, dem 17. Mai 2021, in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.

Holger Mann (SPD): Antisemitismus hat bei uns keinen Platz

Holger Mann, Vorsitzender der SPD Leipzig: „Antisemitische Äußerungen aus Reihen der pro-palästinensischen Demonstration am Samstag verurteile ich genauso entschieden, wie ich bereits die antisemitischen Angriffe der letzten Woche verurteilt habe. Wir stehen in Deutschland in einer besonderen Verpflichtung Jüdinnen und Juden vor An- und Übergriffen zu schützen. Die SPD hat in den letzten Tagen von der Bundesspitze bis zur kommunalen Ebene deutlich gemacht: Antisemitismus, wie Rassismus hat bei uns keinen Platz.“

Kundgebungen zum Nahostkonflikt ohne große Zwischenfälle + Videos

Der aktuelle Nahostkonflikt ist am Samstag, dem 15. Mai, auch in Leipzig angekommen. Mehrere hundert Menschen beteiligten sich an Israel-solidarischen und pro-palästinensischen Kundgebungen auf dem Augustusplatz, wobei letztere etwas besser besucht war. Mehrere Polizeiketten trennten die Teilnehmenden auf der Seite des Gewandhauses von den Teilnehmenden auf der Seite der Oper. Zumindest während der Kundgebungen gab es keine so schweren Konfrontationen, wie einige im Vorfeld erwartet hatten.

Gegen jeden Antisemitismus

Das Aktionsnetzwerk „Leipzig nimmt Platz“ ruft am 17. Mai, 18 Uhr, zur Kundgebung „Gegen jeden Antisemitismus“ in die Rosentalgasse, nahe Naturkundemuseum auf. Dazu erklärt Irena Rudolph-Kokot für das Aktionsnetzwerk: „Wir sind erschüttert über die antisemitischen Übergriffe, die in Leipzig stattgefunden haben. Aus unserer Sicht vergiften Akteure der so genannten „Corona-Proteste“ zusätzlich die gesellschaftliche Stimmungslage durch antisemitische Verschwörungserzählungen und den Missbrauch von Symbolen.“

Freitag, der 14. Mai 2021: Corona-Maßnahmen in Leipzig gelockert, Deutschland erreicht einen Impfrekord, Angst vor den Folgen des Nahost-Konflikts wächst

Erfreuliche Nachrichten im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie: Der anhaltende Abwärtstrend bei den Infektionszahlen bringt in Leipzig immerhin einen ersten Hauch an Normalität zurück. So dürfen Freisitze und Kultureinrichtungen schrittweise in einen vorsichtigen Betriebsmodus zurückkehren. Ins Bild passt auch die Meldung, wonach an einem Tag bundesweit über 1,3 Millionen Menschen ihre Erstimpfung erhielten. Woanders wächst indessen die Sorge, dass die Eskalation der Gewalt im Nahen Osten auch in Mitteldeutschland zu Angriffen auf Juden und jüdische Institutionen führen könnte. Die LZ fasst zusammen, was am Freitag, dem 14. Mai 2021, in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.

Statement der Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen zu den antisemitischen Vorfällen der letzten Tage in Leipzig

Innerhalb weniger Tage kam es in Leipzig zu mehreren antisemitischen Vorfällen. Unsere Fraktionsvorsitzenden Katharina Krefft und Dr. Tobias Peter dazu im Namen der gesamten Fraktion: „Die Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen verurteilt diese Gewalt aufs Schärfste und solidarisiert sich mit den Opfern antisemitischer Taten.“

Nach antisemitischen Schmierereien in der Eisenbahnstraße: Kais Rede bei der „Bürgerbewegung 2021“ + Video

Mitte April 2021 klebten erstmals sauber ausgedruckte Zettel mit Beschimpfungen an einem Telekommunikations-Laden an der Eisenbahnstraße. Wer der Absender war, ist noch unbekannt. Aus welcher Szenerie er kommt und was er sagen wollte, hingegen nicht, denn „Systemhure“, „Schlafschaf“ und „Coronagläubiger“ war zu lesen. Am Montag den 10. Mai 2021 gab es dann einen „Nachschlag“, noch eine Spur schärfer, antisemitischer und verschwörungsgläubiger als zuvor. Laden-Mitarbeiter Kai hatte daraufhin genug und besuchte gestern die Demo, auf der solche Theorien geteilt, verbreitet und ausgesprochen werden. Und hielt am Montagabend eine Rede vor der „Bürgerbewegung Leipzig 2021“.

Die Unendliche Geschichte

Ein antisemitischer Angriff in Leipzig und was das über den Umgang mit in Deutschland lebenden Jüdinnen und Juden sagt. Ein Gastbeitrag von Benjamin Damm am Tag der Befreiung: Während das deutsche Feuilleton diskutiert, welche Antisemitismus-Definition am „besten“ wäre, und ob man Israel dennoch „kritisieren“ dürfe, erfahren Jüdinnen und Juden in Deutschland immer wieder, wie sich diese „Kritik“ ganz konkret anfühlt. Der aktuellste Vorfall aus Leipzig verdeutlicht dies sehr drastisch.

Mittwoch, der 5. Mai 2021: Kretschmer gibt Hoffnung für den Sommer, Sachsen stellt Antisemitismus-Leitfaden vor und Stadt kauft Grundstück in Connewitz

Die Neuinfektionszahlen in Sachsen und Leipzig sinken langsam und die Impfquote liegt deutschlandweit bei nun fast einem Drittel, was Sachsens Ministerpräsident Kretschmer Anlass zur Verkündung eines „freien, dynamischen und fröhlichen“ Sommers gibt. Mehrere Bundesländer haben bereits angekündigt, Tourismusreisen bald wieder zuzulassen. Außerdem hat die sächsische Staatsregierung gemeinsam mit den jüdischen Gemeinden einen Leitfaden erstellt, der zum Ziel hat, antisemitische Straftaten konsequenter verfolgbar zu machen. Und die Stadt Leipzig will ein Grundstück in der Wolfgang-Heinze-Straße kaufen, wo unter anderem Sozialwohnungen entstehen sollen. Die LZ fasst zusammen, was am Mittwoch, dem 5. Mai 2021, in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.

Neuer Leitfaden „Antisemitische Straftaten erkennen und konsequent verfolgen“

Heute haben Dr. Thomas Feist, Beauftragter der Sächsischen Staatsregierung für das Jüdische Leben, Hans Strobl, Generalstaatsanwalt des Freistaates Sachsen, Dr. Nora Goldenbogen, Vorsitzende des Landesverbandes Sachsen der Jüdischen Gemeinden, und Dr. Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, den neuen gemeinsamen Leitfaden der Generalstaatsanwaltschaft Dresden und des Landeskriminalamts Sachsen „Antisemitische Straftaten erkennen und konsequent verfolgen“ vorgestellt.

Gemeinsam gegen Antisemitismus – Generalstaatsanwalt spricht mit Jüdischen Gemeinden in Sachsen

Im Rahmen einer Videokonferenz, die von dem Beauftragen der Sächsischen Staatsregierung für das Jüdische Leben organisiert wurde, kamen Vertreter der jüdischen Gemeinden in Leipzig, Dresden und Chemnitz sowie Landesrabbiner Zsolt Balla mit Generalstaatsanwalt Hans Strobl ins Gespräch.

Kerstin Köditz (Die Linke): Neuer Höchststand bei judenfeindlichen Straftaten in Sachsen

Mit mehr als 170 Fällen im vergangenen Jahr hat Sachsen einen neuen Höchststand bei antisemitischen Straftaten erreicht. Das zeigt die Auswertung der monatlichen Kleinen Anfragen (zuletzt: Drucksache 7/5377) von Kerstin Köditz, Sprecherin der Linksfraktion für Antifaschistische Politik und zuständig für Innenpolitik.

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