Am 28. Juni 2022 unterzeichneten Frau Dr. Nora Goldenbogen und Herr Landespolizeipräsident Jörg Kubiessa im Sächsischen Staatsministerium des Innern in Dresden eine Kooperationsvereinbarung. Ein zentraler Punkt der Vereinbarung ist die Unterstützung bei der polizeilichen Aus- und Fortbildung.

Sachsens Innenminister Armin Schuster: „Die Bekämpfung von Antisemitismus ist eine zentrale Aufgabe für die sächsische Staatsregierung und die sächsische Polizei. Durch das gemeinsame Projekt „Klug gegen Antisemitismus“ wird die Zusammenarbeit zwischen dem Landesverband der Jüdischen Gemeinden und der Polizei verstärkt. In unserer Gesellschaft ist kein Platz für Extremismus, Fremdenfeindlichkeit und jegliche Form der Diskriminierung. Mit dem Wissen aus erster Hand, auch über jüdisches Leben in Deutschland, können Polizistinnen und Polizisten schneller solche Taten erkennen und konsequenter dagegen vorgehen.“

Landespolizeipräsident Jörg Kubiessa: „Die Bewältigung der damit verbundenen tagtäglichen Herausforderungen erfordert ein umsichtiges und professionelles Handeln. Mit der geplanten Zusammenarbeit werden die dafür notwendigen polizeilichen Kompetenzen durch entsprechende Angebote gefördert. Durch einen gegenseitigen Informationsaustausch und Wissenstransfer bauen wir Vorurteile ab und erarbeiten wirksame Handlungsstrategien gegen Antisemitismus.“

Im Rahmen eines ersten Projektes entwickelt der Landesverband Sachsen der Jüdischen Gemeinden im Verbund mit zivilgesellschaftlichen Kooperationspartnern passende Bildungsformate für die Studienausbildung in der sächsischen Polizei. Weiterhin sind gemeinsame Fortbildungen geplant.

Dr. Nora Goldenbogen, Vorsitzende des Landesverbandes Sachsen der Jüdischen Gemeinden: „Antisemitismus ist eine wachsende Gefahr für Jüdinnen und Juden in unserer Gesellschaft. Um diesem wirksam entgegen zu treten, braucht es Wissen über seine Erscheinungsformen und Sensibilität. Wir freuen uns über die künftige Zusammenarbeit mit der sächsischen Polizei, jüdisches Leben und den Umgang mit Antisemitismus in der Ausbildung zu verankern. Wir sehen darin einen wichtigen Beitrag zum Schutz und zur Förderung des jüdischen Lebens in Sachsen.“

Hintergrund:

Seit Jahren sind Polizeipfarrerinnen und -pfarrer der evangelischen und katholischen Kirche als Seelsorger für sächsische Polizeibedienstete und deren Angehörige tätig. Außerdem wirken sie aktiv an der Aus-, Fort- und Weiterbildung im Bereich Ethik mit und sind damit ein wichtiger Bestandteil bei der Vorbereitung von Polizistinnen und Polizisten, wenn es um ihren herausfordernden Berufsalltag geht.

Die Unterzeichnung der Kooperation mit dem Landesverband der Jüdischen Gemeinden ist ein weiterer wichtiger Schritt in der Zusammenarbeit mit externen Partnern im Bereich der Aus- und Fortbildung.

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