Ein koscheres Café in Leipzig-Plagwitz wurde Ziel eines perfiden Angriffs, die mutmaßlichen Urheber sind deutlich minderjährig. Und: Sachsen und die Region rüsten sich für die Folgen von Sturmtief Elli, das voraussichtlich in der Nacht mit Schneefall und starkem Wind über uns hereinzieht. Die LZ fasst zusammen, was am Donnerstag, dem 8. Januar 2026, in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.
Angriff und Sachbeschädigung am koscherem Café
Eine Auseinandersetzung mit Kindern an einem koscheren Café beschäftigt die Leipziger Polizei: Der erschütternde Vorfall, den die Polizeidirektion (PD) Leipzig heute bekanntgab, ereignete sich bereits am gestrigen Mittwochnachmittag und begann gegen 15:30 Uhr. Tatort war der Bereich des Cafés HaMakom in der Markranstädter Straße.
Nach PD-Angaben beobachtete ein Mitarbeiter des Cafés, wie eine angebrachte Israel-Flagge durch zwei Kinder entwendet wurde. Darauf angesprochen, hätten die Minderjährigen die Flagge wieder ausgehändigt und sich entfernt. Doch kurz darauf kamen sie mit sechs weiteren Kindern und Jugendlichen zurück, warfen gefüllte Plastikflaschen in Richtung einer Mitarbeiterin des Cafés. Die 46-Jährige erlitt leichte Schienbein-Verletzungen, der Angriff soll dabei von „volksverhetzenden Äußerungen“ begleitet gewesen sein.
Im weiteren Verlauf hätten die Angreifer in das Café vorzudringen versucht, mit einem Aufsteller gegen die Scheibe geschlagen. Polizeibeamte stellten zwei Tatverdächtige im Alter von gerade einmal 10 und 11 Jahren fest. Die Strafunmündigen seien bereits als jugendliche Intensivtäter bekannt. Ermittlungen wegen Sachbeschädigung, gefährlicher Körperverletzung und Volksverhetzung sind eingeleitet worden.
Vorbereitungen auf winterliches Sturmtief „Elli“
Sturmtief „Elli“ zieht auf Mitteldeutschland zu und könnte auch Sachsen treffen. Wie heftig und mit welchen konkreten Folgen, ist derzeit nicht absehbar. Aktuell wird für die Region vor starkem Schneefall, auffrischendem Wind, Schneeverwehungen und Glätte gewarnt, die uns aller Voraussicht nach in der Nacht zum morgigen Freitag erreichen.
Im Bergland gibt es starke bis stürmische Böen, Schnee und Glätte sind ebenfalls angesagt. Auch gefrierender Regen ist laut Prognosen möglich.

Am Sonntag, dem 11. Januar, soll sich die Situation voraussichtlich entspannen, es bleibt aber vorerst sehr kalt. Laut einem LVZ-Bericht werden Leipzigs Schulen am Freitag teilweise ins Homeschooling wechseln, um Schülern, Eltern und Lehrkräften die riskante Anreise zu ersparen. Generell sehen sich die sächsischen Winterdienste gut für den anstehenden Schneefall gerüstet.
Dennoch ist gerade im Berufsverkehr höchste Vorsicht geboten – und man sollte nicht notwendige Ausflüge und Reisen lieber verschieben, im Zweifel daheimbleiben, sofern dies möglich und vertretbar ist. Hier finden Sie eine Einschätzung der Wetterlage von MDR-Meteorologin Michaela Koschak. Bleiben Sie alle sicher und wachsam und geben Sie aufeinander acht!
Worüber die LZ heute berichtet hat:
Cospudener See: Ökolöwe hat Widerspruch gegen die Schiffbarkeitserklärung des Sees eingelegt
Geistig fit bis ins hohe Alter: Wenn ein Hirnforscher seine Leser zum Gehirnjogging einlädt
Was sonst noch wichtig war:
Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (71, CDU) will sich bereits Ende des Monats zurückziehen und benannte schon einen Nachfolger.
Teile Deutschlands bemerken bereits jetzt die Auswirkungen des anziehenden Wintersturms. Hier gibt es einen Liveblog des Spiegels.
Die SPD begann ihre Jahresauftaktklausur in Berlin.
Empfohlen auf LZ
So können Sie die Berichterstattung der Leipziger Zeitung unterstützen:









Keine Kommentare bisher