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Tag: 5. November 2021

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Freitag, der 5. November 2021: Ortsfeste Querdenker, neue Schutzverordnung und Klimaaktionen

Einen Tag vor den geplanten Demonstrationen von „Querdenkern“ und Neonazis hat das Ordnungsamt der Stadt Leipzig nochmal klargestellt, dass die Versammlungen ortsfest stattfinden müssen. Ob sich die Teilnehmer/-innen daran halten werden oder ob sich der 7. November 2020 wiederholt, bleibt offen. Außerdem: Sachsen hat eine neue Corona-Schutzverordnung und „Fridays for Future“ demonstriert. Die LZ fasst zusammen, was am Freitag, dem 5. November 2021, in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.

Fahrscheinautomat in einer XXL-Straßenbahn. Foto: Ralf Julke

Ein ÖPNV-Preisvergleich des ADAC: Was herauskommt, wenn Autofahrer am Automaten stehen

Es ist schon erstaunlich, wenn sich der Autofahrerclub ADAC einmal rührend um die ÖPNV-Ticket-Preise in deutschen Großstädten kümmert. Was der ADAC ja tatsächlich wieder getan hat. Und das auch noch mit einem erstaunlichen Argument: „Eine wichtige Maßnahme, um überfüllte Innenstädte zu entlasten, ist es, stärker auf den ÖPNV zu setzen.“ Was man auf zweierlei Art tun kann: entweder mit mehr Investitionen oder mit besseren Fahrpreisen.

Der Angeklagte Jens E. (l.) am Freitag neben seinem Anwalt Axel Kaufmann. Foto: Lucas Böhme

Neuer Prozess nach Säure-Angriff auf Gemkow-Wohnung: Angeklagter sieht sich als unschuldig

Fast sechs Jahre nach dem nächtlichen Säure-Angriff auf die Privatwohnung des damaligen sächsischen Justizministers Sebastian Gemkow in Leipzig steht seit Freitag ein weiterer Verdächtiger vor Gericht. Die bisherige Aufarbeitung des Falles scheint aus Behördensicht desaströs, denn zwei Verdächtige wurden in den letzten Jahren freigesprochen. Der nun Angeklagte beteuerte zum Prozessauftakt seine Unschuld. Dafür, wie seine DNA auf einem der Steine gelandet ist, lieferte der 41-Jährige eine eigenartige Erklärung.

Tempo 30 in der Bernhard-Göring-Straße. Foto: Ralf Julke

Appell an die neue Bundesregierung: ADFC und FUSS e. V. fordern Tempo 30

Was wurde hier nicht schon darüber diskutiert, welche guten oder schlechten Folgen ein flächendeckendes Tempo 30 in Städten wie Leipzig hätte. Es ist eine Diskussion mit einem Denkfehler, nämlich dem, dass modernes Leben und Arbeiten ohne Auto nicht denkbar ist. Seit über 60 Jahren wurden unsere Städte „autogerecht“ umgebaut. Parallel zur Entfesselung der CO2-Emissionen. Dabei müssen wir unser Denken ändern. Auch über ein Tempolimit von 30.

hristopher Siebenhüner (l.), Geschäftsführer der Gecko Two GmbH und Tom Potutschek (r.), COO der Gecko Two GmbH, führen gemeinsam mit ihren Projektpartnern Medienvertreter/-innen über die Baustelle des R42. Foto: Gecko One

Aufschlag in der Ritterstraße: R42 soll zum Anlaufpunkt für die Gaming-Branche in Mitteldeutschland werden

Es ist zwar eine der wachstumsstärksten Branchen in Leipzig, aber man sieht sie kaum. Auch in Wirtschaftsberichten kommt sie fast gar nicht vor. Und ein mit großer Leuchtwerbung zu erkennender großer Unternehmenssitz ist auch nirgendwo sichtbar. Ein wenig soll sich das jetzt ändern. Seit einigen Monaten entsteht im Herzen Leipzigs ein ganz besonderes Gebäude. R42 soll ab kommendem Jahr ein einzigartiges Ökosystem bieten, welches die Welten der klassischen Wirtschaft und der Games-Branche zusammenführt.

Postkarte „Waterfront“. Grafik: Parents for Future Leipzig

Eiffelturmtag am 10. Dezember 2021: Parents for Future haben eine digitale Postkarten-Aktion zu COP26 gestartet

Mit bildstarken Postkarten vom Eiffelturm in Glasgow begleiten die Parents for Future Germany seit Montag die #COP26 in den Sozialen Medien und veröffentlichen dabei eine Woche lang täglich ein neues Motiv. Mit dieser Aktion mahnen sie die Abgeordneten des Deutschen Bundestags an, nicht auf ferne Verhandlungen zu schauen, sondern die Einhaltung des Pariser Abkommens hier vor Ort, in Berlin und in ihrem Wahlkreis, sicherzustellen. Die Aktion kündigt auch den ersten bundesweiten „Eiffelturmtag“ am 10. Dezember 2021 an.

Hagen Kunze: Literarischer Stadtrundgang durch Leipzig. Foto: Ralf Julke

Literarischer Stadtrundgang durch Leipzig: Mit Hagen Kunze auf der Spur von Dichtern, Schriftstellerinnen und Verlegern

Leipzig war immer ein ziemlich hartes Pflaster für Autoren. Deswegen gibt es hier auch so wenige Dichtergedenkstätten. Eigentlich nur eine – in Gohlis das Schillerhäuschen. Schöne Erinnerung an Schillers freudigen Kurzurlaub in Leipzig. Ansonsten hängen nur eine Menge Gedenktafeln an diversen Fassaden. Da lebte dann – meist für kurze Zeit – ein berühmter Dichter. Aber man kann trotzdem auf den Spuren der Fleißigen wandeln. Hagen Kunze hat jetzt einfach mal zwei Spaziergänge draus gemacht.

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