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Dokumentarfilm „Nasim“ erhält Preise in zwei Kategorien auf 64. DOK Leipzig: 

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    Der Dokumentarfilm „Nasim“ feierte auf dem Internationalen Festival für Dokumentar- und Animationsfilm in Leipzig Weltpremiere.  Der 120-minütige Dokumentarfilm war für den Deutschen Wettbewerb für lange Dokumentarfilme nominiert und gewann gleich zwei Preise: Den DEFA-Förderpreis, sowie den ver.di Preis für Solidarität, Menschlichkeit und Fairness. Die Verleihung der sogenannten Partnerpreise fand am Samstag den 30.10.2021 in der Spielstätte Regina-Palast in Leipzig statt. 

    Gestrandet im Flüchtlingslager Moria, auf der griechischen Insel Lesbos, kämpft Nasim entgegen aller Widerstände ihrer Community, ihres Ehemannes und ihrer eigenen Ängste, für ein selbstbestimmtes Leben. Errichtet für rund 3000 Menschen, lebten zeitweise über 20.000 Geflüchtete in Moria. Als das Lager im September 2020 in Flammen aufgeht, stehen Nasim und ihre Familie vor dem Nichts.

    Neun Monate begleiteten Arne Büttner und Ole Jacobs die Afghanin und ihre Familie mit der Kamera. Enstanden ist ein sehr naher Film, der den Alltag und die Zumutungen denen die Menschen in Europas größtem Flüchtlingslager ausgesetzt waren, sehr einfühlsam und mit einer ungewohnten Ruhe einfängt. Ein Film über die Emanzipation einer Frau auf der Flucht die sich unter widrigsten Bedingungen selbst befreien will und ein intimes Plädoyer für ein anderes,  offeneres Europa.

    „Ich bin geflüchtet um mein Leben zu leben, aber in Moria konnte ich nur überleben“, beschreibt Nasim ihren Aufenthalt auf der Insel Lesbos.

    „Beeindruckt von ihrer starken Persönlichkeit und der damit verbundenen Suche nach ihrer neuen Identität im Kontext einer Fluchtgeschichte, begannen wir mit ihr zu filmen. Drei Menschen, die aus ganz unterschiedlichen Teilen der Erde kommen und gänzlich verschiedene Leben führen. Wir waren neugierig, diese scheinbaren Trennlinien zu überwinden und entwickelten eine tiefe Freundschaft. Hierdurch gelang es uns, behutsam, langsam und sehr nah mit Nasim zu drehen. Acht Monate begleiteten wir sie und ihre Familie und hielten intime Momente in dieser Zeit des Umbruchs fest.“, so beschreiben Ole Jacobs und Arne Büttner ihre Begegnung mit Nasim.

    Der mit 4000 € dotierte DEFA-Förderpreis richtet sich vor allem an junge Filmschaffende, die mit ihren Werken starke Beiträge zu gegenwärtigen Auseinandersetzungen leisten. Der Filmpreis kann darüber hinaus als eine Ermutigung an die Filmschaffende verstanden werden, den bislang gegangenen künstlerischen Weg weiter zu gehen.

    Der mit 2.500 € dotierte Preis der Vereinten Dienstleistungsgewerksaschaft ver.di unterstützt Filmschaffende, die mit ihren Filmen gesellschaftliche Themen abbilden und diskutieren. Der Förderpreis wurde 1991 von der IG Metall ins Leben gerufen, seit 2016 wird der „ver.di-Preis für Solidarität, Menschlichkeit und Fairness“ von einer ehrenamtlichen Jury an einen Film im Deutschen Wettbewerb verliehen.

    Ole Jacobs und Arne Büttner betonten in Leipzig das starke und politische Statement der Jury, zwei Filme über flüchtende Mütter auszuzeichnen. Frauen und Mütter wird hier betont als diejenigen, deren Stimmen oft kaum gehört würden, obwohl von ihnen die größte Last und die größten Aufgaben in Familien und der Gesellschaft übernommen werde.

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