Rechtsextremistin Marla-Svenja Liebich wehrt sich aus der tschechischen Auslieferungshaft heraus dagegen, zum Absitzen ihrer rechtskräftigen Haftstrafe nach Deutschland gebracht zu werden. Und: In Leipzig wurde an Opfer der Shoah erinnert. Die LZ fasst zusammen, was am Dienstag, dem 14. April 2026, in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.
Liebich wehrt sich gegen drohende Auslieferung
Nach monatelanger Flucht wurde sie von der tschechischen Polizei geschnappt – doch sie will nicht nach Deutschland zurück: Rechtsextremistin Marla-Svenja Liebich wehrt sich gegen die drohende Überstellung in die Bundesrepublik. Das berichtet der MDR unter Berufung auf die Hallenser Staatsanwaltschaft.
Nun ist ein tschechisches Gericht am Zug, über den Fortgang des Verfahrens zu entscheiden. Die 55-jährige Liebich, die früher unter männlichem Namen bekannt und verlässlicher Bestandteil in Verfassungsschutzberichten war, war wegen einer Vielzahl von Delikten rechtskräftig zu einer Haftstrafe verurteilt worden. Deren Vollstreckung in Chemnitz sie sich im Spätsommer 2025 allerdings durch Untertauchen entzog. Kürzlich wurde sie im böhmischen Vogtland unweit der Grenze zu Deutschland gefasst. Laut Medienberichten wollte sie dem Zugriff noch auf einem E-Roller entkommen.
Liebich gilt seit Jahren als umtriebige Figur in der rechtsextremen Szene Sachsen-Anhalts. Aktuell befindet sie sich in Pilsen in Auslieferungshaft.
Leipzig: Gedenken an Holocaust-Opfer – und viele Sorgen um die Lage
Mehrere Veranstaltungen erinnerten am Dienstag an die Opfer des Holocaust. Darüber schreibt die Leipziger Volkszeitung. Zu Wort kamen unter anderem Leipzigs Kulturbürgermeisterin und OBM-Kandidatin Skadi Jennicke (Die Linke), der Direktor des Ariowitsch-Hauses sowie der Vorsitzende der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig Küf Kaufmann und Sachsens Beauftragter für Jüdisches Leben Thomas Feist (CDU).
Überschattet wurde das Gedenken auf dem Neuen Israelitischen Friedhof an der Delitzscher Straße von Sorgen um die krisenhafte Weltsituation, zunehmendem Antisemitismus und Kritik an Sparprogrammen. Denn der Rotstift trifft zwangsläufig auch Projekte, die sich für Demokratie und Miteinander und gegen Judenhass engagieren. Die Zahl der Initiativen im Bundesprogramm „Demokratie leben!“, denen der Geldhahn abgedreht werden soll, beziffert der LVZ-Beitrag mit 200.
Auch dem Leipziger Ariowitsch-Haus droht das baldige Aus eines Projekts gegen Antisemitismus. Hingewiesen wird darauf, wie sehr Demokratieprojekte gerade in Sachsen vonnöten sind. Der RAA Sachsen, der Opfer rechtsextremer Gewalt unterstützt, hat heute seine Jahresstatistik zu rechtsmotivierter Gewalt im Freistaat vorgestellt.
Worüber die LZ heute berichtet hat:
Bitte nicht anfassen: BUND warnt davor, Wildkätzchen mit nach Hause zu nehmen
So wenige Verkehrstote in Leipzig wie seit mehr als zehn Jahren nicht mehr
Hallo Leipzig: So startet Dienstag, der 14. April 2026
Nach Höchststrafe im Reudnitz-Mordprozess: Angeklagter legt Revision ein
Was sonst noch so los war:
In der sächsischen Landeshauptstadt startete das Filmfest Dresden und bietet ein tagelanges Programm an Kurzfilmen aus 60 Ländern an.
Spontaner Zufall oder Brandstiftung? Die Dresdener Staatsanwaltschaft schloss ihre Ermittlungen zum Brand in der Gohrischheide (Landkreis Meißen) vom Sommer 2025 offiziell ab und hat ein klares Ergebnis.
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In der US-Hauptstadt Washington finden Direktgespräche zwischen den Regierungen Israels und des Libanon statt.
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