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Bei einem Dachstuhlbrand in Connewitz wurde eine Frau leicht verletzt. Rund 30 Personen mussten evakuiert werden. Und: Das Sportbad am Rabet hat ein Jahr nach seiner Öffnung eine äußerst positive Bilanz gezogen. Die LZ fasst zusammen, was am Dienstag, dem 11. August 2026, in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.

Dachstuhlbrand in Connewitz: „Die nächste Katastrophe“

Ein Dachstuhlbrand in Leipzig-Connewitz hielt die Einsatzkräfte seit dem frühen Morgen über viele Stunden in Atem. Nach Auskunft der Polizei soll das Feuer aktueller Kenntnis nach in einer Wohnung ausgebrochen sein und auf den Dachstuhl des Mehrfamilienhauses in der Wolfgang-Heinze-Straße übergegriffen haben. Der Notruf wurde gegen 02:45 Uhr ausgelöst.

Die Bewohnerinnen und Bewohner des Hauses sowie eines Nachbargebäudes wurden kurzfristig evakuiert und in einem LVB-Bus notuntergebracht. Eine 38 Jahre alte Frau erlitt durch Rauchgase leichte Verletzungen und wurde ambulant versorgt. Auch am Nachmittag dauerten die Löscharbeiten weiter an, loderten immer wieder Flammen auf: „Die Brandbekämpfung gestaltet sich äußerst schwierig“, bestätigte Feuerwehr-Einsatzleiter Mathias Bessel gegenüber der LZ.

Ein Handwerker, der wegen seines schlechten Schlafs etwa 00:30 Uhr munter wurde, bekam das Feuer etwa zwei Stunden später nach dessen Ausbruch mit und begab sich zum Ort des Geschehens. Dass der Brand vom Dach ausging, sei das Problem, so der 61-Jährige, der das betroffene Haus nach eigenen Angaben von Sanierungsarbeiten her kennt, weil sich das Feuer durch die dort verbauten Materialien nach seiner Einschätzung leicht in die Breite entwickele und nicht zu löschen sei.

Die Bewohnerschaft des Hauses, in dem sich auch der beliebte Pub „Black Label“ befindet, ist ersten Informationen nach kurzfristig anderweitig untergekommen, beispielsweise bei Bekannten. Es sei „die nächste Katastrophe“ in Connewitz, sagt jemand mit Anspielung auf einen ähnlichen Brandfall in der Stockartstraße im Dezember 2025. Doch auch Dankbarkeit gegenüber der Feuerwehr ist zu vernehmen, die über viele, viele Stunden unermüdlich kämpft. Rund 50 Kräfte sind im Dauereinsatz. Auch Spendenaufrufe kursieren bereits. Währenddessen ermittelt die Polizei zur Brandursache.

Ein Jahr Sportbad am Rabet mit positiver Bilanz – und einem Zukunftswunsch

Eine erfreuliche Bilanz kann dagegen das Sportbad am Rabet ziehen. Genau ein Jahr nach seiner Eröffnung seien die Erwartungen getoppt worden, teilt die Leipziger Gruppe, denen die Sportbäder zugeordnet sind, am Dienstag mit.

Das Bad auf dem Otto-Runki-Platz im Osten von Leipzig hatte seine Pforten am 11. August 2025 nach gut viereinhalb Jahren Bauzeit eröffnet. Das Resümee des ersten Jahres: 163.491 Besucherinnen und Besucher kamen in dieser Zeit und damit deutlich mehr als die erhofften 120.000. Dazu wurde das Sportbad von 27 Vertragspartnern genutzt, unter anderem Schulen, Vereinen, Bereitschaftspolizei, DLRG, Volkshochschule und Branddirektion. Gerade für den Vereinssport ist das Sportbad am Rabet zu einer wichtigen Instanz geworden. So fanden an 26 Wochenenden Sondernutzungen durch die Wasserballer des SC DHfK Leipzig e. V. statt, so die Leipziger Gruppe. Dazu kommt ein umfassendes eigenes Kursangebot.

„Das enorme Interesse zeigt, dass wir mit dem Sportbad am Rabet dem Bedarf in Leipzig gerecht werden“, bilanziert Martin Gräfe, Geschäftsführer der Leipziger Sportbäder. „Das Bad schafft zusätzliche Kapazitäten für Schulen und Vereine und ist zugleich ein wichtiger Treffpunkt für die Menschen – nicht nur im Leipziger Osten.“

Auch Einrichtungsleiter Kay Leichsenring zeigt sich optimistisch für die Zukunft des Sportbads, äußert aber einen Wunsch: „Ich würde mich freuen, wenn noch mehr Menschen mit Handicaps unser inklusives Angebot nutzen, weil wir beste Bedingungen haben.“ Dazu zählen ein Poollift, hallengeeignete Wechselrollstühle sowie barrierefreie Umkleide- und Sanitäranlagen.

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