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Am 9. November im Museum der bildenden Künste: Buchpremiere für „Über Mauern“

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    In seinem Buch „Über Mauern“ hat der Leipziger Kunsthistoriker Bernd Lindner etwas getan, was überfällig war: Am Motiv der deutsch-deutschen Teilung zu zeigen, dass die politische Teilung Deutschlands nicht auch die Kunst in zwei antagonistische Teile gespalten hat. Im Gegenteil: Kaum ein Motiv regte mehr zur künstlerischen Auseinandersetzung in Ost wie West an als ausgerechnet die Mauer – und ihre Folgen. Am 9. November ist Buchpremiere in Leipzig.

    Passend natürlich genau an dem Tag, an dem 1989 die Ostdeutschen die Grenzübergänge nach Westberlin stürmten und damit das Ende der deutsch-deutschen Teilung herbeiführten. Zumindest auf Landkarten und in Sonntagsreden. Denn in den Köpfen ist die Mauer noch genauso in Funktion, wie sie es einst als Bauwerk war.

    Auch 31 Jahre nach der Wiedervereinigung denken die Deutschen in Ost- und West-Kategorien. Die Künstler werden noch lange damit zu tu haben, auch wenn das gebaute Relikt fast völlig verschwunden ist aus der Landschaft.

    Buchpremiere im MdbK

    Die Bundeszentrale für politische Bildung/bpb lädt jetzt ein zur Buchpremiere des Zeitbildes
    „Über Mauern. Teilung, Friedliche Revolution und Deutsche Einheit in der bildenden Kunst“ mit einem einführenden Vortrag von Autor Bernd Lindner und einem Podiumsgespräch am Dienstag, 9. November, im Foyer des Museums der bildenden Künste Leipzig, Katharinenstraße 10.

    Die innerdeutsche Grenze ist nun fast 30 Jahre verschwunden. Doch ist sie, wie auch die Nachwirkungen der deutschen Teilung, als „Mauer in den Köpfen“ bis heute noch Thema der künstlerischen Auseinandersetzung; auch für Künstler der nachgewachsenen Generation. 1961 – 1989 – 1990. Diese Daten sind eng verbunden mit der Berliner Mauer und ihrer Überwindung infolge der Friedlichen Revolution.

    An welches der weltgeschichtlichen Ereignisse wir uns auch erinnern: Es stehen uns stets zuerst Fotografien oder Filmbilder vor Augen, Gemälde, Grafiken oder Plastiken dagegen kaum. Gibt es sie gar nicht, oder sind es zu wenige, um unser Bildgedächtnis nachhaltig zu prägen?

    Das Zeitbild „Über Mauern. Teilung, Friedliche Revolution und Deutsche Einheit in der bildenden Kunst“ belegt das Gegenteil. Es macht anhand einer Auswahl von 420 Kunstwerken von 266 Künstlerinnen und Künstlern aus Ost und West deutlich, welch große Wirk- und Deutungsmacht die bildende Kunst in Bezug auf zeitgeschichtliche Ereignisse besitzt – weil ihre Stärke eben nicht in der Bannung des visuellen Augenblicks liegt, sondern in substanziellen „Schnitten durch die Weltsubstanz“ (Walter Benjamin).

    Und die Kunstwerke leisten es unabhängig davon, ob sie in der DDR, der Bundesrepublik, dem wiedervereinten Deutschland oder andernorts entstanden sind. Nie sind sie bloße Illustrationen von Geschichtsdaten. Sie sind keine Bilder des Augenblicks, sondern solche der historischen Durchdringung in mannigfaltigen Stilformen – von realistisch bis abstrakt.

    „Über Mauern. Teilung, Friedliche Revolution und Deutsche Einheit in der bildenden Kunst“, Buchpremiere am 9. November um 18 Uhr im Museum der bildenden Künste Leipzig / Eintritt frei.

    Gäste der Veranstaltung sind: Lisa Kottkamp (Künstlerin), Ute Richter (Künstlerin), Wilhelm Klotzek (Künstler) und Prof. Dr. Bernd Lindner (Autor des Zeitbildes)

    Moderation: Dr. Stefan Weppelmann (Direktor Museum der bildenden Künste, Leipzig)

    Eine Anmeldung ist bis zum 8. November unter www.bpb.de/341723 erwünscht.

    Hinweis: Bitte denken Sie daran, dass beim Einlass im Rahmen der Corona-3G-Regel ein Nachweis darüber erbracht werden muss, ob Sie geimpft, genesen oder getestet sind.

    Während der Veranstaltung werden Video- und Tonaufnahmen im Rahmen eines Livestreams erfolgen. Mit Ihrer Teilnahme stimmen Sie der potenziellen Verwendung der Aufnahmen für die Öffentlichkeitsarbeit der beteiligten Institutionen zu. Sie können jederzeit Ihre Einwilligung widerrufen und Auskunft über die Verwendung der Aufnahmen verlangen.

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