Die neue „Leipziger Zeitung“ Nr. 83: Zwischen Ich und Wir

Für alle LeserEine Karikatur von Schwarwel bringt es auf den Punkt: Ein breitbeinig dasitzender Kerl, der den Kontrolleur in der Straßenbahn regelrecht anbrüllt, behauptet mit zorniger Miene: „Ich muss keine Maske tragen – Hier: Ich habe das Seepferdchen!!!“ Der Stachel steckt in den drei Ausrufezeichen, die für zwei Dinge stehen: Ein zorniges Ego, das meint, auf andere keine Rücksicht nehmen zu müssen. Und für den Lärm, den diese zornigen Egos machen, sodass man seit gefühlt sieben Jahren keine anderen Stimmen mehr hört.
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Und auch wenn wir in der neuen Ausgabe der „Leipziger Zeitung“ die seit Anfang September auch in Leipziger Straßenbahnen und Bussen erfolgenden Kontrollen zur Maskenpflicht nur am Rand thematisieren, beschäftigen sich die Artikel in der Zeitung trotzdem – fast zwangsläufig – mit dem zerstörerischen Konflikt „Zwischen Ich und Wir“ – oder genauer: zwischen Ego und Solidarität.

Und das hat nicht nur mit den sogenannten „Hygienedemos“ zu tun, über die Michael Freitag schreibt: „Querdenker ante portas“. Auch wenn diese Bewegung eine Menge erzählt über die verzweifelte Selbstbehauptung von Menschen in unserer Gesellschaft, die Rücksichtnahme auf andere als Zumutung empfinden, gar Freiheitsberaubung. Obwohl ihr Freiheitsbegriff ganz unübersehbar ein sehr engstirniger ist, einer, der Rede um Rede davon erzählt, dass sie nicht akzeptieren können, dass die Freiheit jedes Menschen von der Rücksichtnahme aller abhängt.

Es gibt keine absolute Freiheit. Unser ganzes Dasein ist bedingt. Wir sind alle aufeinander angewiesen. Alle. Auch die Egoisten. Aber zur Wahrheit gehört auch, dass unsere Gesellschaft Egoisten und Rücksichtslose bevorteilt und schützt.

Was Michael Billig diesmal in einer neuen Enthüllungsgeschichte zum wilden Müllim- und Exportgeschäft beleuchtet: „Deponie-Rausch“. Denn was er in seinem Buch „Schwarz Rot Müll“ schon aufdeckte, war praktisch nur der erste Teil der wilden Geschäfte, die Mülltransporteure und Deponiebesitzer betreiben, weil deutsche Politiker ihnen genau für diese dreckigen Geschäfte die gesetzlichen Rahmenbedingungen geschaffen haben und ganz unübersehbar nicht gewillt sind, dem wilden Deponieren wirklich Einhalt zu bieten. „Deponie-Rausch“ heißt die Geschichte. Womit die nächsten tickenden Zeitbomben in unserem Land entstehen, auch in Sachsen.

Greta Thunberg hat recht: Wir sollten in Panik geraten. Und zwar nicht nur, was das Klima betrifft. Denn die Zerstörung des Klimas hat genau dieselben Ursachen wie die Zerstörung unserer Landschaften, die Vergiftung unserer Welt, die goldenen Geschäfte mit giftigem Müll, der quer durch Europa gekarrt wird, weil sich mit der Verklappung jede Menge Geld verdienen lässt.

Und die angefragten, eigentlich verantwortlichen Landesregierungen? Schulterzucken. Wegducken.

Das Titelblatt der LEIPZIGER ZEITUNG Nr. 83, Ausgabe September 2020. Foto: Screen LZ

Womit sie sich genauso verhalten wie all die selbstgerecht Gleichgültigen, die in Leipziger Parks und Grünanlagen ihren Partymüll einfach liegen lassen. Worüber Birthe Kleemann schreibt in ihrem Beitrag „Der Dreck muss weg“.

Natürlich geht es selbst bei diesem scheinbar simplen Thema um Solidarität und Verantwortung.

Aber sind wir eine solidarische Gesellschaft?

Die meisten von uns schon. Aber unsere Regierungen sind es nicht. Wir haben landauf, landab egoistische Parteien in den Regierungen, die sich von den breitbeinigen Schreihälsen einschüchtern lassen. Darum geht es selbst beim Thema Abschiebungen, mit dem sich Leonie Asendorpf beschäftigt: „Abschiebungen aus Sachsen verstoßen gegen den Koalitionsvertrag“. Denn dort hatten sich CDU, SPD und Grüne verständigt, keine Familien mehr zu zerreißen, junge Leute nicht aus Ausbildung und Beruf zu reißen und abzuschieben, was eigentlich entsorgen bedeutet, wegschicken und wegschmeißen.

Als wären diese Menschen, die hier bei uns eine neue Heimat gesucht haben, nur Müll.

Auch in dieser Beziehung leben wir in einer Wegschmeißgesellschaft. Und es ist dem verantwortlichen Innenminister nicht beizubringen, dass man so nicht nur Menschen vernichtet (denn die Abgeschobenen haben am Zielort in der Regel keine Existenzgrundlage mehr), sondern auch den Egoismus schürt im Land. Schwarwel hat das schon genau erspürt, dass die selbstherrlichen Maskenverweigerer sehr viel mit dieser selbstherrlichen Vorrechts-Attitüde der Eingeborenen zu tun haben, die kein Verständnis aufbringen wollen für die Not der anderen.

Darum geht es die ganze Zeit.

Überall dasselbe Thema.

Was auch David Gray in seinem Beitrag „Der menschliche Faktor“ beleuchtet, in dem er einfach mal von einer echten Sternstunde des deutschen Fernsehens erzählt: der Liveschalte aus Anne Wills Sendung direkt zur Korrespondentin Isabel Schayani auf Lesbos, die dort eben nicht – irgendwo hinter sicheren Absperrgittern – über das Drama im Flüchtlingslager berichtet, sondern mit den Menschen dort direkt spricht – über ihren ganz gewöhnlichen Alltag unter menschenunwürdigen Bedingungen.

Sie kommentiert nicht und berichtet nicht aus der Vogelperspektive, sondern mitten aus dem Geschehen.

Anne Will am 13.09.2020 Europas gescheiterte Migrationspolitik – welche Rolle soll BRD übernehmen?

David Grays trockene Einschätzung: „Aufrichtig gemachte Nachrichten wirken.“

Die er dann freilich noch um ein Zitat von Charlie Skinner anreichert: „Cut the Bullshit. Will Report the News!“

Die meisten Medienmeldungen in Deutschland sind nichts als Bullshit, Geschwätz, Gerede – und jede Menge Lobbyismus, Schönwettermalerei und Nebelkerzen aus den Think Tanks derer, die damit Macht und Geld generieren. Und vor allem Veränderungen ausbremsen. So wie die Wasserstofftechnologie, von der schon 2000 klar war, dass sie ein unabdingbarer Baustein der Energiewende sein muss.

Aber jetzt, 20 Jahre später, steckt sie immer noch in den Startlöchern, weil die Milliarden anderswohin umgeleitet werden – in die fossilen Bereiche unserer Wirtschaft. Wo wir stehen mit der Wasserstofftechnologie, darüber spricht im Interview Marko Hofmann mit HTWK-Professor Robert Huhn.

Und dann dieser kleine Widerhaken mittendrin: Leonie Asendorpfs Beitrag zum frisch gegründeten Demokratieinstitut an der Uni Leipzig, das sich mit „menschenfeindlichen Einstellungen“ in unserer Gesellschaft beschäftigen soll. Sie haben immer noch den breitbeinigen Schreihals aus Schwarwels Karikatur vor Augen?

Oh ja, die Menschenfeindlichkeit hat viele Gesichter. Und eines heißt nun einmal: Egoismus.

Und so ist es auch kein Zufall, dass Jens-Uwe Jopp ausgerechnet jetzt zu einem Christoph-Hein-Buch von 2005 gegriffen hat, in dem genau das thematisiert wird: der „menschliche Egoismus“, der sich unfähig stellt, Verantwortung zu übernehmen. „Landnahme“, ein Buch, das er selbst den Schüler/-innen in seiner Schule ans Herz legt, wohl wissend, dass es verdammt schwer ist, im fläzigen „Es ist so, wie es ist“-Denken des heutigen Deutschlands so nachdenkenswerte Autoren aus dem marginalisierten Osten zu platzieren.

Denn wo die entscheidenden Herren breitbeinig fläzen, zeigen sie keine Anstrengung, ihre (Sitz-)Position auch nur im geringsten zu verändern. Denn es sitzt tief, das Mantra der neuen und alten Gesellschaft: „Du kriegst nur, was du dir nimmst. Wer seine Ellbogen nicht benutzt, wird auch nichts.“ Und wer nicht die Pinkepinke hat, bekommt auch kein Recht. Denn er kann sich sein Recht nicht kaufen.

Und so sehen wir den Triumph genau der Typen, die Egoismus und Rücksichtslosigkeit als Heldentum verkaufen. Von Ulrike Gastmann inmitten eines kleinen Herbstwetter-Textes auf den Punkt gebracht: „So muss es Männern gehen, denke ich, Männern, die plötzlich und unverhofft Präsidenten mächtiger Staaten geworden sind – und nun etwas ,erlauben‘. Oh je. Hüten wir uns vor denen, die daran auch noch Gefallen finden.“

Wobei ich dem „plötzlich und unverhofft“ nicht ganz zustimme: Diese eisigen Männer arbeiten daran – oft ein Leben lang. Sie wollen da hin, wo sie anderen Menschen etwas erlauben – oder verbieten dürfen. Wo sie das Gefühl der Macht über andere ausleben können. Und sie geben nie auf.

Wo Menschen mit einem Gewissen und einem Rest von Verantwortungsbewusstsein vor Scham im Boden versinken, wenn sie bei Fehlern ertappt werden, drehen diese narzisstischen Personen erst richtig auf. Komisch, dass nun auch noch Ilse Schnickenfittich für „Merz for Kanzler(kandidat)!“ plädiert.

Warum haben so viele Menschen das Bedürfnis, ihr ganzes Wohlergehen ausgerechnet solchen eiskalten und in ihrer Verachtung so unerschütterlichen Typen anzuvertrauen?

Kann es sein, dass sie lieber ein Leben lang jammern und wehklagen, dass immer andere schuld daran sind, dass sie ihr eigenes Leben nicht aufrecht, mutig und mit Würde leben können?

Und kann es sein, dass nicht einmal die Friedliche Revolution daran etwas geändert hat? Ein Thema, über das Olav Amende im Interview mit Schwarwel spricht. Der auf den Kern des Mensch-Seins in allen Zeitläuften eingeht, auch wenn es Schwarwel sehr mit seinem Punk-Sein verbindet: „Ich wollte keine Politik, sondern einfach nur machen können, was ich will. Alles, was ich selber an kleinpolitischen Sachen gemacht habe, war eher dem Umstand geschuldet, dass ich in der Lage sein wollte, selbst zu bestimmen, was ich tue und mir dabei von keinem reinquatschen zu lassen.“

Also vor allem von diesen Versteinerten und Genehmigungsfanatikern, die für gewöhnlich in die „verantwortlichen“ Positionen drängen, wo sie verbieten und „erlauben“ dürfen, jenes Fitzelchen Macht bekommen, mit dem sie Menschen drangsalieren können und ihr Ego putzen.

Seltsam, was einem so alles auffällt, wenn man sich durch die neue LZ arbeitet.

Die neue „Leipziger Zeitung“ (VÖ 25.09.2020) liegt an allen bekannten Verkaufsstellen aus. Alle haben wieder geöffnet – besonders die Szeneläden, die an den Verkäufen direkt beteiligt werden. Oder die LZ einfach einfach abonnieren und zukünftig direkt im Briefkasten vorfinden.

Leipziger Zeitung
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