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Tag: 17. August 2016

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Rechtsanwalt Wolfgang Männel und der Angeklagte Willi N. Foto: Alexander Böhm

Teure „Fußnote“: Ehemaliger NPD-Funktionär wegen Volksverhetzung verurteilt

Für renommierte Historiker und die allermeisten Bundesbürger ist der Holocaust eines der schlimmsten Verbrechen der Menschheitsgeschichte. Der frühere NPD-Kader Willi N. (38) hält den millionenfachen Völkermord offensichtlich nur für eine „Fußnote der Geschichte“. Da er diese Meinung im sozialen Netzwerk „Facebook“ öffentlich kundtat, verurteilte das Landgericht den Arbeitslosen am Dienstag zu einer empfindlichen Geldstrafe.

Turm und Dach der Lutherkirche. Foto: Ralf Julke

Gastkommentar von Christian Wolff: Das Reformationsjubiläum 2017 – Was wollen wir feiern?

KommentarNur noch wenige Monate trennen uns vom Jahr 2017, dem Reformationsjubiläum. Bis jetzt hat es die Evangelische Kirche nicht vermocht, dieses Jubiläum als ein Ereignis zu kommunizieren, das alle Menschen in Mitteleuropa und darüber hinaus angeht. Mitte 2015 hieß es: „Das Reformationsjubiläum 2017 ist im Kern ein Christusfest, das die Botschaft von der freien Gnade Gottes ausrichten will an alles Volk.“ Mit dem Motto „Christusfest“ versuchen die EKD und die Deutsche Bischofskonferenz, das Reformationsjubiläum ökumenisch auszurichten und von den gesellschaftlichen und politischen Dimensionen vor 500 Jahren zu lösen.

Oben angekommen. Auf RBL-Cheftrainer Ralf Rangnick wartet am 1. Bundesliga-Spieltag ein Duell mit Ex-Club Hoffenheim. Foto: GEPA Pictures

RB Leipzig stellt sich wirtschaftlich breiter auf

Rasenballsport Leipzig hat in den vergangenen Tagen zwei neue Sponsoren hinzugewonnen. Damit will sich der Verein regional verankern, aber auch von Red Bull finanziell noch stärker unabhängig werden.

Die geplanten Festbereiche zum Tag der Deutschen Einheit in Dresden. Screenshot: L-IZ

Sachsens Regierung will mit 4,5 Millionen Euro drei Tage lang feiern

Bescheiden sein? Wozu denn bescheiden sein, wenn andere über klamme Haushaltskassen stöhnen? Nicht nur mit der Image-Kampagne für die sächsische Regierungspolitik („So geht sächsisch“), sondern auch mit der Feier zum Tag der Deutschen Einheit haut Sachsens Regierung mächtig auf die Pauke. 4,5 Millionen Euro soll die dreitägige Feier vom 1. bis 3. Oktober in Dresden kosten.

Hochwasser 2013 an der Nahle. Foto: Marko Hofmann

Landtagsabgeordneter kritisiert Umweltminister noch einmal für die falschen Schwerpunktsetzungen beim Hochwasserschutz

Es war eigentlich zu erwarten, dass es auf die Meldung des Umweltministers vom Dienstag, 16. August, zur Hochwasserschadensbeseitigung sofort eine Replik geben würde. Und die bekam Umweltminister Thomas Schmidt (CDU) auch postwendend vom Landtagsabgeordneten Wolfram Günther. Den beeindrucken große Zahlen schon lange nicht mehr, seit die Weichenstellungen in Sachsen so sichtlich falsch sind.

Geht es immer nur um Sensationen? Foto: L-IZ

Innehalten in der Häppchenjagd oder Warum Journalismus wieder nachhaltig werden muss

Wofür braucht man eigentlich Medien? Die einen wünschen sich ja partout so etwas wie ein Winkelement, mit dem der schreibende Journalist angibt, was die Richtung ist. Was schon in der Diskussion ein Problem wird. Die einen möchten gern linksherum geführt werden, die anderen lieber – na ja - durch die Mitte, auch wenn’s dabei eher rechtsherum geht. Das ist alles niederer Blödsinn für Follower.

Erbschaftssteuer erreichte in Sachsen 2015 einen neuen Höchstsstand. Foto: Ralf Julke

Steuern aus Erbschaften und Schenkungen in Sachsen stiegen 2015 auf 32 Millionen Euro

Es ist in Sachsen wie anderswo in Deutschland auch: Während ein gut Teil der Erwerbstätigen noch immer darum kämpft, irgendwie auf ein einträgliches Einkommen zu gelangen, vermehrt sich der Besitz einiger Gutverdienender in erstaunlichem Tempo. Was sogar bei den Erbschaftssteuern sichtbar wird. Von 2012 bis 2015 sind die Einnahmen des sächsischen Fiskus bei der Erbschaftssteuer von 26 auf 32 Millionen Euro gestiegen.

Einen Bibliothekar hat bestimmt jeder irgendwo im Unternehmen. Foto: Ralf Julke

Peanuts für die kreativen Spaß-Branchen

Leipzig ist eine Stadt der Selbstausbeuter. Die Stadt rühmt sich zwar in teuren Werbekampagnen einer breiten und lebendigen Kreativszene. Aber wenn man dann mal nachfragt, wie es eigentlich um die Förderung seitens der Stadt steht, wird es dünn. Die Linksfraktion hat im Juni mal angefragt. Man hatte ja auch irgendwas beschlossen im Stadtrat. War doch so, oder?

Marc-Uwe Kling: Der falsche Kalender. Foto: Ralf Julke

365 platte Sprüche, den richtigen Sprücheklopfern falsch in den Mund gelegt

Die Welt ist voller Sprüche: Werbesprüche, Politikerzitate, Sprüche aus Filmdialogen, Zitate berühmter Philosophen, Liedzeilen, die einem nicht mehr aus dem Kopf gehen. Die meisten davon sind so flach wie eine überfahrene Bierbüchse. Und trotzdem hat man den ganzen Krempel im Ohr. Die Jungs, die mit Marc-Uwe Kling regelmäßig auf der Bühne stehen, können ein Lied davon singen.

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