Medienmachen im Lokalen

Innehalten in der Häppchenjagd oder Warum Journalismus wieder nachhaltig werden muss

Wofür braucht man eigentlich Medien? Die einen wünschen sich ja partout so etwas wie ein Winkelement, mit dem der schreibende Journalist angibt, was die Richtung ist. Was schon in der Diskussion ein Problem wird. Die einen möchten gern linksherum geführt werden, die anderen lieber – na ja - durch die Mitte, auch wenn’s dabei eher rechtsherum geht. Das ist alles niederer Blödsinn für Follower.

Natürlich haben wir uns darüber in all den Jahren immer wieder Gedanken gemacht. Berichten über alles, was passiert, ist ja schön und gut. Aber das ergibt, wie jeder sehen kann auf fast allen Kanälen: ein buntes Überangebot mit schreienden Farben, ein regelrechtes Geschrei nach Aufmerksamkeit – und eine immer wildere Hatz nach „Reichweite“.

Aber der Sinn bleibt auf der Strecke. Denn wir erzählen ja hier nicht ganz beiläufig und zufällig von der These der Herren Cohen, Stewart und Pratchett, den Menschen in seinem evolutionären Erfolg als „pan narrans“ zu begreifen, den „erzählenden Schimpansen“ (weil der Schimpanse tatsächlich unser nächster lebender Verwandter ist). Aber der Schimpanse ist nicht in der Lage, sich Geschichten über die Welt auszudenken, Geschichten, die erklären, warum die Welt so ist, wie sie ist.

Manche Menschen-Geschichten beschäftigen sich ja auch mit der Frage, warum die Welt überhaupt ist.

Aber wir beschäftigen uns hier mit dem Teilaspekt, der möglicherweise begründet, warum Menschen Medien brauchen – nämlich weil sie ein tiefsitzendes Bedürfnis haben, zu verstehen, warum all das geschieht. Einiges davon ist brisant, gefährlich, bedrohlich. Da will man nicht nur wissen, wie es geschieht, sondern warum.

Dafür gibt es dann meist auch im Schnellangebot schnelle Meta-Geschichten. Eine davon heißt „Terrorismus“. Das ist ein Märchen für Naive. Der schwarze Mann mit Rucksack ist schuld, vielleicht auch noch ein bärtiger Prediger mit Turban. Alles klar.

Alles klar?

Gar nichts ist klar. Denn die Geschichte erklärt natürlich nicht, woher der Mann mit Turban kommt und warum der schwarze Mann sein Leben einfach wegschmeißt, um unschuldige Menschen mit in den Tod zu reißen.

Und welche Rolle wir selbst dabei spielen, außer vielleicht die unschuldigen Opfer dabei zu werden.

Es muss also – über die schnell-fertigen Journalisten in den ganz fixen Medien hinaus – auch noch ein paar Leute geben, die dann, wenn alle glauben, die Geschichte ist fertig, erst richtig anfangen und Fragen stellen. Meistens steht ein dickes fettes „Warum“ am Anfang. Denn Geschichten mit Menschen drin werden verständlicher, wenn man nach den Motiven und Ursachen fragt. (Und damit sind nicht die ratlosen Schilder gemeint, die mittrauernde Menschen an den Tatorten ablegen. Damit drücken sie tatsächlich nur die erste eigene Ratlosigkeit aus, weil brutale Gewalttaten nun einmal nicht einfach rational zu begreifen sind. Aber dieses „Warum“ ist natürlich eine gute Erinnerung für Journalisten: Jetzt macht mal. Jetzt fangt mal an zu suchen.)

Das gilt nicht nur für Gewalttaten. Das gilt für alles, was geschieht und unsere Gesellschaft bedroht, verändert, ins Mark trifft. Das ist eine ganze Menge. Bis hinab ins Lokale und scheinbar Überschaubare. Spaziergänge besorgter Bürger zum Beispiel, die sich in Sachsen und Leipzig als etwas ganz Spezielles erwiesen haben. Denn als wir da etwas genauer nach den Akteuren und ihren Beweggründen Ausschau hielten und darüber schrieben – bekamen wir heftige Drohungen und unsere Jungs vor Ort wurden bedrängt.

Ich erzähl das hier nur, damit es in der ganzen Debatte nicht wieder vergessen wird: Es gibt eine Vielzahl von Menschen, die möchten nicht, dass man sieht, was sie tun, mit wem sie es tun und warum. Die sich wohlfühlen damit, wenn Medien oberflächlich bleiben und Intransparenz als gesellschaftliche Tugend gilt.

Oder gar regierungsamtliche, um nur an die vielen Ausreden bekannter Minister zu erinnern, die über wichtige Teile ihrer Arbeit partout keine Auskunft geben wollen.

Das könnte hier eine ganz lange Liste werden. Sie würde uns aber wegführen von der Anfangsfrage: Wie bekommt man da eine Linie hinein? So etwas wie ein Eichmaß, an dem auch der Leser abmessen kann, ob das Erzählte nun wichtig ist, gar gefährlich – oder einfach banal?

Woran kann man das messen?

Misst man es auf der Rechts-links-Skala – und nur alles, was hübsch in der Mitte ist, ist gut? Das kann nicht funktionieren. Dazu ist das, was wir so gern als Mitte bezeichnen, viel zu gedankenlos, im immer gleichen Trott, nimmt das Gegebene als gegeben, und ist eigentlich auch schon abgefüttert mit dem Informationsgeprassel aus den fixen Häppchenkanälen.

Die Art des Erzählens hat also auch etwas mit dem Sinn des Erzählten zu tun. Häppchen haben keinen Sinn. Sie lassen die Nutzer unbefriedigt zurück. Deswegen wächst ja rein statistisch der Medienkonsum permanent an: Die Häppchennachrichten aus dem Radio füttern an, liefern aber keine Erklärung, keinen Rahmen, das Gehörte einzuordnen. Also wird der Fernseher angeschmissen, werden die Nachrichten- und Sondersendungen eingesaugt wie Nektar. Aber ehrlich? Wie fühlen Sie sich danach? Tatsächlich sind auch das nur Häppchen, in denen sich nichts zu einem vertrauenswürdigen Erzählstrang bündelt.

„Getretner Quark wird breit, nicht stark“, schrieb Goethe zu dieser Art Breitwalzen von Ereignissen, ohne dass die Autoren irgendwie den Plot oder die Pointe finden.

Also wird versucht, die Ratlosigkeit mit den ganz neuen Medien zu stillen, wird der Laptop angeschmissen oder das Smartphone bannt jede Aufmerksamkeit. Den ganzen Tag hängen wir über den Dingern, versuchen auch noch die letzte winzige Neuigkeit herauszusaugen.

Und im Ergebnis bleibt trotzdem dasselbe flaue Gefühl: Dass man das Eigentliche doch wieder nicht gefunden hat. Nicht die Geschichte, die Sinn in das Ganze bringt. Denn alle diese aufregenden Nachrichten stehen ja ziemlich sinnlos nebeneinander, verbinden sich nicht zu einem Ganzen.

Was übrigens auch 2004 schon so war. Und nicht nur in den sogenannten „neuen Medien“. Die Hatz auf das Ganz-vorn-dabei-Sein war längst im Gang.

Und jedes neue, viel besprochene Medium, das seither dazu kam, hat die Hatz nur beschleunigt. Und es hat die Ressourcen gefressen, die man eigentlich braucht, um einer Geschichte auf den Grund zu gehen, das – mögliche – Warum herauszubekommen. Und damit den Süchtigen endlich auch zu geben, was sie eigentlich suchen: Einen Sinn in dem allen, einen Erklärungsansatz, der sie aus der instrumentalisierten Hilflosigkeit herausholt.

Denn dazu führt ja diese Hatz, die sogar Angst, Schmerz und Trauer zu Entertainment macht.

Auf der Strecke bleibt das, warum sich Menschen eigentlich Geschichten erzählen: Denn sie möchten erkennen, was da geschieht. Erst wenn die Geschichte eine fassbare Linie bekommt, wird aus der Passivität (dem Konsumieren) im Informationschaos die Möglichkeit des Aktivwerdens. Denn wenn Menschen nicht wissen, was sie tun können, um ein Problem zu lösen, werden sie panisch.

Das erleben wir gerade. Überall.

Und sie beginnen zu misstrauen. Denen „da oben“, der Demokratie, der „Politik“.

Und da sind wir bei den falschen Fragen, die uns gestellt werden: Nein, wir sagen „der Politik“ nicht, was sie tun muss.

Aber wir müssen eine Richtschnur haben. Eigentlich haben alle Medien eine, nur die meisten reden nicht drüber.

Wir schon. Haben wir schon mehrfach getan. Zuletzt auch mit grimmigen Sätzen über Leute, die sich über das Modewort „Nachhaltigkeit“ aufgeregt haben. Natürlich wird es missbraucht.

Aber wenn man es ganz nüchtern betrachtet, ist der Maßstab klar: Wirklich Sinn ergibt unsere menschliche Geschichte nur dann, wenn wir nicht alles tun, um unsere Spezies möglichst schnell wieder vom Erdball verschwinden zu lassen. Und derzeit tun wir verdammt viel dafür. Regelrecht blind in einer Flut uns völlig überfordernder Informationen.

Der Sinn allen menschlichen Tuns kann also nur lauten, mit dieser Welt so umzugehen, dass unsere Welt auch noch unseren Enkeln, Urenkeln und hunderten folgenden Generationen eine gute Lebensgrundlage bietet, nicht ausgeplündert und verwüstet ist.

Ist das tatsächlich zu hoch?

Zumindest hat es eine zwingende Folge: Man kann solche Geschichten nicht in Häppchen erzählen.

Man braucht immer die ganze Aufmerksamkeit der Leser. (Oder Zuschauer oder Zuhörer – wobei die wirklich nachhaltigen Erzählungen im Rundfunk verdammt selten geworden sind. Man hat sich dort aufs Häppchenbuffet spezialisiert. Die Ergebnisse sind bekannt.)

Ist das ein Anspruch in einer Welt, die von den Häppchenverkäufern immer mehr überflutet wird?

Es ist zumindest ein Ansatz, mal drüber nachzudenken, die meisten dieser Häppchen-Medien auszuschalten und sich mal rauszunehmen aus der Hatz. Und vor allem: das Tun einiger Leute deutlich zu hinterfragen.

Denn es könnte sein, dass sie in ihrer wilden Jagd nach Aufmerksamkeit keinen Moment mehr darüber nachdenken, was sie damit eigentlich anrichten. Wer nur im gehetzten Jetzt lebt, verliert den Sinn für die Folgen seines Tuns im Morgen.

Auch deshalb haben wir beschlossen: Wir machen diese blinde Hatz nicht mit.

Wir versuchen zumindest, die Geschichten etwas nachdenklicher zu erzählen und immer auch zu fragen: Welche Folgen hat das für uns und diese so leicht zerstörbare Welt?

In eigener Sache – Eine L-IZ.de für alle: Wir suchen „Freikäufer“

NachhaltigkeitLokaljournalismusInformat
Print Friendly, PDF & Email
Leserbrief

Hinweise zum Leserbrief: Bitte beachten Sie, dass wir einen Leserbrief nur veröffentlichen, wenn dieser nicht anonym bei uns eintrifft. Außerdem möchten wir darauf hinweisen, dass eine Teilnahme an Verlosungen des L-IZ Leserclubs mit dem Leserbrief nicht möglich ist.

Ihr Name *

Ihre E-Mail-Adresse *

Betreff

Ihre Nachricht *

Bild/Datei hochladen

Wären Sie mit der Veröffentlichung als Leserbrief einverstanden? *

 
Ein Kommentar


Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr





Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

NPD und AfD eingeladen: Klimadiskussion in Dresden nach Kritik abgesagt
NPD und AfD sollten an einer später abgesagten Klimadiskussion teilnehmen. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserDie Klimadiskussion unter dem Titel „Fakten statt Geblubber“, die am Freitagabend, den 23. August, in Dresden stattfinden sollte, ist abgesagt. Die Organisatoren, die Dresdner Gruppen von „Parents for Future“ und „Scientists for Future", reagierten damit auf massive Kritik, nachdem unter anderem die rechtsradikalen Parteien AfD und NPD eingeladen waren.
Von Diktatur halten die Berliner nicht viel
Diskriminierungserfahrungen der Berliner. Grafik: Berlin-Monitor

Grafik: Berlin-Monitor

Für alle LeserBerlin hat jetzt auch einen Monitor. So wie Thüringen einen Thüringen-Monitor hat und Sachsen einen Sachsen-Monitor. Und die ersten Ergebnisse, die am Mittwoch, 21. August, vorgestellt wurden, zeigen etwas, was der Sachsen-Monitor eher verwischt als deutlich macht: In Großstädten ticken die Menschen anders als in ländlichen Regionen. Nicht nur die Lebenswelten driften auseinander, auch die Einstellungen zu Demokratie und Weltoffenheit.
LVB sehen keine Zukunft mehr für die Straßenbahnverbindung zum Völkerschlachtdenkmal
Buslinie 70 auf der Schlachthofbrücke. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserOb das so eine gute Idee ist? Leipzig denkt zwar intensiv über den Ausbau des Straßenbahnnetzes nach, um den Anteil des ÖPNV im täglichen Verkehr deutlich zu erhöhen. Aber die bis jetzt noch bestehende Ausweichstrecke über die Richard-Lehmann-Straße soll 2021 im Zuge der Komplettinstandsetzung der Schlachthofbrücke am MDR zurückgebaut werden. Eine notwendige Sanierung der Gleise, so die LVB, sei nicht förderfähig.
Was kann man tun, wenn Vorgesetze kein Vorbild sind und mit den Mitarbeitern nicht kommunizieren?
Treppenhaus im Neuen Rathaus. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDie Bilanz, die Leipzigs Verwaltungsbürgermeister Ulrich Hörning am Dienstag zog, war knapp, aber deutlich: „Stadt-Mitarbeiter sind zufrieden und dennoch kritisch“. Die Stadtverwaltung von Leipzig bietet zwar eine Menge interessanter und abwechslungsreicher Arbeitsplätze. Aber in der Mitarbeiterführung gibt es in einem Viertel der Stadtverwaltung spürbare Probleme.
Dornier 328NEU soll ab 2023 am Flughafen Leipzig/Halle gebaut werden
Wirtschaftsminister und Vize-MP Martin Dulig und Fertigungsleiter Nico Neumann betreten die D328NEU. Foto: SMWA/Bonss

Foto: SMWA/Bonss

Für alle LeserSeit ein paar Tagen schon wurde gemunkelt. Seit Mittwoch, 21. August, ist es jetzt offiziell: Das US-amerikanische Luft- und Raumfahrtunternehmen Sierra Nevada Corporation (SNC) und die 328 Support Services GmbH (328SSG) haben am Mittwoch, 21. August, ihre Pläne zur Gründung eines neuen Flugzeugherstellers am Flughafen Leipzig/Halle bekannt gegeben.
Wessen Erbe ist eigentlich die ostdeutsche AfD?
Ein Ei und das andere: AfD und Pegida als Einheit auch in der Optik. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserDa ackern sich die demokratischen Parteien die ganze Zeit ab, sich in einem relativ fairen politischen Wettbewerb zu behaupten – und dann kommt eine Marketingtruppe in Blau-Rot und beansprucht einfach mal die Wende für sich. Oder doch die Friedliche Revolution? Zahlreiche bekannte Bürgerrechtler verwahren sich gegen den Missbrauch. Aber hat nicht eher Andreas Wassermann recht, der in seinem „Spiegel“-Essay schreibt: „Die AfD gehört zum Erbe von '89“?
Warum kann die SPD ihre Erfolge in der Regierungskoalition nicht in Wählerstimmen ummünzen?
Klare Ansage in Lindenau. Foto: Marko Hofmann

Foto: Marko Hofmann

Für alle LeserWie macht man eigentlich Wahlkampf als Noch-Regierungspartei, auch wenn man die ganzen fünf Jahre immer nur der kleine Koalitionspartner war wie die SPD in Sachsen? Eine nicht ganz unwichtige Frage in einer Zeit, wo die SPD immer wieder dafür abgestraft wird, weil sie als kleiner Koalitionspartner der CDU das Weiterregieren ermöglicht. Da geht selbst das unter, was die SPD gegen den großen Partner durchgesetzt hat. Wie soll der Wähler das sortieren?
Mehr als 1.000 Menschen protestieren gegen Mini-Poggenburg-Kundgebung + Video
Etwa 1.000 Menschen demonstrierten in Connewitz. Foto: René Loch

Foto: René Loch

Für alle LeserEtwa 1.000 Menschen beteiligten sich am Mittwochabend, den 21. August, an einer antifaschistischen Demonstration des Aktionsnetzwerkes „Leipzig nimmt Platz“ durch Connewitz. Anlass war eine Kundgebung von André Poggenburg auf der Richard-Lehmann-Straße. An dieser beteiligten sich zehn Personen.
Ticketverlosung: Wassertropfen & Seifenblase. Ein Ringelnatz-Abend
Ringelnatz-Lesung im Botanischen Garten. Foto: Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik

Foto: Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik

VerlosungAm 13. September gibt es im Botanischen Garten Lesung Nr. 2 der neuen Reihe Die besondere Edition „Joachim Ringelnatz. Wassertropfen & Seifenblase“. Das Text-/Hörbuch ist anlässlich des 4. Gedichtfilmwettbewerbs zur Lyrik des 1883 in Wurzen als Hans Bötticher geborenen Ringelnatz erschienen. Freikäufer haben die Möglichkeit, 1x2 Freikarten zu ergattern.
„Friedlich einschlafen und nicht mehr aufwachen“: 80-Jährige Seniorin soll wegen versuchten Mordes ins Gefängnis
Erika S. nimmt zum Prozessauftakt neben ihrem Verteidiger Hagen Karisch Platz. Foto: Lucas Böhme

Foto: Lucas Böhme

Für alle LeserÄußerlich gefasst nahm Erika S. am Mittwoch ihr Urteil entgegen: Die 80-Jährige soll wegen versuchten Mordes an ihrem Ehemann ins Gefängnis. Sie hatte versucht, ihn und sich selbst mit Schlaftabletten zu töten, da sie mit der Pflege des schwer Demenzkranken überfordert war. In seiner Urteilsbegründung ging der Richter auch auf die Frage ein, warum die Kammer trotz schwieriger Umstände diese harte Entscheidung traf.
Grüne machen sich Jugendparlaments-Antrag zum Klimanotstand zu eigen und fordern eine Klimaanpassungsstrategie
Gewitterzelle über Leipzig. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserImmer deutlicher wird, dass die älteren Politiker in einem völlig anderem Verhältnis zur Zeit leben. Sie haben sich augenscheinlich daran gewöhnt, dass alles seinen gemächlichen Gang geht und dass man selbst für wichtige Richtungsentscheidungen jahrelang Zeit hat. Und nur die jungen Leute scheinen zu spüren, dass auch eine Stadt wie Leipzig keine Zeit mehr hat, sich auf die Folgen des Klimawandels einzustellen. Im April stellte das Jugendparlament seinen Antrag zum Klimanotstand.
Vielfalt der Industriekultur: Eröffnung der 7. Tage der Industriekultur
Zur feierlichen Eröffnung der 7. Tage der Industriekultur kamen heute Akteure aus der Stadt Leipzig und der Region in die VDI-GaraGe, um gemeinsam über das facettenreiche Thema „Industriekultur und Strukturwandel" zu sprechen. © Industriekultur Leipzig e.V.

© Industriekultur Leipzig e.V.

Mit einem Netzwerktreffen der diesjährigen Akteurinnen und Akteure aus Leipzig und der Region sowie dem bereits traditionellen Industrie|Kultur|Festival #4 unmittelbar im Anschluss werden am Mittwoch die 7. Tage der Industriekultur Leipzig feierlich eröffnet.
Innenminister Wöller hat drei mobile Verkehrsschulen für Kinder und Jugendliche übergeben
Prof. Dr. Roland Wöller, Staatsminister des Innern. Foto: Pawel Sosnowski

Foto: Pawel Sosnowski

Innenminister Prof. Dr. Roland Wöller hat heute auf dem Verkehrsübungsplatz am Stadion Heiliger Grund in Meißen gemeinsam mit dem Präsidenten der Landesverkehrswacht Sachsen e.V. (LVW), Andreas Nowak, drei Fahrzeuge, die zukünftig als mobile Verkehrsschulen genutzt werden, übergeben. Diese werden durch die Gebietsverkehrswacht Meißen e.V., die Gebietsverkehrswacht Torgau e.V. sowie die Kreisverkehrswacht Vogtland e.V. zur Verkehrserziehung von Kindern und Jugendlichen eingesetzt.
SPD-Fraktion legt nach: Wo bleiben die Prüfergebnisse für die anderen geplanten Fahrradstraßen in Leipzig?
Ausweisung für eine Fahrradstraße. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDa war sich Leipzigs Straßenverwaltung im Juli ziemlich sicher: Die nördliche Karl-Liebknecht-Straße, die die Leipziger eigentlich nur noch KarLi nennen, kann nicht zur Fahrradstraße umgewandelt werden. Es gibt dort zu wenige Radfahrer/-innen. Beantragt hatte das das Jugendparlament. Aber so will das zumindest die SPD-Fraktion nicht stehen lassen. Sie beantragt jetzt eine richtige Vorlage zu den Fahrradstraßen in Leipzig. Nur über der KarLi bleibt ein Fragezeichen.
Am 25. August: Familienführung im Völkerschlachtdenkmal
Foto vom Fundamentbereich des Völkerschlachtdenkmals , "Foto: SGM"

"Foto: SGM"

Das Völkerschlachtdenkmal hat neben einer schönen Aussicht noch vieles mehr zu bieten. Was dies alles ist, zeigt die Familienführung am Sonntag, dem 25.8., um 10.30 Uhr, bei welcher der beeindruckende Denkmalbau gemeinsam erkundet wird.