Umbruch, Aufbruch: Die Deutsche Nationalbibliothek gibt eine Broschüre mit Texten zu 30 Jahren Zusammenwachsen heraus

Für alle Leser30 Jahre Deutsche Einheit sind natürlich auch allerlei 30jährige Jubiläen. Vieles startete damals, manches wuchs tatsächlich zusammen. So, wie es Willy Brandt damals gemeint hatte. Aber das Zusammenwachsen war die Ausnahme. Denn das hatte immer Respekt und Augenhöhe zur Voraussetzung. Die beiden Deutschen Büchereien haben es vorgemacht und sind tatsächlich zur Deutschen Nationalbibliothek mit zwei Standorten zusammengewachsen.
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Das erzählen die Autorinnen und Autoren in dieser Publikation, die ein wenig auch ersetzt, dass diese 30 Jahre aufgrund der Corona-Pandemie nicht groß gefeiert werden können. Die Broschur, die man sich entweder online herunterladen oder auch als Printversion bestellen kann, versucht diesen ganz speziellen Einigungsprozess der Bibliothekare nachzuzeichnen, der schon vor 1989 mit intensivierten Kontakten zwischen den beiden Deutschen Bibliotheken begann. Früh genug, dass beide Häuser ihr eigenes Zukunftskonzept entwickeln konnten, das dann auch zum Teil des deutschen Einigungsvertrages wurde.

Weshalb dann auch Wolfgang Schäuble, damals als Bundesinnenminister der westdeutsche Verhandlungsführer für den Einigungsvertrag, mit einem eigenen Beitrag im Buch zu Wort kommt. Einem durchaus ungewöhnlichen Beitrag, weil man den heutigen Bundestagspräsidenten so eigentlich nicht kennt – nicht nur als ambitionierten Bücherleser, sondern auch zutiefst besorgt um die Zukunft des Buches und die Rolle der Bibliotheken.

Nicht nur der Umsatzrückgang im Buchhandel im ersten Halbjahr 2020 von 13,9 Prozent erfüllt ihn mit Sorge, auch der Rückgang der Buchkäufer in Deutschland um über 6 Millionen Personen seit 2013 – von 36 Millionen auf 28,8 Millionen im Jahr 2019.

Gut möglich, dass diese Menschen sich ihre Bücher auch in Bibliotheken ausleihen.

Aber die jährlichen Umfragen z. B. von ARD und ZDF zur Mediennutzung zeigen auch, dass dem wahrscheinlich nicht so ist. Denn das Hauptproblem bei Mediennutzung ist das natürlich begrenzte Zeitkontingent. Wenn die Deutschen doppelt so viel Zeit vor dem Videostream zubringen und auch die reine Zeit der Internetnutzung immer mehr Zeit frisst (mittlerweile durchschnittlich zweieinhalb Stunden pro Nase und Tag), dann geht diese Zeit für das Lesen von Büchern verloren.

In seinem Essay „Der Wert echten Wissens“ behandelt der Londoner Kommunikationswissenschaftler Peter J. Bentley die Frage, wie diese Virtualisierung unseres Wissens möglicherweise die Demokratie gefährdet – oder vielleicht auch stützt. Wobei die Gefährdungen heute unübersehbar sind. Denn der Einsatz der heute üblichen Algorithmen der übermächtigen Internetkonzerne bestärkt nun einmal nicht das Wissen, sondern Irreführung, Erstellung von Personenprofilen, Eingriffe in die Privatsphäre und Meinungsmanipulation „und gefährdet sowohl die Demokratie als auch die weltweite Stabilität“.

Seine Vision: Bibliotheken mit ihren sich langsam strukturierenden digitalen Netzwerken könnten künftig einmal so eine Art elektronische Prüfinstanz für Fakten sein. „Statt KI zur Manipulation zu nutzen, sollten wir sie einsetzen, um die Herkunft und die Wichtigkeit von Wissen zu unterstreichen.“ Bibliotheken könnten zur „Hüterin der digitalen Wahrheit“ werden.

Aber noch fehlen dazu die internationalen Verträge und Gesetze. Und Ambitionen der Regierungen, die „Informationssysteme zu entwaffnen“ sind auch nicht in Sicht.

Es sieht eher so aus, dass unsere von gut ausgestatteten Lobbyisten getriebenen Regierungen auch dieses Rennen gnadenlos verlieren und dass ihre Harm- und Hilflosigkeit dazu führt, dass private Konzerne die gesellschaftliche Kommunikation völlig aus dem Ruder laufen lassen, weil Fakten und Wissen das Geschäftsmodell mit den persönlichsten Daten der Nutzer nicht befördern.

Die beiden Beiträge lesen sich schon recht beunruhigend, während in den beiden Häusern der Deutschen Nationalbibliothek die Prozesse (auch die Digitalisierungsprozesse) wesentlich langsamer ablaufen. Bis aus den zwei Deutschen Büchereien wirklich eine Nationalbibliothek wurde, dauerte es bis 2006. Und als der Prozess startete, hatte man zwar in Frankfurt schon Erfahrungen gesammelt mit elektronischer Datenverwaltung, in Leipzig wurde aber noch wie 1913 mit Karteikarten gearbeitet.

Richtig Schwung genommen hat auch die Digitalisierung erst ab 2006, als man begriff, dass der elektronische Zugriff auf die Titelverzeichnisse das Allermindeste war, was man Interessierten anbieten musste. Seitdem werden übrigens auch elektronische Medien gesammelt, obwohl auch den Nationalbibliothekaren klar ist, dass man eigentlich gar nicht die Instrumente besitzt, das virtuell veröffentlichte Wissen zu sammeln und zu speichern. Es verschwindet oft genauso schnell wie es online ging. Die riesigen Datenumschlagmengen im Internet sorgen dafür, dass wichtige Veröffentlichungen in der schieren Menge einfach untergehen.

Ein erster Schritt könnte natürlich sein, erst einmal wenigstens alle wissenschaftlichen Veröffentlichungen zu sammeln, zu verschlagworten und damit denen, die wirklich wissen wollen, zugänglich zu machen.

Es ist also nicht einfach nur eine Jubelschrift zum 30. Jahrestag der Bibliothekseinheit geworden. In Interviews und kleinen Stellungnahmen werden auch die Brüche und Verunsicherungen in diesem Prozess zumindest angedeutet. Denn natürlich stimmt es, wenn Karin Schmidt-Friedrichs, Vorsteherin des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, feststellt, dass diese Fusion ein beispielloses Projekt war und ist. Eines, das sich auch gegen die „Pauschalisierungen zwischen Ost und West“ richtete. Wer sich wirklich kennenlernt und so einen Vereinigungsprozess gemeinsam gestaltet, der hört auf, den anderen immer nur als Abziehbild zu betrachten.

Dass man bei der wirklichen Digitalisierung nach wie vor mitten im Prozess steckt, darüber berichtet Frank Scholze, seit Anfang 2020 Generaldirektor der DNB.

Im Innenteil findet man 30 „sprechende“ Bilder aus den Beständen der Nationalbibliothek, die auch daran erinnern, dass das Wort immer wieder auch mit dem Bild gemeinsam wirkt und Bilder an das gesprochene und gedruckte Wort erinnern und Bücher an gesellschaftlich wirksame Bilder. So haben die Herausgeber zum Beispiel ein Foto aus Will McBrides bei Lehmstedt erschienenen Fotoband „Berlin im Aufbruch“ entliehen und eins aus der Eulenspiegel-Ausgabe von Stanislaw Lems „Robotermärchen“.

Ein Bild von Koffern erinnert an das Exilarchiv 1933–1945 der Deutschen Nationalbibliothek, ein Phonograph an die wachsende Musikaliensammlung, die die DNB mittlerweile auch zu einem musikalischen Gedächtnis der Nation gemacht hat.

Aber natürlich bleibt am Ende die Sorge um das Buch zurück. Oder besser: um den lesenden Menschen. Denn auch wenn digitale Medien heute smarter, fitter und moderner wirken und immer mehr Zeit fressen, funktionieren sie anders und eben leider nicht so intensiv und nachhaltig als Wissensvermittler wie das Buch. Der Aneignungsprozess des gedruckten Textes ist ein völlig anderer, als das hochbeschleunigte Durchzappen der Informationshäppchen im Internet, wo sich die Menschen kaum noch Zeit nehmen, längere Texte überhaupt noch in Ruhe durchzulesen.

Das Ergebnis ist oberflächliches Häppchenwissen, Unkonzentriertheit und oft genug auch die Unfähigkeit, den Wahrheitsgehalt des Gelesenen oder Gesehenen zu erfassen. Für dieses Häppchenbombardement ist das menschliche Gehirn nicht gemacht. Es kann mit diesem Fastfood eigentlich nichts anfangen.

Aneignungsprozesse laufen normalerweise anders ab und das gelesene Buch regt genau diese an. Was natürlich ein bisschen „Mühe“ kostet. Was ja in unserer Gesellschaft geradezu verpönt ist, weil das Werbegetrommel den Menschen einredet, das Leben wäre erst dann perfekt, wenn es mühelos wäre. Und dass nur begehrenswert wäre, was keine Mühe und Anstrengungen völlig überflüssig macht.

Die Freude der Mühe und die Begeisterung des Sich-etwas-Erarbeitens gehen dabei freilich völlig verloren. Wobei geübte Leser nicht einmal von Mühe reden würden, weil sie wissen, was für ein Abenteuer richtig gute Bücher sind. Da kommt keine Netflix-Serie mit. Und das Geplapper bei Twitter, Instragam und Co. schon mal gar nicht.

So gesehen ist diese Publikation auch ein Plädoyer für die belesene Wissensgesellschaft. Und natürlich für die Bewahrung des nationalen Gedächtnisses. Denn was im Gezwitscher des Internets immerfort wegkonsumiert wird und verschwindet, weil eine bunte Sau die nächste jagt, steht in den Magazinen der DNB auch für die nächsten Generationen griffbereit. Sie können, was wir in unserem Plapperwahn „vergessen“ haben, später wieder hervorholen. Und sie werden es auch tun. Höchst verblüfft darüber, was wir alles schon wussten – und den Plappernetzen geopfert haben.

Deutsche Nationalbibliothek (Hrsg.) „Umbruch, Aufbruch. 1990 – 2020. 30 Jahre gemeinsame Zukunft leben“, Frankfurt 2020, kostenlos.

House of Europe: Die europäische Idee in den Beständen der Deutschen Nationalbibliothek

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