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An einen Meilenstein der Frauenbewegungsgeschichte wird heute im Capa-Haus erinnert. Wahrlich Großes hat die Stadt auch am Chausseehaus vor – und informiert heute Abend in einer Livesendung drüber. LZ umreißt, was alles passieren wird. Wie es ist, mit ernsthaftem Vergessen leben zu müssen, wird heute in der City vermittelt. Und auf der A 14 wird es heute eng für jene, die zum Messegelände müssen.

Stadt spricht zu langwieriger Großbaustelle

Von der City aus kommend, ist er das Nadelöhr, durch das es nach Nordwesten und in den direkten Norden geht: der Platz vorm Chausseehaus, am Ende der Eutritzscher Straße. Ab Juli 2027 sollen er und seine Umgebung grundlegend umgebaut werden.

Darüber, was gebaut werden soll und was es während der Bauzeit vor allem für Anlieger und ständige Nutzer bedeutet, informiert die Stadt heute in einer digitalen Veranstaltung. Um 18:30 Uhr startet ein Livestream, der ohne Anmeldung HIER ONLINE verfolgt werden kann. Im Mittelpunkt des Abends stehen Bauumfang und Ablauf der vorgesehenen Arbeiten an der Georg-Schumann-Straße im Abschnitt zwischen Böhmestraße und Delitzscher Straße. Das Vorhaben betrifft damit den bedeutendsten Verkehrsknoten im Leipziger Norden und soll Straßenraum, Straßenbahninfrastruktur und Versorgungsanlagen zugleich verändern.

Vorgesehen sind die Erneuerung der Gleise und der Ausbau der Fahrbahnen. Auf Höhe der Ehrensteinstraße soll eine neue barrierefreie Haltestelle entstehen. Außerdem gehören neue Stadtbeleuchtung, erneuerte Ampelanlagen, neue Geh- und Radwege sowie Grünflächen zum Projekt. Wasserleitungen sollen saniert, 46 Bäume neu gepflanzt und ein neuer Trinkbrunnen geschaffen werden.

Für die Dauer der Arbeiten ist derzeit ein Zeitraum von einem Jahr angesetzt. Fragen zur Baumaßnahme können vorab noch schnell an das E-Mail-Postfach schumann-strasse@leipzig.de gesandt werden und fließen in die Veranstaltung mit ein oder werden im Anschluss per E-Mail beantwortet.

Die Stadt informiert heute über weitreichende Baumaßnahmen am Chausseehaus und im näheren Umfeld. Visualisierung Straße und Haltestelle am Beginn der Georg-Schumann-Straße: Leipziger Gruppe

Abfahrtsperrungen auf der A14

Die Autobahnabfahrten an der Leipziger Messe bleiben ab heute für mehrere Tage gesperrt. Autofahrer müssen sich auf Umleitungen einstellen, weil der Asphalt saniert werden muss. Betroffen sind in Fahrtrichtung Dresden die Abfahrt zur Messe-Allee stadteinwärts sowie in Fahrtrichtung Magdeburg die Abfahrt zur Messe-Allee stadtauswärts. Die Arbeiten und damit verbundenen Sperrungen dauern nach Angaben der Autobahn GmbH des Bundes vom heutigen 22. September bis zum 1. Oktober 2026.

Die amtlichen Verkehrswarnmeldungen der Polizei Sachsen präzisieren den Zeitraum: Danach beginnen die Sperrungen heute um 8 Uhr und sollen am 1. Oktober um 18 Uhr enden. Eine Sperrung der A14 selbst ist nicht vorgesehen. Die Umleitungen finden innerhalb der Anschlussstelle Messegelände statt, was zur Staubildung führen kann. Die Messe selbst verweist für die Zeit der Sanierungsarbeiten auf eine Anreise über die Bundesstraße B2.

Auf der A14 wirds ab heute in den Abfahrten zur Leipziger Messe enger.

Empfinden von Demenz

Die nicht auffindbare Lesebrille, die fehlende Erinnerung an die Geburtstage, das Öffnen der falschen Zimmertür. Was mitunter eine reine, kurze Vergesslichkeit ist, kann in größerem Umfang eine lebensverändernde Krankheit sein. Mit einem Simulator wird heute in der Leipziger Innenstadt auf die Lebenssituation von Menschen mit Demenz aufmerksam gemacht.

Unter dem Titel „Einfühlen in das Leben mit Demenz“ können Angehörige und Interessierte von 10:00 bis 15:00 Uhr am Bus der Mobilen Seniorenberatung am Citytunnel-Eingang vor der Musikschule, Peters-/Ecke Schillerstraße, selbst erfahren, welche Schwierigkeiten alltägliche Tätigkeiten für Menschen mit Demenz mit sich bringen können. Eingesetzt wird der Demenzsimulator „Hands-on Dementia©“. Er ermöglicht es den Teilnehmenden, typische Situationen wie Essen, Ankleiden und Orientierung aus der Perspektive eines demenziell erkrankten Menschen nachzuvollziehen. Der Besuch ist kostenlos, eine vorherige Anmeldung nicht erforderlich.

Die Aktion gehört zu den Veranstaltungen rund um den Welt-Alzheimertag und die Woche der Demenz 2026, die in Sachsen unter dem Motto „Demenz – (k)eine Frage des Alters“ stehen. Die landesweite Veranstaltungsübersicht ist HIER ONLINE veröffentlicht. Zu erkennen ist das Fahrzeug an seiner Beschriftung und einer lila Fahne. Wer den heutigen Termin nicht wahrnehmen kann, erhält noch in dieser Woche eine zweite Gelegenheit: Am Freitag, 25.09.2026, wird „Einfühlen in das Leben mit Demenz“ erneut von 10:00 bis 15:00 Uhr am selben Standort angeboten.

Wer nicht selbst zu diesem Angebot anreisen kann, ist eingeladen, seine Fragen per E-Mail an seniorenberatung@mobiler-behindertendienst.de zu senden. Demenz ist die Beeinträchtigung geistiger Fähigkeiten wie Gedächtnis, Denken und Orientierung, die so stark werden kann, dass der Alltag zunehmend schwerer selbstständig zu bewältigen ist; die häufigste Ursache ist die Alzheimer-Krankheit. Das Risiko steigt mit dem Lebensalter stark an, Demenz ist nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO jedoch kein normaler Bestandteil des Alterns und kann grundsätzlich auch jüngere Menschen treffen.

Nach Berechnungen der Deutschen Alzheimer Gesellschaft leben in Deutschland derzeit rund 1,8 Millionen Menschen mit Demenz; allein 2023 erkrankten bis zu 445.000 Menschen im Alter ab 65 Jahren neu. Ohne entscheidende Fortschritte bei Prävention oder Therapie rechnet die Deutsche Alzheimer Gesellschaft für 2050 mit 2,3 bis 2,7 Millionen Menschen mit Demenz im Alter ab 65 Jahren.

In Deutschland leben derzeit etwa 1,8 Millionen Menschen mit einer Demenzerkrankung. Symbolfoto: geralt/pixabay

Jubiläum einer Richtungsänderung

„Neue Bahnen“ war kein Großprojekt im Straßenbau, leistete aber dennoch einen wichtigen Beitrag zur Fortbewegung. Und zwar zum Denken und Handeln in Bezug auf das Leben von Frauen und deren Rechte. Heute erinnert ein Veranstaltungsabend im Leipziger Capa-Haus an die Geschichte der organisierten Frauenbewegung und eines ihrer wichtigsten publizistischen Medien.

Unter dem Titel „Die Macht feministischer Öffentlichkeit – 160 Jahre ‚Neue Bahnen‘ und die Frauenbewegung“ sprechen Prof. Dr. Susanne Schötz und PD Dr. Astrid Franzke ab 18 Uhr in der Gerda-Taro-Lounge des Capa-Hauses (Jahnallee 61). Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei. Die Louise-Otto-Peters-Gesellschaft e. V. gestaltet den Abend im Rahmen eines vom Digitalen Deutschen Frauenarchiv geförderten Projekts.

Im Mittelpunkt steht die Frage, wie die Frauenbewegung lange vor Internet und sozialen Medien eine eigene Öffentlichkeit aufbaute. Die „Neuen Bahnen“ berichteten über die Tätigkeit des Allgemeinen Deutschen Frauenvereins und seiner Zweigvereine, vermittelten Möglichkeiten politischer und organisatorischer Arbeit und behandelten unter anderem Bildung und Erwerbsarbeit für Frauen sowie internationale Initiativen, technische Neuerungen, Kunst, Literatur und Kultur. Schötz und Franzke beleuchten die Bedeutung der Zeitschrift für Vernetzung und Wissensvermittlung innerhalb der Frauenbewegung.

Der Allgemeine Deutsche Frauenverein war während der Frauenkonferenz vom 15. bis 18. Oktober 1865 in Leipzig unter maßgeblicher Beteiligung von Louise Otto-Peters, Auguste Schmidt und weiteren Frauen gegründet worden. Zu seinen zentralen Anliegen gehörten bessere Bildungs- und Erwerbsmöglichkeiten für Frauen.

Die erste Ausgabe der Neuen Bahnen erschien vor 160 Jahren in Leipzig.

 

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