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Capa-Haus

Der Stadtrat tagte: Stadtgeschichtliches Museum soll die Betreuung der Gedenkstätte Capa-Haus übernehmen

Da waren sich alle demokratischen Fraktionen im Leipziger Stadtrat einig – Linke, Grüne, CDU, SPD und Freibeuter: Die kleine Erinnerungsstätte im Capa-Haus, die an den legendären amerikanischen Fotografen Robert Capa und seine beeindruckenden Bilder vom Kriegsende in Leipzig erinnert, muss erhalten werden. Sie schrieben ihren Antrag dazu gemeinsam. Und am Mittwoch, 15. September bekam er folgerichtig auch volle Zustimmung im Stadtrat.

Erinnerung an einen berühmten Fotografen: Fünf Stadtratsfraktionen beantragen langfristige Sicherung des Capa-Erinnerungsortes

Als fotografischer Begleiter der Besetzung Leipzigs durch die amerikanischen Truppen im April 1945 hat sich der Fotograf Robert Capa ins Gedächtnis der Stadt eingeschrieben. Hier entstand sein berühmtes Foto „Der letzte Tote des Zweiten Weltkrieges“. An den Ort, wo er das Foto machte, erinnert heute das Capa-Haus. Und darin eine Ausstellung, die gleich fünf Stadtratsfraktionen bewahren wollen.

Denkmalstiftung lädt zum Lindenauer Adventskalender ein

Im Rahmen des diesjährigen „Lindenauer Adventskalenders“ lädt die Leipziger Denkmalstiftung am kommenden Samstag, 10. Dezember 2016, von 20-21 Uhr in ihre Geschäftsstelle im Capa-Haus ein und möchte mit Interessierten ins Gespräch kommen. Sei es über unsere Aktivitäten oder über die aktuelle Problemlage mit Baudenkmalen bzw. geplanten Sanierungen. Neben Spekulatius und Früchte-Zimt-Tee für Kinder haben wir gemeinsam mit dem benachbarten Café Eigler einen eigenen Glühwein namens „Heißer Robert“ kreiert.

Mit Benennungen nach Capa und Bowman wurde die Befreiung Leipzigs im April 1945 in Lindenau auch für Jüngere erlebbar

Das sanierte Gebäude „Palais am Palmengarten“ mit Gedenktafel und Gedenkstätte sowie die Capa- und die Bowmanstraße machen den Ort und die Geschehnisse vom 18. April 1945 in Lindenau und Plagwitz, die schließlich zur Befreiung Leipzigs führten, auch für kommende Generation erlebbar. Nach 71 Jahren hat mit der Straßenbenennung der bis 2012 unbekannte US-Soldat Raimond J. Bowman seinen Namen zurückbekommen. Gleichzeitig wird der Heldenmut aller amerikanischen Soldaten bei der Befreiung Leipzigs 1945 geehrt.

Am 17. April werden Robert Capa und Raymond J. Bowman am und im Capa-Haus in Lindenau gewürdigt

2012 – wer erinnert sich noch? – stand die Existenz des Hauses Jahnallee 61 auf der Kippe. Ein Dachstuhlbrand hatte das schon seit Jahren leerstehende Haus an der Ecke Lützner Straße / Jahnallee noch weiter zerstört. Das Wort „Abriss“ stand im Raum. Und das bei einem Haus, das wie kein zweites in Leipzig für das Ende des Zweiten Weltkriegs steht. Denn hier entstand das berühmte Foto von Robert Capa „Der letzte Tote des Krieges“.

Beschluss zur Bowmanstraße in Lindenau wird zurückgenommen, damit der Stadtbezirksbeirat noch mitreden kann

Es gibt Beschlüsse im Leipziger Stadtrat, bei denen sind fast alle überzeugt, dass sie goldrichtig sind. So entschied der Leipziger Stadtrat am 8. Juli zum Beispiel kurzerhand für einen Änderungsantrag der Linksfraktion, einen Abschnitt der Lützner Straße in Bowmanstraße umzubenennen, um "den letzten Toten des Krieges" (so der Titel des berühmten Capa-Fotos) mit einem Straßennahmen zu ehren. Aber das ging augenscheinlich zu schnell.

Autorenlesung im Alten Rathaus: Robert Capa – Der funkelnde Tanz des Lebens

Wenn man ein Foto mit Leipzig und dem Ende des Zweiten Weltkriegs in Verbindung bringt, ist es wohl das von Robert Capa, das unter dem Titel "Last man to die" um die ganze Welt ging. Es zeigt den angeblich letzten amerikanischen US-Soldaten in Europa - aufgenommen in der Jahnallee in Leipzig.

Leipzigs Verwaltung will keine Bowmanstraße – die Linksfraktion ist regelrecht bestürzt

Mit dieser Stellungnahme tut sich Leipzigs Verwaltung tatsächlich keinen Gefallen: Mit einer ganzen Kaskade von Argumenten versucht sie, den Antrag der Linksfraktion, einen Teil der Lützner Straße nach Raymond J. Bowmann zu benennen, vom Tisch zu fegen. Aber die Argumente sind mehr als hanebüchen. Selbst Bowmans Vorgesetzter muss herhalten, um ihm die Ehrung zu verweigern.

Linksfraktion beantragt Umbenennung eines Teils der Lützner Straße gleich am Capa-Haus

Wenn das Capa-Haus fertig ist, dann wird's auch eine Gedenktafel bekommen, die an den Soldaten der 2. US-Infanterie-Division erinnert, der am 18. April beim Einmarsch der amerikanischen Armee in Leipzig von einem Heckenschützen erschossen wurde: Raymond J. Bowman. Er ist der Tote auf dem weltberühmten Foto von Robert Capa "Der letzte Tote des Krieges". Jahrzehntelang war der Mann auf dem Foto namenlos.

Ein symbolträchtiger Tag für ein Haus voller Geschichte dicht am Palmengarten

Der Tag ist symbolisch. Und die LS Denkmal GmbH & Co. KG aus Mühldorf am Inn hat den "Tag der Befreiung" natürlich bewusst gewählt, um das Richtfest für das Haus Jahnallee 61 zu feiern. Obwohl Leipzigs "Tag der Befreiung" ja bekanntlich schon früher war - am 18. April 1945. Es war auch der Tag, an dem Raymond J. Bowman starb, der Soldat, der durch das Foto von Robert Capa "Der letzte Tote des Krieges" weltberühmt wurde.

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