15 C
Leipzig
0,00 EUR

Es befinden sich keine Produkte im Warenkorb.

Im „Melder“ finden Sie Inhalte Dritter, die uns tagtäglich auf den verschiedensten Wegen erreichen und die wir unseren Lesern nicht vorenthalten wollen. Es handelt sich also um aktuelle, redaktionell nicht bearbeitete und auf ihren Wahrheitsgehalt hin nicht überprüfte Mitteilungen Dritter. Für die Inhalte sind allein die Übersender der Mitteilungen verantwortlich, die Redaktion macht sich die Aussagen nicht zu eigen. Bei Fragen dazu wenden Sie sich gern an redaktion@l-iz.de.

Mit Benennungen nach Capa und Bowman wurde die Befreiung Leipzigs im April 1945 in Lindenau auch für Jüngere erlebbar

Anzeige

Mehr zum Thema

Mehr
    Anzeige
    Anzeige

    Das sanierte Gebäude „Palais am Palmengarten“ mit Gedenktafel und Gedenkstätte sowie die Capa- und die Bowmanstraße machen den Ort und die Geschehnisse vom 18. April 1945 in Lindenau und Plagwitz, die schließlich zur Befreiung Leipzigs führten, auch für kommende Generation erlebbar. Nach 71 Jahren hat mit der Straßenbenennung der bis 2012 unbekannte US-Soldat Raimond J. Bowman seinen Namen zurückbekommen. Gleichzeitig wird der Heldenmut aller amerikanischen Soldaten bei der Befreiung Leipzigs 1945 geehrt.

    Der Kulturbürgermeister Michael Faber würdigte in der Vergangenheit den Fotografen Robert Capa mit den Worten: „Capa habe mit seinen Aufnahmen Dokumente hinterlassen, die 70 Jahre nach dem dramatischen Geschehen nichts von ihrer Eindringlichkeit verloren haben. Sie führen die Schrecken des Krieges und den Blutzoll der Befreiung vor Augen.“

    Den Initiatoren der Bürgerinitiative um den Kabarettisten Meigl Hofmann, Dr. Ulf-Dietrich Braumann von der Uni Leipzig, Dr. Volker Külow, langjähriger Stadtvorsitzender der Partei Die Linke, aber auch Leipzigern, darunter Mitglieder des Stadtrates und des Stadtbezirksbeirates Altwest sowie die Linken-Bundestagsabgeordnete Susanna Karawanskij, war die große Freude über das Geschaffene anzumerken. Den Initiatoren der Bürgerinitiative ist es zu danken, dass ab 2011 mit Unterstützung der Medien die Ereignisse vom 18. April 1945 aufgeklärt und durch Medienberichte publik wurden.

    Danach kam Unterstützung und Mitarbeit von mehreren Seiten. Nachdem Stadträte der Linken den Erhalt des Capa-Hauses, für das es bereits eine Abrissgenehmigung gab, thematisierten und eine Sicherung des markanten Gebäudes vorgeschlagen hatten, setzte sich auch der damalige Baubürgermeister Martin zur Nedden für den Erhalt ein. 2012 klärte der Militärhistoriker Jürgen Möller die Identität von Raimond J. Bowman. Bowmans Kampfgefährte, der US-Kriegsveteran Lehmann Riggs (96), der bereits 2013 in Leipzig zu Gast war, löste sein Versprechen ein, zur Namensgebung einer Straße für seinen Freund noch einmal nach Leipzig zu kommen.

    Am Sonntag fanden seine Berichte aus persönlichem Erleben über das tragische Geschehen interessierte ältere und jüngere Zuhörer. Mit vielfältiger Unterstützung des Direktors Volker Rodekamp gestaltete Christoph Kaufmann vom Stadtgeschichtlichen Museums eine Gedenkstätte im Café Eigler. Auf Veranlassung des

    Investors Langner wurde die Gedenktafel am Eingang am Capa-Haus gestaltet und angebracht. Diese weihten Lemann Riggs und der deutsche Wehrmachtsangehörige Robert Caspari gemeinsam.

    Anzeige
    Werbung

    Mehr zum Thema

    Mehr
      Anzeige
      Werbung

      Topthemen

      - Werbung -

      Aktuell auf LZ

      Anzeige
      Anzeige
      Anzeige