Nachdenken über ... den Splitter im Auge des Anderen

Die deutsch-deutsche Zweiheit im Spiegel westdeutscher Interpretationsmuster

Für alle LeserAm 3. Oktober packten ja alle möglichen Medien ihre Seiten mit irren Versuchen voll, den Osten zu erklären. Einige völlig daneben, wie die „Zeit“ mit ihrer Titelzeile „Die staatliche Willkür in der DDR war auch nicht schlimmer als heute“, mit der sich in seinem Gastbeitrag schon Christian Wolff vehement auseinandergesetzt hat. Und auch im Team der L-IZ haben wir heftig diskutiert: Was ist da eigentlich schiefgelaufen und tut es noch immer?

Das Thema ist komplex. Sicher. Und wer – wie die „Zeit“ in diesem Fall – wieder nur lauter Suggestivfragen stellt, um herauszufinden, wie die Ostdeutschen auf die DDR zurückschauen, der hat einen Balken im Augen. Übrigens ein Bibelzitat, das mir seit Jahren nicht aus dem Kopf geht. Es steht in der Bergpredigt (Mt. 7.4), wo es noch zwei Mal variiert wird: „Was siehst du aber den Splitter in deines Bruders Auge und nimmst nicht wahr den Balken in deinem Auge? Oder wie kannst du sagen zu deinem Bruder: Halt, ich will dir den Splitter aus deinem Auge ziehen! – und siehe, ein Balken ist in deinem Auge? Du Heuchler, zieh zuerst den Balken aus deinem Auge; danach kannst du sehen und den Splitter aus deines Bruders Auge ziehen.“

Das Falsche an diesen Umfragen ist: Sie reproduzieren immer wieder die westdeutsche Sichtweise auf das, was aus dieser Sicht die DDR gewesen sein sollte. Eine Sicht aus einer sich geradezu arrogant gerierenden Perspektive, die seit nunmehr 70 Jahren auf die hässliche kleine Diktatur da im Osten herunterschaut. Denn das alles ist nicht neu. Das war seit 1949 Tenor eines sich als besser und freier dünkenden Westens, dessen bessere Kommentatoren bis 1989 zumindest noch unterschieden zwischen dem grauen und beklemmenden Machtapparat der SED und den armen Brüdern und Schwestern, die in diesem tristen Paradies der sozialistischen Armut ausharren mussten.

Und das Seltsame ist: Genau diese Sicht lebte ab 1990 fort. Bis heute, am markantesten in der wilden These von den „zwei Diktaturen“, die man nur zu gern ganz allein den Ostdeutschen aufhalst. Quasi als abzutragende Schuld bis in alle Ewigkeit.

Man selbst hat ja irgendwie aus eigener Vollkommenheit ein freies und demokratisches Land aufgebaut. So ganz ohne Nazis, die natürlich in keinem Amt in der alten BRD Karriere gemacht haben.

Wird das jetzt etwas schnippisch? Natürlich.

Weil so eine geschichtsvergessene Arroganz Folgen hat.

Natürlich stritten wir auch darüber, ob nun die Mehrheit der DDR-Bürger 1989 die Friedliche Revolution vorantrieb oder doch nur das kleine Häuflein Aufrechter, die sich die ganzen Schikanen nicht mehr gefallen lassen wollten, die tatsächlich die stupide Gewalttätigkeit von Polizei und Stasi erlebten, die heute scheinbar alles sind, was an der DDR noch erinnert wird. Der Streit entflammte ja auch im Sommer unter den versierten Historikern und Bürgerrechtlern.

Geschenkt.

Jede große Veränderung fängt mit einem kleinen Häuflein Mutiger und Aufrechter an. Sie haben alle Preise verdient, die man ihnen um den Hals hängt.

Denn die Angst, dass es in der DDR zu Ereignissen wie auf dem Platz des Himmlischen Friedens in Peking kommen könnte, war real. Erich Honecker hatte die brachiale Unterdrückung der Demonstrationen in Leipzig angewiesen. Und die Vollziehenden in Leipzig warteten nur auf den Befehl, einzugreifen. Den aber auch der Diensthabende in Berlin, Egon Krenz, nicht zu geben wagte. Die SED-Riege war nicht völlig verkalkt und erstarrt. Im Gegenteil. Seit Gorbatschow in Moskau seine berechtigen Fragen stellte, steckte auch in einigen dieser Hartleibigen der Zweifel. Das System erlebte auch inwendig seine Infragestellung. Genauso, wie es seine Akzeptanz beim Volk verlor.

Bei den viel gelobten Werktätigen, die den Laden am Laufen hielten und seit Beginn der 1980er Jahre merkten, wie das Ganze trotzdem auf seinen endgültigen Verschleiß zurollte. Ohne diesen Hintergrund ist nichts von dem, was 1989 geschah, zu verstehen. Und auch nicht ohne die emotionale Beziehung all der „kleinen Leute“, wie sie der Soziologe Steffen Mau nennt, zu dem Ort, an dem sie lebten, die das Bestmögliche draus machten und sich dennoch über Jahrzehnte anerkannt, geborgen und sicher fühlten.

Matthäus 7.4. Foto: Ralf Julke

Matthäus 7.4. Foto: Ralf Julke

Ja, stimmt: Wir sind in der Diskussion auf solche ganz simplen emotionalen Dinge gekommen, die bestimmen, ob Menschen das Land und den Staat, in denen sie leben, akzeptieren können, es dulden und sogar würdigen. Auch im Nachhinein.

Die meisten Menschen sind keine Revolutionäre, keine Weltumstürzer. Sie vermeiden auch aus simplem Eigenschutz die Konfrontation mit staatlicher Gewalt.

Und dann gibt es eine Hoppla-Frage: Was aber passiert, wenn dieses Vertrauen in die Sicherheit des eigenen Lebens bröckelt?

Was ja die meisten Ostdeutschen nach 1990 erlebten, als fast alles infrage gestellt wurde. Und zwar nicht vorübergehend und kurzzeitig, sondern dauerhaft. Und das auch noch in einem politischen Zustand, in dem man selbst kaum Einfluss auf die wichtigsten Entscheidungen hatte?

Die „Zeit“ hat natürlich nicht nur Muckefuck geliefert zum Tag der deutschen Zweiheit. Sie hat auch ein erhellendes Interview mit Wolfram Thierse, dem ostdeutschen SPD-Urgestein, geliefert, in dem er einige der prägenden west- und ostdeutschen Sichtweisen infrage stellt.

Denn er hat zumindest mitbekommen, dass genau jenes gut erzogene, ganz und gar nicht aufrührerische DDR-Volk, das sich in den Wohltaten der kleinen DDR eingerichtet hatte, 1990 auch nur zu bereit war, sich wieder einer starken Hand, einem großen Beschützer anzuvertrauen.

„Die Mehrheit der DDR-Bürger wollte den vollmundigen Versprechungen von Helmut Kohl glauben“, sagt Thierse. Und wenig später: „Die Ostdeutschen haben mit der Nazizeit und der DDR über 60 Jahre Diktaturerfahrung und damit teilweise eine autoritäre Prägung. Die Bevormundung hat eine Haltung erzeugt, alles von oben zu erwarten, weil man nie eingeladen war und nie befähigt wurde, selbst zu handeln. Das wirkt nach. So hat Helmut Kohl zwei Wahlen gewonnen, mit dem Gestus: Ich nehme euch bei der Hand und führe euch in das Wirtschaftswunderland. Die da oben, die im Westen sollen es richten, das war die Erwartung im Osten. Und gegen ebenjene richtet sich jetzt der geballte Frust.“

Das mit der autoritären Prägung würde ich so nicht unterschreiben. Weil es wieder unterstellt, die Ostdeutschen wären zu blöd, Demokratie zu lernen. Was übrigens auch zum Selbstbetrug der Westdeutschen in Bezug auf ihre eigene Geschichte gehört. Dass in der Bereitschaft, die AfD zu wählen, auch wieder so ein Wunsch steckt, die Verantwortung an Leute abzugeben, die behaupten, sie hätten die Mittel, wieder ein vor allen Unbilden geschütztes Land zu schaffen, ist durchaus eine Interpretationsmöglichkeit.

Aber nur eine.

Sie blendet das psychologische Moment aus, das Menschen dazu bringt irrational zu handeln, wenn sie das dauerhafte Gefühl haben, dass sie in ihrem Land nicht anerkannt und akzeptiert sind, dass sie – wie es derzeit so schön heißt – nur „Bürger 2. Klasse“ sind. Auch wenn sie es nicht sind.

Menschen, die sich nicht wertgeschätzt fühlen, nicht einfach als das akzeptiert, was sie sind: Menschen.

Wir kamen dann schnell auf den hübschen Satz aus dem Grundgesetz: „Die Menschenwürde ist unantastbar.“

Aber was schließt der eigentlich alles ein? Nur den Schutz vor Übergriffen auf die persönliche Integrität? Nur die Gleichberechtigung vor dem Gesetz und dem Schutz von Meinungsfreiheit und Privatsphäre? Oder gehört nicht viel mehr dazu, was die Mütter und Väter des Grundgesetzes ganz selbstverständlich mitdachten, aber nicht extra ausformulierten, weil sie davon ausgingen, dass das für jeden sonnenklar ist?

Genau an der Stelle breche ich jetzt einfach ab. Denn ein Pfad führt jetzt wieder direkt in die seltsam arroganten Haltung westdeutscher Medien-Kommentatoren, die ganz genau zu wissen vermeinen, wie sie die ostdeutsche Unwucht einzusortieren haben.

Sie sehen den Balken im eigenen Auge nicht.

In meiner Luther-Bibel klingt die zweite Variation des Spruches übrigens noch schöner, lutherischer: „Du Heuchler, zieh zuerst den Balken aus deinem Auge; danach sieh zu, wie du den Splitter aus dem Auge deines Bruders ziehst.“

So herum wäre das ein Anfang.

Die Serie „Nachdenken über …

Bedient jetzt auch „Die Zeit“ ein AfD-Narrativ?

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