Der Sommer ist die schönste Zeit im Jahr, die man naturgemäß am liebsten unter freiem Himmel in vollen Zügen genießen möchte, auch wenn wir schon fast seine Rücklichter sehen können, die Temperaturen sind immer noch ganz wunderbar für Außenaktivitäten geeignet. Doch dann wacht man eines Morgens mit Husten, Schnupfen und Heiserkeit auf: vielleicht eine Sommergrippe?!

Der Mediziner spricht in diesem Fall vom grippalen Infekt, denn mit einer Grippe hat die sogenannte Sommergrippe eigentlich gar nicht viel zu tun. Eine medikamentöse Behandlung ist deshalb in den meisten Fällen nicht nötig und bringt auch gar nicht viel. Und doch kann man die Symptome lindern und die Heilung beschleunigen und unterstützen.

Erst einmal die schlimmsten Symptome lindern

Auch die Sommergrippe wird ebenfalls von Viren verursacht. Anders als bei der echten Influenza aber handelt es sich dabei um harmlose Erkältungsviren. So kommt es auch nur zu leichtem Fieber, Husten und Schnupfen, während die richtige Grippe mit hohem Fieber sowie starken Kopf- und Gliederschmerzen einhergeht.

Husten, Schnupfen und Heiserkeit können indes trotzdem genauso belastend sein. In erster Linie ist Ruhe zu empfehlen, denn egal welche Krankheit einen gerade befallen hat, der Körper benötigt diese einfach dafür, sich um die Abwehr der Krankheit kümmern zu können und seine ganze Kraft darauf zu fokussieren, Viren oder was auch immer, so schnell als möglich wieder loszuwerden.

Die Erkältung muss auskuriert werden, denn wird sie erst so richtig verschleppt, können die Bronchien erst so richtig in Mitleidenschaft gezogen werden. Man sollte höchstens ein leichtes Schmerzmittel, hustenstillende Säfte oder ein Nasenspray aus der Online Apotheke besorgen, um die nervigsten Symptome zu lindern.

Insbesondere in der Nacht kann die beispielsweise eine verstopfte Nase zu erheblichen Schlafproblemen führen. Nasenspray sollte immer nur kurzzeitig zum Einsatz kommen, in der akuten Phase der Erkältung ist es aber ein wertvolles Hilfsmittel.

Sprays oder auch Nasentropfen lassen die Nasenschleimhäute abschwellen und erleichtern so die Atmung. Ähnliche Erfolge erreicht man auch mit einem wunderbaren Dampfbad, worin man Kamille und Pfefferminze vorher aufkocht. Die Kamille hat eine leicht antiseptische Wirkung und die Minze lindert die Schleimbildung in Hals- und Rachen.

Die Erkältung hat übrigens nichts mit Kälte zu tun

Früher war man der Ansicht, eine Erkältungskrankheit trete nur in der Kälte, also in Herbst und Winter auf. Die Kälte spielt aber nur eine indirekte Rolle bei der Entstehung von Erkältungssymptomen. Hauptursache ist ein geschwächtes Immunsystem. Nur wenn das Immunsystem die Viren nicht verlässlich abwehren kann, kommt es zu einer Infektion.

Zugluft und Klimaanlagen können den Prozess aber begünstigen. Wenn der Körper schwitzt, die Kleidung schweißnass ist und dann Zugluft abbekommt, wird das Immunsystem geschwächt, genauso wie durch Stress oder eine ungesunde Lebensweise.

Der Sommergrippe vorbeugen

Besonders gefährlich sind die Abendstunden, in denen in unseren Breiten die Temperatur rasch sinkt. Während man im Urlaub in südlichen Ländern bis in die Nacht hinein mit leichter Sommerkleidung im Freien sitzen kann, sollte man im nördlichen Mitteleuropa auch im Sommer lieber immer eine Jacke dabei haben.

Aus dem gleichen Grund sollte auch nasse Badekleidung gleich gewechselt werden. Um das Immunsystem nicht unnötig zu belasten, sollte man auf ausreichend Schlaf und Bewegung achten. Auch die Ernährung spielt grundsätzlich immer eine wichtige Rolle.

Stark verarbeitete Lebensmittel wie Fertiggerichte und Fast Food enthalten nur noch wenige Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Außerdem sind in der Regel die Fett-, Zucker- und Salzanteile viel zu hoch. Ballaststoffe dagegen fehlen nahezu komplett.

Darüber hinaus muss besonders in der heißen Jahreszeit ausreichend getrunken werden, mindestens zwei Liter am Tag. Und zu guter Letzt dürfen die allgemeinen Hygieneregeln wie regelmäßiges Händewaschen auch im Sommer nicht außer Acht gelassen werden.

Mit den entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen kann eine Erkältung im Sommer wirkungsvoll vorgebeugt werden. Hat es einem trotzdem erwischt, heißt es ausruhen, Symptome lindern und ein bisschen Geduld haben. Schließlich dauert jeder Schnupfen mit Behandlung sieben Tage und ohne höchstens eine Woche!

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