Artikel aus der Rubrik Reisen

Auf zwei Rädern um die Welt: „Höllenritt durch Arizona“ – Ein Besuch bei den Gründervätern der Hells Angels (2)

Der begnadete Schrauber Luis Enrique, Autor Jens Fuge und Ernesto Guevara (v.l.) im Gespräch. Foto: privat.

Die Angewohnheit, alles über einen Kamm zu scheren, ist eine durch und durch menschliche. Differenzierte Betrachtung ist genauso menschlich, allerdings seltener. Um über einen berühmt-berüchtigten Motorradclub wie die Hells Angels zu schreiben, muss man sich als Journalist auch in die Szene begeben. Dazu gehören Beharrungs- und Einfühlungsvermögen. Weiterlesen

Auf zwei Rädern um die Welt: Von Gonzo-Journalismus, dem Sohn „Che“ Guevaras und den Ur-Vätern der Hells Angels (1)

Sonny Barger auf seiner schweren Victory. Die Harley hat er nach über 40 Jahren ausgemustert. Foto: privat

Autoren haben meist eine Sorge gemeinsam: einen Verlag zu finden, dazu einen vernünftigen, der einem nicht vorschreibt, wie der Titel des Buches am verkaufsträchtigsten zu lauten hat, der nicht im Inhalt rumfummelt, wenn es mal heikel wird oder den Umschlag nach eigenem Gutdünken ändert. Aber mal ehrlich: 99 Prozent aller Autoren wären froh, überhaupt einen Verlag zu haben. Dieses Dilemma brachte das Leipziger Original Jens Fuge dazu, Verleger und Buchautor in Personalunion zu sein.
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Kohren-Sahlis feiert ab 24. August: 175 Jahre Schwind-Pavillon Rüdigsdorf

Am 25. August 1839 wurde der Schwind-Pavillon (damals Garten- oder Musiksalon genannt) in Rüdigsdorf feierlich eingeweiht. Erbaut wurde er von Heinrich Wilhelm Leberecht Crusius (1790-1858). Er hatte die Güter Sahlis und Rüdigsdorf 1824 von seinem Vater Siegfried Leberecht Crusius geerbt und ließ sie zu seinem Sommerwohnsitz umbauen. Den Winter über wohnte die Familie in Leipzig im Haus, "Die Marie" in der Grimmaischen Straße. Weiterlesen

Phantasialand: Sommer, Sonne, Chiapas

Lust auf Abkühlung? Im Phantasialand in Brühl (Nordrhein-Westfalen) eröffnete im April die steilste Wildwasserbahn Deutschlands. L-IZ.de hat die moderne Anlage getestet. Wo sich bei unserem letzten Besuch im August 2011 noch ein riesiges Bauloch befand, erhebt sich heute ein pittoreskes mexikanisches Dörfchen. "Chiapas" ist seit diesem Frühling nicht nur Name eines mexikanischen Bundesstaates, sondern auch einer spritzigen Wildwasserbahn vor den Toren Kölns. Weiterlesen

Lutherweg in Sachsen: Der erste Abschnitt wird offiziell am 4. Juni in Gnandstein eröffnet

Die Sachsen-Anhalter haben angefangen, die Thüringer zogen nach: Sie begannen, die Orte, die mit dem Wirken Martin Luthers in Verbindung stehen, mit einem Lutherweg zu verbinden, den man erwandern oder erradeln kann, wenn man will: Landschaft genießen, Auszeit nehmen, unterwegs sein. Seit knapp zwei Jahren arbeitet auch Sachsen an seinem Stück Lutherweg. Am 4. Juni wird es offiziell eröffnet. Weiterlesen

Deutsche Dichter im Alpenland: Neue Schweizer Literaturlandkarte ist extra für Leipzig online

Aus Anlass des Schweizer Auftritts als Schwerpunktland der diesjährigen Leipziger Buchmesse ist ab sofort eine neue Darstellung des Literaturlandes Schweiz im Netz verfügbar, teilt der Schweizer Buchhändler- und Verleger-Verband (SBVV) mit, der sich schon ganz ausgelassen auf den Leipzig-Besuch im März freut. Unter www.literatur-karten.ch zeigt eine Literaturlandkarte, wie eng die Schweiz als Schauplatz und Lebensort in die deutsche Literatur eingebunden ist. Weiterlesen

Gott und die Welt zu Gast in Houston: Eindrücke der Bürgerreise nach Texas

"Diese Riesenhallen und der gigantische Kühlschrank", erinnert sich Thomas-Pfarrerin Britta Taddiken an ihren Besuch in der Foodbank, einer Essensausgabe ähnlich den deutschen Tafeln, in Houston. Die Stadtverwaltung hatte zu der Reise in die Partnerstadt eingeladen. Seit dem Jahr 1999 werden sie angeboten. Taddiken hat sowohl an der einwöchigen Reise Ende November vergangenen Jahres teilgenommen als auch ein paar Tage zuvor an der Universität Val Paraiso im Bundesstaat Indiana verbracht. Von ihren Eindrücken berichtete sie im Rahmen des Gesprächsabends "Gott und die Welt", welcher jeden zweiten Montag im Monat stattfindet. Weiterlesen

Tunesische Sonnenstrände und Mountainbiker im Erzgebirge: Messe Touristik & Caravaning International beginnt am Mittwoch

Was hat ein Bergmann aus dem Erzgebirge mit einer fröhlich musizierenden Kapelle aus Tunesien zu tun? Außer dass beide demnächst eine neue Regierung wählen dürfen - der Bergmann 2014, die Tunesier schon im Dezember? Dann wählen die Tunesier - zwei Jahre nach der Revolution - eine neue Regierung. Daumendrücken ist da schon angesagt. Denn Tunesien ist eines der beliebtesten Sonnenländer der Deutschen. Weiterlesen

Leo Leu auf Holzwegen (14): Ein Adieu mit Akelei

Grafik: Leo Leu

Folge dem Bachlauf, war die Parole. Leo folgte dem Bach, oder dem, was ein paar durstige Kühe davon übrig gelassen hatten. Und er folgte dem Bach in den Wald, wo er den Holzweg fand, den versprochenen. Einen richtigen, mit grünem Gras in der Mitte und tiefen Fahrspuren rechts und links. War nur zu klären: Führt er zum Ziel? Oder hat auch hier der Lügenbaron seine Streiche ausgeheckt? - Hat er nicht. Leo darf aufatmen. Weiterlesen

Leo Leu auf Holzwegen (13): Don Quixotes Mühle, eine verschwundene Straße und die zweieinhalbte Kurve nach links

Grafik: Leo Leu

Noch einmal ausschreiten, ohne aller paar Meter Leuten ausweichen zu müssen, die ihre Nase vom Mobilbildschirm nicht hoch bekommen. Geht es Ihnen auch so? Ab Alt oder Jung, Dick oder Dünn - alle möglichen Leute lesen auf ihrem komischen Tragbaren - beim Stehen, Warten, Laufen, Schlendern - die Nase fest auf diesen kleinen Bildschirm geheftet und eine Miene aufgesetzt, als würden sie gerade wunder wie wichtige Sachen tun. Wie schön sind doch leere Feldwege. Weiterlesen

Leo Leu auf Holzwegen (12): Eine Burg ohne Esel, ohne Kaffee, mit Willi

Grafik: Leo Leu

Was sagt mir das Abenteuer in Münchhausen-Land? Der berühmte Lügenbaron ist zwar mausetot - aber seine Nachfahren sind genauso eifrig am Tricksen und Mauscheln. Nur nennen sie es nicht Jägerlatein. Und Erklärungen gibt es auch nicht. Da wandert man dann doch lieber gleich quer über den Acker. Sofern er abgeerntet ist. Regenwolken ziehen über den Horizont. Nur einer hat natürlich alle Zeit der Welt: meinereiner. Burgen laufen nicht weg. Weiterlesen

Leo Leu auf Holzwegen (11): Molmerswende – vom Baronsyndrom verschluckt

Grafik: Leo Leu

Wenn Wege verschwinden, sollte man misstrauisch werden. Aber wem sag ich das? Sind nicht genug Wege, die in meinen Wanderkarten dick und rot eingemalt sind, unter meinen Füßen verschwunden? Eben noch da, einfach fort? Was hab ich im Land des Vaters von Münchhausen anderes erwartet? Gänseschwärme, die mich zum Fliegen einladen? Bezopfte Reiter, die sich aus Sumpflöchern ziehen? Weiterlesen

Leo Leu auf Holzwegen (10): Ein Pfarrhaus, ein Weiher, eine Kindsmörderin

Grafik: Leo Leu

Glauben Sie nicht alles, was Sie lesen, unbesehen. Wirklich nicht. Schon gar nicht, wenn Sie sich wie meinereiner aufmachen, den Vater des Barons Münchhausen zu besuchen. Das geht schief. Da hilft kein Zopf. Natürlich hieß der richtige Erzeuger des weiland als Jägerlateiner bekannten Hieronymus Carl Friedrich Freiherr von Münchhausen nicht Gottfried August Bürger, sondern Georg Otto von Münchhausen. Aber wen kümmert das, seit 1786 die "Feldzüge und Abenteuer des Freiherrn von Münchhausen" erschienen? Weiterlesen

Leo Leu auf Holzwegen (9): Noch ein Holzweg – mit Gegrunz und flotten Schritts

Grafik: Leo Leu

Bevor es weiter geht, ein paar Worte zum Gartenhaus. Mit einem Pott Kaffee im Bauch erzählt sich das schöner. Immerhin scheint hier jeder zu landen, der irgendwie zum Falkenstein will. Darauf sind die Wirtsleute stolz: Ihr Wirtshaus hat Geschichte. Die Asseburger Grafen haben es selbst bauen lassen 1680. 30 Jahre vorher war das Bistum Halberstadt mitsamt Burg Falkenstein an die Preußen gefallen, die damals noch Brandenburger hießen. Weiterlesen

Leo Leu auf Holzwegen (8): Der schlimmste aller Holzwege heißt tatsächlich Friederikenstraße

Grafik: Leo Leu

Sind Sie schon einmal durch die Friederikenstraße in Dölitz gelaufen? - Es ist eine der runzligsten Straßen in Leipzig. Das Pflaster holperig, die Gehwege schmal. Alles ein bisschen unfertig - mal Wiese, mal Garten, mal ein paar sanierte Häuser, dann wieder ein Haus für den Abriss. So etwas hab ich natürlich nicht erwartet, als ich so beschwingt von der Burg Anhalt kam und durch Wiese und hübsches Gewäld Richtung Friederikenstraße zog. Denn hier gibt es auch eine. Weiterlesen

Leo Leu auf Holzwegen (7): Wie die Anhalter zu ihrem Namen kamen

Grafik: Leo Leu

Wenn Leo seine Schleifen zieht, dann kommt er auch gern mal wieder auf bekannte Wege. Könnte ja sein, es hat sich was getan seit gestern - der Wirt ist zurückgekehrt und hat seinen Kiosk an der Selkemühle wieder aufgemacht, ein bisschen schmollend, weil die wartenden Scharen vorm Schalterfenster keine gebratenen Wildschweine wollen, sondern lieber Brause, Bemmchen und ein Scheelchen Heeßen. Aber nö, die Klappe bleibt zu. Weiterlesen

Rumgereist: Mit dem Lastenrad von Holland nach Leipzig

Im Grunde war es ein Werbegag. Aber ein guter. Rumfahren heißt die Aktion von Rad3, einem Laden in Leutzsch, der sich auf Lastenfahrräder spezialisiert hat. Eric Poscher und sein Unterstützer Salomon waren Mitte August für eine Woche auf Lastenradtour. Sie holten in Holland Rum und Schokolade von einer Fair-Handels-Organisation ab und fuhren die 863 Kilometer lange Strecke zurück nach Leipzig. Sie haben den Rum rumgefahren. Umweltfreundlich, weil nur mit Muskelkraft. Weiterlesen

Leo Leu auf Holzwegen (6): Im Land der Ameisen, Adler und Bären

Grafik: Leo Leu

Leben Sie noch, Herr Leu? Wie geht es Ihnen? Kann man Ihnen helfen? - Nönö. Es geht schon. - Leo hatte Glück. Er hat sich gestärkt, bevor er den Lumpenstieg erstieg. Wären hier die Lumpen dereinst von Preußen nach Anhalt geflüchtet, er hätte es verstanden. So stellt man sich Fluchtwege vor: steil, schief und krumm. Man sieht die Lumpen geradezu, wie sie hoppeln und springen und hechten. So wie Leo. Weiterlesen

Leo Leu auf Holzwegen (5): Geplünderte Dörfer, ersoffene Selke und Vorfreude auf den Lumpenstieg

Grafik: Leo Leu

Ungefrühstückt. Ungekämmt. Leo schaut auf allen Vieren in den Sonnenschein. Wanderwetter. Schön, seufzt er. Mist verflucht, sagen seine Füße. Da hat's wohl einer etwas übertrieben am Vortag. Dabei hat er heute Mächtiges vor: Burg Nummer 2 und 3. Ein Schloss, einen Wohnturm. So idyllisch wie heute war's dermaleinst nicht im Selketal. Da bauten die Leute in Meisdorf sogar Taubenhäuser wie kleine Trutzburgen. Weiterlesen