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Schwarwels Fenster zur Welt: Friedensgebet

Von Karikatur: Schwarwel | Text: Ilse Schnickenfittich

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    Herr, schütze unsere trutzige Burg. Segne unsere hohen Mauern, auf dass sie alle Mühsal von uns halten. Gib uns die Kraft, dass selbst Geschaffene weit von uns zu weisen und sende den Einfallsreichtum mit der anderen Hand auf die Schuldigen zu zeigen. Halte stets Dein waches Auge auf unsere Waren und Mordgeräte, die wir in alle Länder senden. Mach, dass unsere metzelnden Gläubiger an Zahl nie zu klein oder zu groß werden, dass alles bezahlet sei, was unseren Hof ernährt und sie dennoch nicht über uns kommen. Verschone die Wechsler in den Tempeln, denn noch ernähren sie uns gut.

    Sei mit den Kindern Israels, wenn sie ihre Feinde kraftvoll zu Boden werfen und zeige den anderen Ureinwohnern Palästinas einen Fluchtweg übers Meer. Und dann lass sie vor den Gestaden unserer umzäunten Welt ersaufen, auf dass das Elend uns nicht erreichen möge. Nimm den Nachbarn das Wasser, auf dass sie demütiger werden vor dem gelobten Land. Und vor allem: Verschone uns mit all dem Ungemach, auf dass wir ruhig schlafen können und Kraft für unser wichtig Tagwerk finden.

    Mach, dass wir in unserer Glasscheibenwelt leben können, selbst wenn auf aller Erde die Menschen knietief in ihrem Blut stehen. Gib uns die gerechten Worte, wenn die erschaffenen, verdrängten und fernen Konflikte uns doch in unserer Heimstatt zu ereilen drohen. Worte, die da seien Faschismus, Antisemitismus und Hass den Muselmanen. Gib uns die Weitsicht, immer fein zu scheiden zwischen Mensch und Mensch, auf dass der eine der Gute und der andere der Böse sei. So sei uns die Welt immer klug erklärt und verständlich gemacht durch Dein heilsames Wirken bis über unsere Tage hinaus.

    Dein ist die Kraft und die Herrlichkeit. In Ewigkeit. Amen.

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