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Schwarwels Fenster zur Welt: Gott ist tot

Von Karikatur: Schwarwel | Text: Ilse Schnickenfittich

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    Nietzsche hats versucht, ich versuchs auch einmal: Bekanntlich ist Gott ja tot. Verröchelt irgendwo zwischen erstem und zweitem Buch. Deshalb ist er auch so oft in Abwesenheit schuld. Denn gäbe es ihn, könnte er sich wehren, würde man ja eine Handlung alttestamentarischen Ausmaßes in dieser schönen Zeit erwarten.

    Und gäbe es ihn ganz wider Erwarten, dann würde er sich schlimmster Verbrechen wie unterlassener Hilfeleistung in höchster Not bei allmächtigem Instrumentarium schuldig machen – und das will man ja nun so auch nicht annehmen. Also besser man sagt, es gibt ihn nicht.

    Sonst würden ja längst einige angeblich muslimisch und andere angeblich jüdisch glaubende Männer gemeinsam in Dantes Hölle schmoren. Q.e.d. – Nietzsche hatte Recht. Gott ist tot. Was bleibt, sind Darsteller seiner selbst, die er sonst längst vernichtet hätte. Wir sind allein mit uns.

    Der Rest sind Kirche, Kapitalismus und Hoffnung auf ein Morgen im Gazastreifen.

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