Im „Melder“ finden Sie Inhalte Dritter, die uns tagtäglich auf den verschiedensten Wegen erreichen und die wir unseren Lesern nicht vorenthalten wollen. Es handelt sich also um aktuelle, redaktionell nicht bearbeitete und auf ihren Wahrheitsgehalt hin nicht überprüfte Mitteilungen Dritter. Für die Inhalte sind allein die Übersender der Mitteilungen verantwortlich, die Redaktion macht sich die Aussagen nicht zu eigen. Bei Fragen dazu wenden Sie sich gern an redaktion@l-iz.de.

Gleichstellungsministerin Köpping: Geflüchtete Frauen und ihre Kinder brauchen einen besonderen Schutzort

Erstes Schutzhaus für geflüchtete Frauen und ihre Kinder in Leipzig eröffnet

Anlässlich des Internationalen Aktionstages gegen Gewalt an Frauen am 25. November besucht die Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration, Petra Köpping, das erste sächsische Schutzhaus für geflüchtete Frauen und ihre Kinder in Leipzig. Petra Köpping: „Frauen und Kindern, die in Erstaufnahmeeinrichtungen oder kommunalen Sammelunterkünften häuslicher oder sexualisierter Gewalt ausgesetzt sind, einen sicheren Schutzort zu bieten, war mir von Anfang an ein besonders großes Bedürfnis.“

Im Rahmen eines Pilotprojektes werden die Frauen, die in dem Schutzhaus temporär wohnen können, stabilisiert und gestärkt. Mit der Erweiterung ihrer sprachlichen, kulturellen und rechtlichen Kompetenzen wird die Handlungsfähigkeit der Frauen verbessert. In den Erstaufnahmeeinrichtungen und kommunalen Unterkünften informiert das Projekt niedrigschwellig über die vorhandenen Hilfs- und Informationsangebote. Gleichzeitig werden kultursensible Schulungen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Unterkünften durchgeführt.

Der Träger, der Verein Frauen für Frauen Leipzig e.V. unterhält in Leipzig seit 1990 mehrere Gewaltschutzeinrichtungen: das 1. Autonome Frauenhaus, den Frauennotruf für Frauen und Mädchen, die von sexualisierter Gewalt und Missbrauch betroffen sind, die Koordinierungs- und Interventionsstelle gegen häusliche Gewalt und Stalking (KIS), eine Frauenberatungsstelle und ein Projekt zur mobilen Mädchenarbeit.

Dr. Gesine Märtens, Koordinierungs- und Interventionsstelle gegen Häusliche Gewalt und Stalking Leipzig (KIS) sowie Beratungszentrum für Frauen des Frauen für Frauen e.V.: „Im Sommer 2015 wurden wir sehr plötzlich mit der großen Not der geflüchteten Frauen konfrontiert. Geflüchtete Frauen haben keine Mutter hier und kein soziales Netz, keine Möglichkeit sich selbst zu versorgen, wegen der Wohnsitzauflagen auch keine Fluchtmöglichkeit vor der Gewalt. Sie brauchen unsere Hilfe. Wir haben uns auf den Weg gemacht, hart gearbeitet und viel Unterstützung erfahren: vom Geschäftsbereich Gleichstellung und Integration, von der Landesarbeitsgemeinschaft der Frauenhäuser, von der Kommune. Wie weit unser Angebot reicht, werden wir erst sehen, aber es ist ein guter Anfang.“

Das Pilotprojekt, welches bis Ende 2018 läuft, wird vollständig aus Landesmitteln über die Richtlinie zur Förderung der Chancengleichheit finanziert. Dafür stehen insgesamt rund 350.000 Euro zur Verfügung.

Petra Köpping: „Allen Menschen, die zu uns kommen, machen wir klar, dass wir Gewalt gegen Frauen und Kinder nicht zulassen. Dies leisten wir beispielsweise über die Wegweiserkurse in den Erstaufnahmeeinrichtungen, in denen wir über die Grundlagen des Zusammenlebens in unserer Gesellschaft informieren. Gleichzeitig stellen wir mit Hilfe von Flyern und einer Website die vorhandenen Angebote im Bereich des Gewaltschutzes vor.“

Das Frauenschutzhaus ist über die Telefonnummer: 0341/44 23 82 29 rund um die Uhr zu erreichen. Das telefonische Angebot wird durch Dolmetscherinnen und Sprachmittlerinnen unterstützt. Außerdem ist eine Kontaktaufnahme über E-Mail: help@she-leipzig.de möglich. Die dazugehörige Website lautet: www.she-leipzig.de.

Das Leipziger Frauenhaus hatte im ersten Halbjahr 2016 eine Gesamtbelegung mit 60 Frauen, davon waren 31 Flüchtlingsfrauen. Für ganz Sachsen liegen die Schätzungen für das Jahr 2015 und die ersten 3 Monate von 2016 bei etwa 100 Frauen und Kindern, die Schutz gesucht haben. Es ist dabei anzumerken, dass geflüchtete Frauen aus psychosozialen und kulturellen Gründen besonders große Hemmschwellen haben, bei Gewalt um Hilfe zu suchen, so dass von einem großen Dunkelfeld ausgegangen werden muss. Der Bedarf im Gewaltschutz für geflüchtete Frauen wird sich künftig sehr wahrscheinlich weiter erhöhen, denn die meisten Frauen entscheiden sich frühestens nach der Antragstellung und einer gesicherten Unterbringung für den Gewaltschutz. Expertinnen und Experten wie Träger von Frauenschutzhäusern und Interventionsstellen schätzen den Betreuungsaufwand für gewaltbetroffene, geflüchtete Frauen als durchschnittlich doppelt so hoch ein.

In eigener Sache: Für freien Journalismus aus und in Leipzig suchen wir Freikäufer

MelderFrauenschutzhäuser
Leserbrief

Hinweise zum Leserbrief: Bitte beachten Sie, dass wir einen Leserbrief nur veröffentlichen, wenn dieser nicht anonym bei uns eintrifft. Außerdem möchten wir darauf hinweisen, dass eine Teilnahme an Verlosungen des L-IZ Leserclubs mit dem Leserbrief nicht möglich ist.

Ihr Name *

Ihre E-Mail-Adresse *

Betreff

Ihre Nachricht *

Bild/Datei hochladen

Wären Sie mit der Veröffentlichung als Leserbrief einverstanden? *

 


Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder --> Swing Abend mit Lady Margarita im Revue Theater am Palmengarten
4. Internationaler Richard-Wagner-Nachwuchswettbewerb beginnt
Frank Heidan: „Wir müssen die Haushaltsmittel jetzt endlich auf die Straße bringen“
Lachmesse 2017: Kartenvorverkauf startet am 28. April
Thomas Baum (SPD): Haushaltsgelder für kommunalen Straßenbau fließen
Neues Online-Portal für mitteldeutsche Gründerszene gestartet
Polizeibericht, 26. April: Diebe im Schulmuseum, Fünf Mülltonnen angezündet, 36-Jähriger überfallen
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr



Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Jutta Pillats Gedichte übers Lebenlernen nach der Zeit des kalten Schweigens
Jutta Pillat: Die aus der Kälte kommen. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Der Titel hat etwas für sich, auch wenn Jutta Pillat nun nicht wirklich die Dichterin ist, der das Beschreiben kalter Zeiten und Zustände liegt. Dazu ist sie zu warmherzig, liebt das Leben zu sehr und schaut auch die Menschen, denen sie begegnet, mit viel zu neugierigem Blick an. Und sie neigt auch nicht dazu, aufzugeben und zu barmen.
Die „goldenen 20er“ in Leipzig (Teil 3): Eine echte Prise Weimarer Luft schnuppern oder #MakeMonarchyGreatAgain
Der Stadtverordnetensaal im Neuen Rathaus in der Zeit um 1927 mit seiner Kassettendecke und den hölzernen Paneelen. Die Wandmalerei mit antikisierenden Prozessionsmotiven schuf der Kunstmaler Julius Mössel. Bis 2019 soll der Ratssaal umgebaut und wieder weitgehend in diesen Zustand rückversetzt werden. Foto: Pro Leipzig Verlag

Foto: Pro Leipzig Verlag

LEIPZIGER ZEITUNG/Auszug aus der Ausgabe 42Das Kaiserreich und seine Anhänger bleiben im politisch fragilen Jahr 1927 weiter präsent. Dies zeigt sich auch an den Personen, welche nun wieder die Geschicke der Deutschen lenken. So auch der oberste Heeresleiter im I. Weltkrieg und „Dolchstoß“-Erfinder, Paul von Hindenburg, welcher nun Reichspräsident in der Republik ist. Und auch unter den gewählten Parlamentariern finden sich genügend Gestrige, die mit der Demokratie nach wie vor nicht viel anfangen können. Eindrücke vom Zeitgeschehen vermittelt wie gewohnt die „Neue Leipziger Zeitung“ (NLZ).
Swing Abend mit Lady Margarita im Revue Theater am Palmengarten
Margarita Tsoukarelas. Foto: PR

Margarita Tsoukarelas. Foto: PR

Ein Swing-Abend der Extraklasse erwartet die Besucher am 28. Mai im Revue Theater am Palmengarten: Stücke u. a. von Cole Porter, Kurt Weill, Marilyn Monroe, Eartha Kitt, Peggy Lee, Andrews Sisters, Judy Garland – sinnlich und charmant präsentiert die griechisch polnische Sängerin Margarita Tsoukarelas Chansons aus der ganzen Welt, Jazz, Swing und Musical aus den Salons und Cabarets der 20-er, 30-er, 40-er und 50-er. Mit ihrer umwerfenden Bühnenpräsenz, einer unverwechselbaren flexiblen und perfekten Stimmgebung interpretiert sie Songs und Welthits mit einer Souveränität, die erstaunt und begeistert.
Grüne und Linke attestieren Ulbigs Verfassungsschutz eine Analysefähigkeit von Null
Und jetzt wachsam nach links gucken ... Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Aus Sicht der seit 27 Jahren in Sachsen regierenden CDU ist alles gut. Da hat der Verfassungsschutz brav seine Arbeit gemacht. Jedenfalls sah es am Dienstag, 25. April, Christian Hartmann, innenpolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, so: „Der aktuelle Bericht unterstreicht erneut, welchen Stellenwert der Sächsische Verfassungsschutz für den Freistaat Sachsen hat.“ Der Mann hat Humor.
Sachsens Verfassungsschutz hat sein neues Ausmalbuch veröffentlicht
Immer hübsch aufpassen, Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Am Dienstag, 25. April, haben Innenminister Markus Ulbig und der Präsident des Landesamtes für Verfassungsschutz (LfV), Gordian Meyer-Plath, den sächsischen Verfassungsschutzbericht für das Jahr 2016 vorgestellt. Der ist so offensichtlich für die Katz, dass man sich fragt: Warum wird überhaupt Zeit und Papier für so ein Ausmalbuch verschwendet? Denn mehr ist es nicht: Malen nach Farben.
Städtetag fordert auch eine bessere Finanzierung des ÖPNV in den deutschen Städten
XXL-Straßenbahn am Augustusplatz. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Warum sollte man es nicht deutlich sagen? Die letzten Bundesregierungen haben – was die deutschen Städte betrifft – eine kontraproduktive Politik gefahren. Sie haben sie nicht nur bei der Luftbelastung im Stich gelassen, sondern noch viel stärker bei der Verkehrsbelastung. Alle Städte leiden unter der miserablen Finanzierung des ÖPNV. Auch das war Thema bei der Leipziger Sitzung des Deutschen Städtetages am Dienstag, 25. April.
Der Deutsche Städtetag fordert auf seiner Sitzung in Leipzig die blaue Plakette für schadstoffärmere Dieselautos
Dr. Eva Lohse, Dr. Ulrich Maly und Burkhard Jung (v.l.). Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Die Nachrichten passten dann genau zueinander: Das Umweltbundesamt (UBA) veröffentlichte am Dienstag eine Broschüre mit neuen Berechnungen zum Stickoxidausstoß von Dieselmotoren. Und in Leipzig traf sich das Präsidium des Deutschen Städtetages, um genau über das Thema der Stickoxidbelastung in den Großstädten zu diskutieren. Am Ende stand die einhellige Forderung der Blauen Plakette.
Ein berühmter Frieden und der bekannteste Pazifist der deutschen Literatur
Osnabrück an einem Tag. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Mein Name ist Hase, sagte das Flüsschen. Und dann kam Karl der Große, schlug die Sachsen, ließ die Irminsul fällen und ließ eine Missionszelle gründen, da, wo eine alte Handelsstraße durch eine Furt der Hase führte. So ungefähr könnte es damals begonnen haben mit Osnabrück. Steffi Böttger ist hingefahren und hat sich die Stadt mal angeschaut, in der fünf Jahre lang über einen Friedensvertrag verhandelt wurde.
RB Leipzig: Kritik am Mateschitz-Interview spaltet die Fanszene
Nicht auf einer Linie mit Mateschitz: Fans von RB Leipzig. Foto: Red Aces

Foto: Red Aces

Für alle LeserDie antirassistische Ultragruppierung „Red Aces“ bezieht wieder einmal Stellung gegen ihren eigenen Verein – und gegen Red-Bull-Boss Dietrich Mateschitz. Dieser hatte in einem Interview ein angebliches „Meinungsdiktat“ beklagt und über ehrenamtliche Unterstützer von Geflüchteten gespottet. Die Kritik der „Red Aces“ stößt innerhalb der Leipziger Fanszene jedoch auf heftigen Widerspruch.
Aussage gegen Aussage: Staatsanwältin glaubt Polizisten und fordert Geldstrafe
Am Amtsgericht wurde der Prozess wegen schweren Landfriedensbruchs fortgesetzt. Foto: L-IZ

Foto: L-IZ

Eine Anhängerin des 1. FC Lok Leipzig soll Polizeibeamte nach einem Spiel beleidigt und geschlagen haben. Sie selbst und ihre Tochter behaupten das Gegenteil: Die Polizisten hätten sie beleidigt, bedroht und geschlagen. Ein „fankundiger Beamter“ der Bundespolizei spricht von „aggressiver Stimmung“ sowohl bei seinen Kollegen als auch den Lok-Fans. Am Ende beschuldigt die Verteidigung die Staatsanwaltschaft, sich schützend vor die Beamten zu stellen. Das Urteil wird am Mittwoch verkündet.
Leipzig ist am Flughafen Leipzig/Halle nur Bittsteller
Abkürzung übers Stadtgebiet - in Leipzig normal. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Haben Sie auch schon mal einen Brief vom Oberbürgermeister bekommen? Ist ganz einfach: Sie stellen eine Anfrage an Oberbürgermeister Burkhard Jung, die er dann in Rahmen der Ratsversammlung beantworten kann. Wichtig ist: Sie haben auch wirklich ein ernsthaftes Anliegen. Lösen kann er es nicht in jedem Fall. Aber eine briefliche Antwort gibt es – wie jetzt an Dr. Lutz Weickert, den die russischen Frachtflieger nicht schlafen lassen.
Mit „Triptychon“ startet im Mai die Zusammenarbeit von Werk 2 und Peterskirche
„TRIP•TY•CHON“. Foto: Christian Hanisch

Foto: Christian Hanisch

Auf die Frage „Was ist Gott?“ gibt es unzählige Antworten. Wir haben sie und in „TRIP•TY•CHON“ bringen wir sie alle auf die Bühne! Dennoch soll in der Inszenierung, die in der einmaligen Kulisse der Peterskirche stattfindet, keine theologische Auseinandersetzung und keine Bibelexegese betrieben werden.
Ein Entwicklungskonzept für das Naturbad in Großzschocher wird es vor 2019 nicht geben
Blick über das Naturbad Südwest. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Kommunalpolitik in Sachsen ist in der Regel eine Politik des Löcherstopfens. In der Regel stopf man mit großer Freude endlich ein Loch, das schon seit Jahren für Ärger sorgt. Und man weiß gleichzeitig, dass zehn andere Löcher ungestopft bleiben in den nächsten Jahren. So ungefähr geht es auch mit dem ehemaligen Naturbad Südwest. Die Grünen wollten jetzt mal wissen, wie es da weitergehen soll.
Leipzigs Sparkassen-Chef bekommt geharnischte Post aus Delitzsch
Nächste Haltestelle Sparkasse? Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Nicht nur im Leipziger Stadtrat kochten die Emotionen hoch, was die geplanten Filialschließungen der Sparkasse Leipzig betrifft. Auch in den Landkreisen fragt man sich, ob das Kreditinstitut tatsächlich noch Rücksicht nimmt auf die Kunden in der Region. Aus Delitzsch bekommt Sparkassen-Chef Harald Langenfeld jetzt einen geharnischten Brief.
Juliane Nagel fordert von Sachsens Integrationsministerin einen ehrlichen Personalschlüssel für die Flüchtlingsbetreuung
Juliane Nagel in der Leipziger Ratsversammlung. Foto: L-IZ

Foto: L-IZ

Sachsens Innenminister Markus Ulbig (CDU) hat ja kürzlich erst wieder vorgemacht, wie man Probleme erst schafft und dann die betroffenen Menschen – in diesem Fall Flüchtlinge – kriminalisiert. Er hat einfach wieder eine Extra-Ausländer-Kriminalstatistik vorgelegt. Der Mann macht Stimmung. Und er weiß ganz genau, dass sein Kollege Finanzminister eine fette Aktie an den Problemen hat. Der sitzt nämlich auf dem Geld.