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Sanierung des Altstandorts „LACUFA“ in Mölkau wird vorbereitet

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    Die Stadt Leipzig bereitet die Sanierung des Altstandortes „ehem. LACUFA-Lösungsmittel-Tanklager mit Gleisanschluss“ im Mühlweg 2 im Leipziger Ortsteil Mölkau vor. Eine wesentliche Schadstoffquelle soll aus dem Untergrund entfernt und das Gelände mittelfristig wieder nutzbar gemacht werden. Die Gesamtkosten für die Altlastenbearbeitung von circa eine Mio. Euro werden zu circa 80 Prozent mit Steuermitteln auf Grundlage des im Sächsischen Landtag beschlossenen Haushalts mitfinanziert.

    Kern der etwa dreimonatigen Maßnahme ist der Ausbau der Tanks und ein Bodenaustausch in der circa 500 Quadratmeter großen Sanierungszone. Dazu soll ab Herbst 2018 als erstes das Baufeld freigeräumt und eine Betonrampe entfernt werden. Nach dem Tankausbau wird die Sanierungszone bis in Tiefen von 4,5 Meter mittels Baggertechnik ausgehoben mit unbelastetem Boden wieder verfüllt.

    „Stufenweise Untersuchungen der Umweltsituation ergaben, dass eine massive Schädigung des Untergrundes mit aromatischen Kohlenwasserstoffen (BTEX und Chlorbenzol) und Mineralölkohlenwasserstoffen vorliegt“, erläutert Angelika Freifrau von Fritsch, Leiterin des Amtes für Umweltschutz. „Bestehende Grenzwerte werden um ein Vielfaches überschritten. Die Stoffe, allen voran Benzol, gelten als stark gesundheitsgefährdend und umweltschädigend. Um der eingetretenen Gefahrensituation zu begegnen, ist die Entfernung der Schadstoffquelle notwendig. Ohne entsprechende Aktivitäten könnten über Jahrzehnte weitere Schadstoffverlagerungen über das Grundwasser erfolgen.“

    Das circa 5.000 Quadratmeter große Gelände am Rande des Industriegebietes Mölkau/Engelsdorf hatte seit 1928 zur Aufbewahrung von chemischen Substanzen gedient. Wurden zunächst durch die Ölhandelsgesellschaft „ÖlHag“ Vergaserkraftstoffe umgeschlagen, erfolgte später eine Lagerung von Lösungsmitteln und Farbverdünnungen durch den VEB Farben und Lackfabrik Leipzig. In sieben Erdtanks mit einem Gesamtfassungsvermögen von 200.000 Litern wurden die Chemikalien aufbewahrt. Während des langjährigen Betriebes gelangten erhebliche Mengen der Stoffe in den Boden. Nach 1989 wurde das Gelände durch ein Fuhrunternehmen genutzt, seit 2014 liegt es brach.

    Angelika Freifrau von Fritsch: „Vom Tanklager und den umgebenden Bodenbereichen ausgehend, hat auch eine Verlagerung der Schadstoffe nach unten und damit eine Beeinflussung des obersten Grundwasserleiters stattgefunden. Dieser Prozess dauert noch weiterhin an. Auch in dem tiefer liegenden Grundwasserleiter werden die Kontaminationen nachgewiesen.“

    Bisher hatten komplizierte rechtliche Grundstücksbesitzverhältnisse eine Sanierung verzögert. Die Stadt Leipzig als zuständige Bodenschutzbehörde hatte neben den technischen Untersuchungen der Altlast Möglichkeiten eruiert, den Verursacher, den Eigentümer oder den Besitzer zur Sanierung zu verpflichten. Das Grundstück war letztendlich herrenlos und die Stadt Leipzig demzufolge gezwungen, das Grundstück 2017 zu übernehmen, um den uneingeschränkten Zugriff auf die Fläche und eine Nachnutzungsoption sicherzustellen sowie Fördermittel beantragen zu können.

    Voraussetzung für die Durchführung des Sanierungsplans ist eine Verbindlichkeitserklärung der Landesdirektion Sachsen (zuständige Bodenschutzbehörde).

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