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Polizeibericht, 30. September: Auto und Kleinkraftrad angezündet, Nachtschwärmer ausgeraubt, Unfallflucht

Vor dem Hospitaltore im Zentrum-Südost wurden ein Fahrzeug und ein Kleinkraftrad angezündet, welches total zerstört wurde +++ In der Reichsstraße war ein Nachtschwärmer allein auf dem Heimweg, als zwei Männer hinter ihm auftauchten und versuchten, ihm das Handy zu entreißen. Als dies nicht gelang, wurde er zu Boden gestoßen, geschlagen und getreten +++ In der Straße des 18. Oktober wurde ein 13-jähriger Radfahrer von einer Autofahrerin übersehen und am Hinterrad touchiert. Er stürzte und verletzte sich leicht, die Frau frage kurz nach seinem Befinden und fuhr gleich wieder weiter – In allen Fällen werden Zeugen gesucht.

Auto und Kleinkraftrad angezündet

Ort: Leipzig (Zentrum-Südost), Vor dem Hospitaltore, Zeit: 30.09.2019, gegen 01:15 Uhr

Der Rettungsleitstelle wurde mitgeteilt, dass ein Fahrzeug und ein Kleinkraftrad in Brand geraten waren. Die Kameraden der Feuerwehr und Polizeibeamte waren schnell am Einsatzort. Ein Golf Variant, einer 32-jährigen Halterin, und ein wenige Meter davon entfernt stehendes Kleinkraftrad eines 60-jährigen Halters, brannten in voller Ausdehnung. Das Kleinkraftrad war total, und der Golf Variant erheblich beschädigt. Die Ermittler gehen von Brandstiftung aus. Beide Fahrzeuge wurden sichergestellt. Im Laufe des heutigen Tages wird durch den Brandursachenermittler die Spurensuche und Sicherung fortgesetzt. Die Höhe des entstandenen Sachschadens ist derzeit noch nicht bekannt.

Zeugen, die Hinweise zum Sachverhalt geben können, werden gebeten, sich bei der Kripo, Dimitroffstraße 1 in 04107 Leipzig, Tel. (0341) 966 4 6666, zu melden.

Nachtschwärmer ausgeraubt

Ort: Leipzig (Zentrum), Reichsstraße, Zeit: 28.09.2019, gegen 03:30 Uhr

Weit nach Mitternacht war ein Nachtschwärmer allein auf dem Heimweg. Die wenigen Minuten Fußweg wollte er sich kurzweilig gestalten, indem er sein Smartphone vor sich hielt und Musik hörte. In der Reichsstraße merkte er, wie zwei Männer hinter ihm auftauchten. Die versuchten unvermittelt, ihm das Mobiltelefon aus der Hand zu reißen. Das gelang ihnen aber nicht. Dann wurde er von den Fremden zu Boden gestoßen, geschlagen und getreten. Sie rissen ihm das Handy aus der Hand und rannten in Richtung Brühl davon. Der Angegriffene wurde verletzt und musste im Krankenhaus ambulant medizinisch behandelt werden.

Die Täter beschrieb er gegenüber der Polizei wie folgt:

Person 1:

  • – männlich, normale kräftige Figur
  • – 1,75m–1,85m groß
  • – südländischer Typ
  • – weißes Kapuzenshirt mit Reißverschluss
  • – Kapuze aufgezogen

Person 2:

  • – männlich, normale kräftige Figur
  • – 1,80m–1,85m groß
  • – südländischer Typ
  • – roter Kapuzenpullover

Zeugen, die Hinweise zum Sachverhalt geben können, werden gebeten, sich bei der Kripo, Dimitroffstraße 1 in 04107 Leipzig, Tel. (0341) 966 4 6666, zu melden.

Unerlaubt vom Unfallort entfernt

Ort: Leipzig (Zentrum), Straße des 18. Oktober, Zeit: 19.09.2019, gegen 07:25 Uhr

Ein 13-Jähriger fuhr mit seinem Mountainbike auf der Straße des 18. Oktober stadteinwärts. Er benutzte den linken Radweg. Der Junge überquerte die Kreuzung Semmelweisstraße/Straße des 18. Oktober und fuhr weiter. Aus einer Nebenstraße, beschildert mit einem Vorfahrtzeichen, fuhr ein Pkw heraus, beachtete jedoch den Fahrradfahrer nicht und touchierte ihn am Hinterrad. Das Kind stürzte und verletzte sich leicht. Die Autofahrerin hielt, fragte aus ihrem Fahrzeug heraus nach seinem Befinden, während der 13-Jährige noch am Boden lag.

Gleich darauf setzte die Frau ihre Fahrt fort. Der Junge stand dann selbstständig auf, fuhr in seine Schule. Er meldete den Vorfall und seine erlittenen Schmerzen am linken Bein. Die Schulleitung informierte daraufhin den Vater, welcher Anzeige erstattete. Am Rad des 13-Jährigen entstand Sachschaden in noch unbekannter Höhe. Die Polizei ermittelt wegen fahrlässiger Körperverletzung in Tateinheit mit unerlaubtem Entfernen vom Unfallort.

Beim Pkw soll es sich um einen roten Kleinwagen handeln. Dessen Fahrerin ist etwa Mitte 40, kräftige Gestalt, 1,70 m bis 1,75 m, kurze dunkle Haare, noch oben gegelt. Die Polizei ermittelt wegen fahrlässiger Körperverletzung in Tateinheit mit unerlaubtem Entfernen vom Unfallort.

Wer hat Beobachtungen gemacht, wer kann Hinweise zur Autofahrerin und/oder deren Fahrzeug geben? Zeugen wenden sich bitte an die Verkehrspolizeiinspektion Leipzig, Schongauerstr. 13, Telefon 0341/255 – 2835.

In Schule eingebrochen

Ort: Leipzig (Mockau), Rosenowstraße, Zeit: 27.09.2019, gegen 17:00 Uhr bis 28.09.2019, gegen 07:00 Uhr

Auf bisher noch nicht bekannte Art und Weise gelangte ein Unbekannter in eine Grundschule. Dort hebelte er mehrere Türen auf, konnte so im Sekretariat, im Lehrerzimmer und in einem Büro das Mobiliar durchwühlen. Er brach ein Wertgelass auf und stahl daraus Bargeld in noch unbekannter Höhe. Danach suchte er das erste Obergeschoss auf, brach die Tür zu einem Klassenzimmer auf und durchsuchte es. Anschließend ging er in den Keller, öffnete gewaltsam die Türen zum Arztraum und zum Küchenbereich und durchwühlte alles. Zum Gesamtschaden liegen noch keine Angaben vor. Kripobeamte haben die Ermittlungen aufgenommen.

Frau auf Gassi-Runde überfallen

Ort: Leipzig (Miltitz), Straße am See, Nähe Tankstelle, Zeit: 28.09.2019, gegen 20:00 Uhr

Am Samstagabend befand sich eine 32-jährige Frau auf Gassi-Runde. Ein Unbekannter folgte ihr, hielt ihr von hinten einen unbekannten Gegenstand an den Hals und schob sie, nachdem sie ihre Schuhe ausziehen musste, mit den Worten „keine Hunde“ ins Unterholz. Dort sprühte ihr der Täter Pfefferspray ins Gesicht, die Geschädigte konnte deshalb nichts mehr sehen und verlor dabei die Hundeleine. Gleich darauf hörte sie nur ein „Quietschen“ ihres Vierbeiners. Danach schubste der Unbekannte sie weiter ins Gestrüpp, ließ dann aber von ihr ab. Sein Opfer lief Hilfe rufend durch das Unterholz.

Auf die Hilferufe waren Zeugen in einem Mehrfamilienhaus aufmerksam geworden. Sie riefen die Polizei und eilten der Frau zur Seite. Auf ihrem Weg dorthin lief ihnen ein Golden Retriever ohne Leine entgegen. Sie nahmen sich sogleich des Hundes an. Gleichzeitig trafen Polizeibeamte ein, suchten sofort nach der Frau und fanden diese auf einem Trampelpfad unmittelbar hinter einer Tankstelle. Die verletzte Geschädigte stand sichtbar unter Schock. Sie wurde mit einem Rettungswagen in eine Klinik zur ambulanten Behandlung gebracht. Die Beamten stellten sowohl die Schuhe der 32-Jährigen als auch die Hundeleine sicher. Kripobeamte des zuständigen Reviers ermitteln wegen gefährlicher Körperverletzung.

Fahrkartenautomaten gesprengt

Ort: Leipzig (Grünau), Brackestraße, Haltestelle „Miltitzer Allee“, Zeit: 30.09.2019, gegen 04:10 Uhr polizeibekannt

Heute früh teilte ein Zugbegleiter der Polizei mit, dass ein Fahrkartenautomat gesprengt worden war. Beamte der Bundespolizei hatten bereits den Tatort abgesperrt. Der Automat wies Beschädigungen am Ausgabeschacht und am Display auf. Eine Abdeckung dessen lag vor dem Automaten. Ob der unbekannte Täter Bargeld erbeuten konnte, wird derzeit geprüft. Neben einem Techniker der Deutschen Bahn sowie einem Entschärfer, waren auch Kripobeamte im Einsatz. Diese ermitteln wegen Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion.

Sprayer gefasst

Ort: Leipzig (Gohlis), Lindenthaler Straße, Zeit: 30.09.2019, gegen 01:00 Uhr

Eine Zeugin rief heute Nacht die Polizei und teilte mit, dass zwei Sprayer unterwegs sind. Beamte stellten dann fest, dass das Duo an Hauswände einer Bank sowie einer Drogerie-Filiale mehrfach die Schriftzüge „Karma“ und „43“ geschmiert hatten. Die Graffiti prangten in weiß, silber und ocker an den Wänden. Die Polizisten konnten beide Männer (29) vorläufig festnehmen. Beide standen unter Alkohol – 1,56 sowie 1,52 Promille. Die Spraydosen und einen Handschuh hatte einer der beiden bei sich. Die Leipziger haben sich wegen Sachbeschädigung zu verantworten.

Blaue“ Radlerin unterwegs

Ort: Leipzig (Stötteritz), Oststraße, Zeit: 29.09.2019, gegen 19:50 Uhr

Eine Fahrradfahrerin ohne Licht samt Hundeanhänger mit Hund war auf der Oststraße unterwegs und wollte gerade in den Waldweg des Stötteritzer Wäldchens abbiegen. Polizeibeamte wurden auf die Frau aufmerksam und stoppten sie. Sie wiesen die Radfahrerin daraufhin, dass sie ohne Licht schlecht zu erkennen ist. Als die Frau vom Rad stieg, bemerkten die Polizisten, dass sie schwankte, sich verbal nicht klar äußern konnte und stark nach Alkohol roch. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von 2,84 Promille. Deshalb wurde die Blutentnahme angeordnet und durchgeführt. Die Frau erhielt eine mündliche Verwarnung wegen der Ordnungswidrigkeit – Fahren ohne Licht – und sie hat sich zudem wegen Trunkenheit im Verkehr zu verantworten.

Was wollte der Audi auf den Gleisen?

Ort: Leipzig (Lindenau), Jahnallee, Zeit: 28.09.2019, gegen 22:45 Uhr

Am Samstagabend traute ein Mitarbeiter der Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB), der zu dieser Zeit als Dispatcher seinen Dienst an der Straßenbahnhaltestelle Waldplatz aufnahm, seinen Augen kaum: Er bemerkte, dass der Fahrer einer stadteinwärts fahrenden Bahn der Linie 15 die Notbremse bedienen musste, um einen Zusammenstoß mit einem Audi A 4 zu verhindern. Dieser war offensichtlich bei „Rot“ von der Friedrich-Ebert-Straße auf die Jahnallee abgebogen und dann nicht dem Straßenverlauf gefolgt, sondern den Straßenbahngleisen stadtauswärts!

Kurz vor der Haltestelle Waldplatz wollten Fußgänger die Gleise überqueren, der Autofahrer machte eine Vollbremsung. Daraufhin wollte er wenden, fuhr rückwärts, was nicht gelang. So fuhr er vorwärts weiter auf den Gleisen stadtauswärts. Der Mitarbeiter stieg in sein Auto und folgte dem Autofahrer auf den Gleisen mit Sondersignal und informierte die Leitstelle. In Richtung Tunnel fuhr der Audi-Fahrer schneller. Auch auf der Zeppelinbrücke blieb er weiter auf den Gleisen, während der LVB-Mitarbeiter jetzt die Straße nutzte, und neben dem wahrscheinlich desorientierten Autofahrer bis zur Capastraße herfuhr.

Ein Polizeifahrzeug hielt auf der Kreuzung Jahnallee/Lützner Straße. Der Audi-Fahrer hielt an, blieb auf den Gleisen stehen. Der Mitarbeiter setzte sich vor den Audi, um den Mann am Weiterfahren zu hindern. Polizeibeamte sprachen ihn an, forderten ihn zum Aussteigen auf. Der Mann hatte eine verwaschene Aussprache, einen stark schwankenden Gang und machte einen stark alkoholisierten Eindruck. Er legte auf Verlangen der Beamten einen gültigen Führerschein vor. Bei ihm handelte es sich um einen 43-Jährigen. Der Atemalkoholtest zeigte 1,82 Promille an; die Blutentnahme wurde in einem Krankenhaus durchgeführt. Sein Auto wurde verschlossen, ordnungsgemäß an der Anger-/Höhe Capastraße abgestellt. Gegen den 43-Jährigen aus dem Landkreis wird wegen Gefährdung des Straßenverkehrs ermittelt.

Jugendlicher ausgeraubt

Ort: Leipzig (Probstheida), Zum Förderturm/ Siegfriedstraße, Zeit: 28.09.2019, gegen 22:20 Uhr

In Probstheida wurde ein 17–Jähriger von einer Gruppe Jugendlicher angegriffen. Mit mehreren anderen war er im Park am Silbersee unterwegs, als eine fremde Gruppe ihren Weg kreuzte. Mitglieder der Gruppe verlangten von ihm die Herausgabe seines Rucksacks. Als er den nicht herausgab wurde er geschlagen und getreten. Die Angreifer entrissen ihm seine Gürteltasche, die Jacke und seinen Rucksack vom Körper. Danach flohen sie vom Ort. Die Angreifer wurden dann in einer Straßenbahn der Linie 11 festgestellt. Bei ihnen wurden die geraubten Gegenstände festgestellt. Als mutmaßliche Haupttäterin wurde eine 16-Jährige ermittelt, die nach derzeitigen Erkenntnissen sowohl Rädelsführerin als auch maßgebliche Tatbeteiligte gewesen ist. Ihr wurde die vorläufige Festnahme erklärt. Dem Antrag der Staatsanwaltschaft auf Untersuchungshaft gab das Amtsgericht am Sonntagnachmittag statt. Sie sitzt seither wegen Raub in Untersuchungshaft. Auch weitere Mitglieder der Gruppierung müssen sich im Nachgang wegen Raub verantworten.

Auffahrunfall entpuppte sich als „Volltreffer“

Ort: Leipzig (Hartmannsdorf-Knautnaundorf), Zeitzer Straße/Zur weißen Mark, Zeit: 28.09.2019, gegen 18:20 Uhr

Ein 59-jähriger Fahrer eines VW Transporters mit Anhänger befuhr die Zeitzer Straße in Richtung Hartmannsdorf. An der Abzweigung Zur weißen Mark übersah er einen vor ihm bei Rotlicht wartenden 37-jährigen Fahrer eines Peugeot und fuhr in der Folge auf diesen auf. Dabei wurden der 37-Jährige und seine 38-jährige Beifahrerin schwer verletzt. Im Anschluss wechselte der Fahrzeugführer des Transporters seine Kennzeichen und gab an, dass seine 67-jährige Freundin, die als Beifahrerin neben ihm saß, gefahren sei. Dies konnte jedoch durch die beiden Unfallbeteiligten aus dem Peugeot negiert werden. Bei der Prüfung des Transporters durch Polizeibeamte wurde bekannt, dass dieser stillgelegt ist und die Kennzeichen eigentlich an einen VW Golf gehören.

Zudem waren die nach dem Verkehrsunfall angebrachten Kennzeichen entstempelt und das Kennzeichen des Anhängers zur Fahndung ausgeschrieben. Im Laderaum des Transporters stellten die Beamten weiterhin mehrere Werkzeuge und Arbeitsgeräte fest, bei welchen die Gerätenummern herausgeflext waren. Möglicherweise stammen diese aus Diebstahlshandlungen. Der bei dem Unfall entstandene Gesamtsachschaden beläuft sich auf etwa 10.000 Euro. Der Fahrer des Transporters hat sich nun u. a. wegen fahrlässiger Körperverletzung in Verbindung mit einem Verkehrsunfall, wegen Diebstahl, Urkundenfälschung, wegen einem Verstoß gegen das Pflichtversicherungsgesetz und Fahren ohne Fahrerlaubnis zu verantworten.

Pkw-Fahrerin übersah Straßenbahn

Ort: Leipzig (Wiederitzsch), Delitzscher Landstraße, Zeit: 28.09.2019, gegen 13:45 Uhr

Eine 24-jährige Fahrerin eines Kia Cee’d fuhr links an einem langsam vorausfahrenden 40-Jährigen und dessen Ford S-MAX vorbei. Dabei übersah sie eine von hinten herannahende Straßenbahn. Der 50-jährige Straßenbahnfahrer konnte einen Zusammenstoß nicht mehr verhindern. Bei dem Unfall wurde glücklicherweise keiner der Unfallbeteiligten verletzt. Es entstand jedoch ein Gesamtsachschaden in Höhe von ca. 10.000 Euro.

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„Wir können streiken, auch mit Abstand!“: ver.di will Warnstreiks ausweiten
Die Gewerkschaft ver.di kündigt weitere Warnstreiks im öffentlichen Dienst an. Foto: ver.di

Foto: ver.di

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Warum verschwinden Kleinverlage eigentlich vom Markt? Ist die Digitalisierung dran schuld?
Prof. Friedrich Figge. Foto: HTWK Leipzig

Foto: HTWK Leipzig

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