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Tipps zu Sicherungsmaßnahmen für Ihr Fahrrad

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    Gerade jetzt, wo unsere Freizeitaktivitäten aufgrund der Corona-Pandemie stark eingeschränkt sind, sind Ausflüge ins Grüne mit dem Fahrrad eine willkommene Alternative. Allerdings hört der Spaß schnell auf, wenn das wertvolle Zweirad gestohlen wird.

    Die Anzahl der Fahrraddiebstähle in Sachsen sank leicht von 21 021 Fällen im Jahr 2019 auf 19 275 im Jahr 2020, das entspricht einem Rückgang um reichlich 8 Prozent. Die Stadt Leipzig ist mit 9 129 Fahrraddiebstählen am meisten betroffen, auf Platz 2 und 3 folgen die Stadt Dresden (3 967 Fälle) und der Landkreis Görlitz (966 Fälle). Im Vogtlandkreis verzeichnete die Polizei mit 171 Fälle die niedrigste Fallzahl.

    Neben der kriminellen Energie, spielt auch die Tatgelegenheit eine wesentliche Rolle für den Erfolg der potentiellen Täter.

    Hier eine Auflistung der Orte, an denen Fahrrad- und E-Bike-Diebe leichtes Spiel haben:

    • Fahrradkeller von Mietshäusern: Organisierte Fahrraddiebe verschaffen sich gerne Zutritt in ältere Mietshäuser, bei denen der Fahrradkeller meist nur ein mit Holzlatten gesichertes Kellerabteil ist

    • Fahrradkäfige in Tiefgaragen von Bürogebäuden: Fahrradkäfige stellen für organisierte Fahrraddiebe ebenfalls kein großes Hindernis dar, schlecht gesicherte E-Bikes und Fahrräder finden von dort schnell den Weg auf den Transporter der Diebe.

    • Hinterhöfe: Auch in Hinterhöfen von Mietblocks haben Fahrraddiebe leichtes Spiel. So wird zum Beispiel abgewartet, bis ein Mieter dem Post- oder Paketboten öffnet, um sich so Zugang zum Areal zu verschaffen.

    • Schlecht beleuchtete Fahrradabstellplätze: Fahrraddiebe arbeiten gerne nachts, an schlecht ausgeleuchteten und abgelegenen Stellen oder unübersichtlichen Plätzen.

    14 Prozent aller Fahrraddiebstähle wurden 2020 aufgeklärt. Für die Aufklärung von Fahrraddiebstählen ist es für die Polizei von besonderer Bedeutung, wenn es zum gestohlenen Rad möglichst konkrete Angaben gibt. Ein vollständiger Fahrradpass mit Beschreibung der Ausstattung und konkreter Benennung des Typs, der Rahmennummer und der verbauten Teile, helfen den Ermittlern bei der Fahndung und Recherche.

    Besonders hochwertige Räder oder Individualaufbauten, sollten möglichst auch fotografisch dokumentiert werden. Wenn Sie ein Smartphone besitzen, wird die Nutzung der digitalen und kostenlosen FAHRRADPASS-App der Polizei empfohlen. So können Sie die Daten gleich mehrerer Fahrräder in der FAHRRADPASS-App speichern und diese, falls nötig, ausdrucken oder per E-Mail verschicken, zum Beispiel im Fall eines Diebstahls an die Polizei oder Ihre Versicherung.

    Hochpreisige Räder und Elektrofahrräder sind bei den Dieben besonders beliebt. Im Jahr 2020 betrug der registrierte polizeilich registrierte Schaden durch Fahrraddiebstähle rund 17.200.000 Euro.
    Daher haben wir den Schwerpunkt unserer Präventionstipps auf Räder mit Elektroantrieb gelegt. Viele unsere Hinweise gelten aber für alle Arten von Fährrädern.

    • Stellen Sie Ihr Rad immer an belebten und beleuchteten Orten ab, an denen ein Diebstahl schnell auffallen würde.

    • Wenn Sie das Elektro-Rad für längere Zeit abstellen, nehmen Sie den Akku mit. So machen Sie ihr Fahrrad für Diebe unattraktiv, da ein E-Bike ohne passenden Akku wesentlich weniger wert ist.

    • Sollte der Akku am Rad bleiben ist es ratsam, zusätzlich zum klassischen flexiblen Schloss (z. B. Ketten- oder Panzerkabelschloss) ein entsprechendes Akkuschloss zu benutzen.

    • Viele E-Bikes haben standardgemäß ein Rahmenschloss integriert, doch das allein reicht zur Diebstahlsicherung nicht aus. Das Rad könnte weggetragen oder unauffällig auf dem Vorderrad weggerollt werden. Nutzen Sie unbedingt noch ein weiteres Fahrradschloss, welches das Rad mit einem fest verankerten Gegenstand verbindet.

    • Hochwertige Räder sollten auch mit einem hochwertigen Fahrradschloss gesichert werden. Geeignet sind ausschließlich entsprechend massive Stahlketten, Bügel- oder Panzerkabelschlösser. Sparen Sie hier nicht zu Lasten der Sicherheit!

    • Schließen Sie Rad und Rahmen Ihres Fahrrades nach in Kellern und Fahrradabstellräumen ab.

    • E-Bikes können bis zu einer Höchstgeschwindigkeit von 25 km/h im Hausrat mitversichert werden. Ein Schloss ist nicht nur eine gute Vorsorge gegen Diebstahl, sondern auch die Voraussetzung dafür, dass die Hausratversicherung den Schaden erstattet. Bitte erkundi-gen Sie sich bei Ihren Versicherungsvertreter nach einer geeigneten Fahrradversicherung

    Unterdessen gibt es auch die Möglichkeit, einen versteckten Sender an einem hochwertigen Rad anzubringen. Diese Sender, so genannte GPS-Tracker, senden per SMS einen Alarm auf das Mobiltelefon, wenn das abgestellte Rad bewegt wird. Diese übermitteln den aktuellen Standort des Rades.

    Weitere Tipps zum Thema Diebstahlschutz von Rädern, insbesondere auch von hochwertigen Elektrorädern, bietet das Faltblatt „Räder richtig sichern“ mit Informationen zur individuellen Kennzeichnung von Fahrrädern, zu Kauf und Verkauf gebrauchter Räder sowie zum Fahrradpass. Außerdem erfahren die Lesenden, was zu tun ist, wenn das Rad gestohlen wurde.

    Das Faltblatt ist in jeder (Kriminal-)Polizeilichen Beratungsstelle kostenlos erhältlich und kann im Internet heruntergeladen werden:

    https://www.polizei-beratung.de/fileadmin/Medien/025-FB-Raeder-richtig-sichern.pdf

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