Die Staatsanwaltschaft Dresden hat gegen einen 26-jährigen deutschen Staatsangehörigen Anklage zum Amtsgericht Dresden – Schöffengericht – wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung erhoben. Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, am 28. Oktober 2025 gegen 16:30 Uhr gemeinsam mit seinem männlichen Begleiter in der Straßenbahn Linie 12 in Dresden Löbtau laut Musik der politisch rechtsextremen Szene gehört zu haben.

Als sie durch Insassen der Straßenbahn zum Abschalten der Musik aufgefordert wurden, sollen sie ein Lied abgespielt haben, das die wiederkehrende Parole „Ausländer raus“ zum Inhalt hatte. Daraufhin beleidigten sich einer der Insassen und der Beschuldigte wechselseitig. Aus der verbalen Streitigkeit entwickelte sich eine körperliche Auseinandersetzung, in deren Verlauf der Beschuldigte ein Küchenmesser gezogen haben und dem Insassen in den Halsbereich und in den rechten Oberarm gestochen haben soll. Der Beschuldigte war zum Tatzeitpunkt stark alkoholisiert.

Der Beschuldigte befindet sich seit dem 28. Oktober 2025 aufgrund eines von der Staatsanwaltschaft Dresden beantragten Haftbefehls in einer sächsischen Justizvollzugsanstalt.

Das Amtsgericht Dresden wird nunmehr über die Eröffnung des Hauptverfahrens und die Zulassung der Anklage entscheiden.

Keine Kommentare bisher

Schreiben Sie einen Kommentar