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Basketball: MBA-Team schafft NBBL-Qualifikation

Viele zufriedene Gesichter gab es am Sonntagnachmittag beim SYNTAINICS MBC. Die künftige U19-Mannschaft der Mitteldeutschen Basketball Academy (MBA), die vom Weißenfelser Club und vom Basketballverband Sachsen-Anhalt getragen wird, hat sich nach dem Abstieg vor sechs Wochen den Platz in der Nachwuchs Basketball Bundesliga (NBBL) zurückerobert.

Bei den 14 Jungs, die das Qualifikationsturnier im südhessischen Weiterstadt bestritten, löste sich die Anspannung jedoch erst auf der Rückfahrt so richtig. „Da war eine ausgelassene Stimmung“, erzählt Cheftrainer Christopher Schreiber. „Sie konnten auch zufrieden sein, haben sie doch eine starke Leistung abgeliefert.“ Nach zwei Siegen und zwei Niederlagen qualifizierte sich die MBA für die NBBL.

„Unmittelbar nach den vier Spielen waren die Jungs einfach platt und kamen gar nicht so recht zum Jubeln“, schildert Schreiber die Situation. Vier Spiele in zwei Tagen haben dem Körper alles abverlangt. Und am Ende einer kräftezehrenden Saison, die Ende August vorigen Jahres mit dem Auftakttraining begonnen hatte, mussten sich die Spieler elf Monate später noch einmal komplett neu motivieren, um den Sprung in die höchste Spielklasse des deutschen Nachwuchs-Basketballs zu schaffen.

Hinzu kam, dass Schreiber in den zurückliegenden vier Wochen aus einem Kern der bisherigen U19-Mannschaft, nachrückenden Spielern aus dem MBA-Team der Jugend Basketball Bundesliga und neuen Athleten eine Einheit formen musste. „Es war aber zu sehen, dass sich die Jungs gut zusammengefunden haben, auf dem Parkett und außerhalb des Spielfeldes“, so Schreiber.

Die Ansetzung für das Qualifikationsturnier war wie gemacht für die MBA. Sie musste am Sonnabend zuerst gegen die beiden etwas schwächeren Teams antreten. Mit einem 48:43 gegen den USC Heidelberg und einem 66:59 gegen PS Karlsruhe Lions löste die Schreiber-Truppe die Aufgaben und hatte am Samstag schon einen großen Schritt in Richtung Aufstieg gemacht. Zum Auftakt des zweiten Tages hatte es die Mannschaft in der Hand, mit einem Sieg gegen das Team Südhessen ihr Ziel bereits fix zu machen. Aber unter anderem Verletzungspech verhinderte das.

„Die Mannschaft zeigte dennoch eine Steigerung gegenüber den Spielen am Vortag“, erklärt Schreiber. „Es war aber auch zu sehen, dass der Heimvorteil dem Gegner noch ein wenig Auftrieb gegeben hat.“ Die MBA unterlag mit 55:68. Allerdings war danach aufgrund des Turnierverlaufs klar, dass der Aufstieg geschafft war.

So konnte Schreiber im letzten Spiel gegen Team Urspring die Verletzten auf der Bank lassen und entspannt mit allen anderen Spielern rotieren, da die 50:79-Niederlage nicht mehr ins Gewicht fiel. Die MBA-Mannschaft belegte hinter Rekordmeister Urspring und Südhessen den dritten Platz vor Heidelberg und Karlsruhe.

Für die Jungs geht es jetzt bald in die Sommerferien, ehe im August wieder die Vorbereitung für die neue Saison beginnt. „Ich bin gespannt auf die Gruppeneinteilung“, sagt Schreiber. Er sieht das neuen Spielsystem der NBBL positiv. Die MBA wird in einer Sechsergruppe der Hauptrunde B starten. „Ich gehe davon aus, dass wir dabei deutlich mehr Vergleiche auf Augenhöhe haben als in der zurückliegenden Saison“, erklärt Schreiber.

Möglicherweise gibt es wieder spannende mitteldeutsche Duelle. Da auch die Dresden Titans beim Qualifikationsturnier in Erfurt den NBBL-Aufstieg geschafft haben, wird es im nächsten Spieljahr vier Mannschaften aus den mitteldeutschen Bundesländern in der NBBL geben. Neben MBA und Titans sind das noch die Jungs der Niners Academy aus Chemnitz, die in der ersten Play-down-Runde den Klassenerhalt schafften. Science City Jena hat sich mit seiner Play-off-Teilnahme sogar für die Hauptrunde A qualifiziert.

MBA Team (Punkte gegen Heidelberg/Karlsruhe/Südhessen/Urspring): Fösel (2/6/0/3), Wich (0/2/6/2), Sievers (2/verletzt), Aurov (0/5/5/DNP), Bauroth (0/5/0/7), Hounnou (7/8/verletzt), Wenzel (4/DNP/20/7), Dalchau (9/4/5/2), Andjelic (9/5/2/6), Schlaug (10/12/10/15), Schmidt (0/5/3/0), Zergiebel (3/13/4/5), Herrschuh (DNP/0/0/0), Ludwig (DNP/1/0/1)

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