Vom 4. bis 12. Juni warten die wohl wichtigsten Spiele der gesamten Saison auf die Floorballer des SC DHfK Leipzig. Gelingt ihnen der Erstliga-Verbleib oder müssen sie den unliebsamen Gang in die 2. Liga antreten? Maximal drei Playdown-Spiele (Best-of-Three-Serie) stehen dem jungen Team von Spielertrainer Lucas Frommhold in der ersten Runde gegen den Tabellenvorletzten VfL Red Hocks Kaufering bevor – das erste vor heimischem Publikum am kommenden Samstag um 18:00 Uhr in der Sporthalle Rabet.

Danach geht es zweimal zum Konkurrenten aus Oberbayern. Wer zwei Partien verliert, steigt direkt in die zweite Bundesliga ab. Der Playdown-Gewinner spielt in der Relegation in einer weiteren Best-of-Three-Serie gegen den Zweitliga-Vizemeister um den letzten verbliebenen Bundesliga-Platz.

Für die Leipziger, die ihre erste komplette Erstliga-Saison nach der Corona-Pause auf dem letzten Platz abschlossen, ist die Devise laut Trainer Frommhold klar: „Wir wollen mutig und mit Selbstvertrauen in die Playdown-Spiele gehen. Wir sind, und das wissen auch die Jungs, kein letzter Platz, der die ganze Saison so gespielt hat.“ Zwar stehen zwei Saisonsiegen 18 Niederlagen gegenüber, doch in vielen Partien ließen die SC DHfK-Spieler ihr Potenzial aufblitzen und verloren nur knapp, beispielsweise gegen den aktuellen Meister MFBC Leipzig (9:10, 4:6) sowie den Rekordmeister aus Weißenfels (5:6).

„Wir sind in gewisser Weise enttäuscht, aber vielmehr auch sauer, wie die Saison gelaufen ist“, blickt Frommhold zurück und führt aus, „es gab vier bis sechs Spiele, die wir hätten gewinnen müssen. Spiele, in denen wir mit zwei bis drei Toren führten und dann in sehr kurzer Zeit Gegentore kassiert haben.“ Dort müssten sie lernen, Druckphasen besser auszuhalten und defensiv besser gegen den Ball zu arbeiten.

Mit 195 Gegentoren in 22 Partien stellt Leipzig zwar die schlechteste Defensive der Liga, Trainer Frommhold blickt aber auch auf einige Mutmacher: „Wir haben in vielen Partien mithalten können und auch unsere Erfolge gehabt. Wir müssen für die Playdowns versuchen, offensiv weniger Risiko zu gehen und Fehler zu machen, um dadurch insgesamt sicherer zu stehen. Es ist natürlich eine extreme Drucksituation, aber wir haben mega Bock und jeder einzelne Spieler hat in dieser Bundesliga-Saison gemerkt: Wir sind genau dort angekommen, wo wir sein wollen, und wollen auf keinem anderen Niveau mehr spielen. Auch dafür werden wir am Wochenende alles geben.“

Mut für die Playdowns gibt auch die Rückkehr des ersten Torhüters Daniel Gaumnitz, der seinem Team die Hälfte der Saison mit seiner Erfahrung als sicherer Rückhalt nicht helfen konnte. Gegen den VfL Red Hocks Kaufering hat der SC DHfK eine ausgeglichene Bilanz: Einem 6:5-Sieg zum Saisonauftakt steht eine 6:14-Pleite aus dem Rückspiel gegenüber.

Trainer Frommhold: „Die Playdowns werden superoffen sein. Die beiden Saisonspiele sind wenig aussagekräftig. In der ersten Partie spielte noch viel Nervosität auf beiden Seiten mit, im Rückspiel waren wir personell arg durch Corona gebeutelt. Kaufering hat wie wir ein sehr junges Team und ist gerade auswärts mit den Fans im Rücken ein schwerer Gegner. Aber wir dürfen uns von der Kulisse nicht beeindrucken lassen und wollen unsere Trainingsleistung abrufen“, so Frommhold. Ein Sieg im ersten Playdown-Spiel am Samstag würde sicherlich zusätzliches Selbstvertrauen geben. 

Playdowns im Überblick:

  • Samstag, 4. Juni | 18:00 Uhr: SC DHfK Leipzig – VfL Red Hocks Kaufering
  • Samstag, 11. Juni | 18:00 Uhr: VfL Red Hocks Kaufering – SC DHfK Leipzig
  • Sonntag, 12. Juni | 16:00 Uhr: VfL Red Hocks Kaufering – SC DHfK Leipzig
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