Die Handballer des SC DHfK Leipzig waren im ersten Punktspiel des Jahres 2025 ganz nah dran am Punktgewinn. Bei den favorisierten Recken der TSV Hannover-Burgdorf, die in dieser Saison zu Hause erst zwei Punkte abgegeben hatten, ging der SC DHfK mit drei Toren RĂŒckstand in die Pause (12:9). Wenige Minuten nach Wiederanpfiff war der Abstand dann sogar auf 16:10 angewachsen.
Doch die GrĂŒn-WeiĂen gaben niemals auf und kĂ€mpften sich kurz vor Schluss noch zum 22:22- bzw. 23:23-Ausgleich. Nach diesem leidenschaftlichen Kampf wĂ€re ein Punktgewinn absolut verdient gewesen, aber in einem Spiel mit zwei starken Abwehrreihen und glĂ€nzenden TorhĂŒtern hatte Hannover am Ende das QuĂ€ntchen mehr GlĂŒck und sicherten sich einen hauchdĂŒnnen 24:23-Heimsieg.
Von Minute eins an stand Domenico Ebner im Fokus. An ehemaliger WirkungsstĂ€tte parierte er bereits in den ersten fĂŒnf Spielminuten drei WĂŒrfe â darunter einen Siebenmeter. Doch auch Leipzig hatte zu Beginn Ladehemmungen vom Siebenmeterstrich. Lukas Binder scheiterte zweimal an Joel Birlehm. So lagen die Gastgeber aus Hannover nach siebeneinhalb Minuten mit 3:1 vorn.
Beim dritten Strafwurf fĂŒr Leipzig trat nach elf Minuten ein anderer SchĂŒtze an. Diesmal versuchte es Andri RĂșnarsson und netzte zum 4:3-Anschluss. Es war der Auftakt eines 4:0-Laufes fĂŒr die DHfK-MĂ€nner, die nun erstmals mit zwei Treffern vorn lagen. Eine Viertelstunde war absolviert. Allerdings antworteten die Recken ebenfalls mit vier Treffern in Folge. Mit 12:9 fĂŒr die Hausherren ging es schlieĂlich in die Halbzeitpause.
Obwohl Leipzigs TorhĂŒter Domenico Ebner zu Beginn des zweiten Abschnittes bereits seine zehnte Parade auspackte und kurze Zeit spĂ€ter Nummer elf und zwölf folgen lieĂ, verlor der SC DHfK nun den Anschluss. Neuzugang Stephan Seitz sorgte mit seinem Premierentreffer im DHfK-Trikot fĂŒr das einzige Leipziger Tor in der Anfangsphase der zweiten HĂ€lfte. Die Hannoveraner waren dagegen viermal erfolgreich, sodass die Gastgeber nun deutlich mit 16:10 fĂŒhrten.
Dennoch merkte man nicht nur dem SC DHfK, sondern auch der TSV Hannover-Burgdorf an, dass die WM-Teilnehmer nur wenige Trainingseinheiten mit der Mannschaft absolvierte hatten, denn immer wieder offenbarten sich Abstimmungsschwierigkeiten. So kam Leipzig allmĂ€hlich wieder nĂ€her. Lediglich der ehemalige Leipziger Joel Birlehm verhinderte in dieser Phase, dass der SC DHfK die Kontrolle ĂŒber dieses Spiel gewann. Der 27-JĂ€hrige machte im Tor der Recken zahlreiche Leipziger GroĂchancen zunichte. Doch die DHfK-MĂ€nner kĂ€mpften weiter und weiter.
Andri RĂșnarsson verkĂŒrzte aus sieben Metern auf 21:19. Und Jungspund Friedrich Schmitt knallte den Ball zum 21:20-Anschluss ins GehĂ€use. Nach Zeitstrafen gegen MamiÄ und Ernst musste der SC DHfK anschlieĂend zwar in doppelter Unterzahl agieren, doch Leipzig ĂŒberstand diese Phase. Lukas Binder erzielte danach den verdienten 22:22-Ausgleich. Zwei Minuten vor Schluss stellte Luca Witzke erneut auf Unentschieden (23:23).
In einem wahren Herzschlagfinale holte Nationalspieler Justus Fischer noch einen Siebenmeter fĂŒr Hannover raus. Sein DHB-Kollege RenÄrs UĆĄÄins trat an und brachte die Hausherren vor fast 10.000 Zuschauern wieder in FĂŒhrung. Der SC DHfK, der erneut einen Mann weniger auf der Platte hatte, versuchte alles, um noch einmal auszugleichen. Doch Joel Birlehm parierte den letzten Wurf von Friedrich Schmitt, sodass die GrĂŒn-WeiĂen die Heimfahrt leider ohne Punkte antreten mussten. Dennoch: Dieser Start in die RĂŒckrunde war fĂŒr den SC DHfK ein mehr als ordentlicher Auftakt, worauf der Verein in den nĂ€chsten Wochen definitiv aufbauen kann.
TSV Bannover-Burgdorf gegen SC DHfK Leipzig 24:23 (12:9)
Tore Hannover: Steinhauser 7, Edvardsson 3, Poulsen 2, Uscins 2, Michalczik 2, Stutzke 1, Fischer 3, Weber 1
Tore Leipzig: RĂșnarsson 8, Witzke 4, Peter 4, Binder 3, Seitz 2, Rogan 1, Schmitt 1
Siebenmeter: Hannover 4/5, Leipzig 4/7
Paraden: Hannover 15, Leipzig 15
Zeitstrafen: Hannover 10 Min, Leipzig 14 Min
Zuschauer: 9.900 (ausverkauft)






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